Französische Filmwoche & Berlin Art Film Festival

Es flimmert in Berlin

Es flimmert in Berlin
Charlotte Gainsbourg (links) und Chiara Mastroianni in dem Film "3 Herzen". Zur Foto-Galerie
Auf Berlins Kinoleinwänden flimmert es dieser Tage besonders kräftig, denn ab dem 4. Dezember startet nicht nur die Französische Filmwoche, sondern auch das Berlin Art Film Festival. Mit jeweils 30 Filmen bieten die beiden Events ein abwechslungsreiches Programm für franko- und für anglophile Cineasten - aber auch für alle, die für ein, zwei Stunden dem kalten Berliner Winter entrinnen möchten.

Draußen ist es kalt und grau. Der Winter entfaltet sich in vollen Zügen. Da kommt ein Filmfestival gerade richtig – oder auch zwei. Ab Donnerstag könnt ihr es euch in verschiedenen Berliner Kinos gemütlich machen, Popcorn knabbern, Cola schlürfen und dabei französische Komödien und Dramen, Klassiker der Berliner Schule oder diverse Kurzfilme genießen.

Chiara Mastroianni in "3 Herzen". (c)Wild Bunch Germany
Die Französische Filmwoche findet in diesem Jahr bereits zum 14. Mal statt. Eröffnet wird sie am 4. Dezember im Kino International mit einem romantischen Drama des Pariser Regisseurs Benoît Jacquot. In „3 Herzen“ trifft Single Marc erst auf Sylvie und etwas später auf deren Schwester Sophie, ohne jedoch zu wissen, dass die beiden miteinander verwandt sind. Wie es mit der Liebe oft so ist, nimmt das Drama seinen Lauf. Unterstützt wird es dabei unter anderem von den Schauspielkünsten Catherine Deneuves und Charlotte Gainsbourgs. Fans und Interessierte können Filmemacher Jacquot danach live erleben. Durch den Abend führt die Arte-Moderatorin Annette Gerlach.

Weitere Partnerkinos der Französischen Filmwoche, die bis zum 10. Dezember läuft, sind das Cinema Paris, das Filmtheater am Friedrichshain, das Rollberg, das Kino Arsenal sowie das Kino in der Kulturbrauerei. In letzterem präsentieren Regisseur Philippe de Chauveron und Hauptdarsteller Christian Clavier am Freitag ihren preisgekrönten Streifen „Monsieur Claude und seine Töchter“. Neben den bereits bekannten französischen Filmen aus dem vergangenen Jahr sind im Festivalprogramm aber auch zehn Deutschlandpremieren vertreten, darunter „Die Wolken von Sils Maria“ mit Juliette Binoche und Kristen Stewart und „Die Sprache des Herzens“ mit Isabelle Carré.

Aufregend unaufgeregt

Weniger französisch, dafür umso experimenteller geht es beim Berlin Art Film Festival zu, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. Hier soll vor allem der Dialog zwischen Filmemachern und Filmeliebhabern im Vordergrund stehen. Deshalb will man auf Schnickschnack wie roten Teppich, Wettbewerb und Auszeichnungen ganz und gar verzichten. Ausgestrahlt werden die Filme, die alle einen Berlin-Bezug haben, im fsk am Oranienplatz. Los geht es am Donnerstag mit „Ich will mich nicht künstlich aufregen / Asta Upset“ von Regisseur Max Linz. In diesem schlägt sich die junge Kuratorin Asta (Sarah Ralfs) durch die schamlose und stilisierte Berliner Kunstwelt. Ob einem danach zum Lachen oder zum Schimpfen zumute ist, muss wohl jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden.

Auch wenn sich das Berlin Art Film Festival in seinem Verlauf eher lässig gibt, so endet es doch fulminant mit gleich zwei Partys im Südblock an der Admiralstraße. Am 6. und am 7. Dezember können Film- und Berlin-Fans unter anderem zu Klängen der DJs Lavender Wolf und Debbie Upper abtanzen und sich bei Cocktails über ihre Lieblingsfilmszenen des Festivals austauschen.

Foto Galerie

Cinema Paris, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin

Weitere Artikel zum Thema

Film
Flimmern am Bundesplatz
Drei Cineasten haben dem Kino am Bundesplatz zu neuem Glanz verholfen. Innen wurde das Traditionshaus […]
Film
Das Kino ist der Star
Karl-Marx-Allee - 50 Jahre Filmgeschichte: Früher wurden im International Defa-Premieren gezeigt, heute schätzt auch die […]