Steglitz, Zehlendorf
Neues Tourismuskonzept für Steglitz-Zehlendorf

Es grünt so grün

Es grünt so grün
Die Parklandschaft Glienicke ist ein Schwerpunkt im neuen Konzept des Bezirks. Zur Foto-Galerie
Steglitz/Zehlendorf - Mit 4500 Hektar besteht knapp die Hälfte der Fläche des Bezirks aus Wald-, Wasser- und Erholungsflächen. Mit einem nachhaltigen Tourismuskonzept will man diese Potenziale noch besser nutzen. Davon haben auch die Anwohner etwas.
 

„Der Tourismus in Berlin boomt, aber davon kommt im Berliner Südwesten nicht viel an“, erklärt Frank Schaal, Professor für Tourismusmanagement an der EBC-Hochschule Berlin. Zusammen mit einer Projektgruppe aus 22 Studenten führt er im Auftrag des Bezirks Grundlagenuntersuchungen durch, analysiert alle relevanten Fakten und ermittelt Maßnahmen, wie man beispielsweise den Wannsee oder die Parklandschaft Glienicke für Touristen künftig attraktiver erscheinen lassen kann. Das Projekt zur Erstellung eines neuen Tourismuskonzepts wird anteilig aus den Kassen des Landes Berlin und des Bezirks finanziert und ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

Interessierte Bürger können aber schon vorher erfahren, was sich in den kommenden Jahren verändern soll. Und auch ihre Beteiligung ist durchaus gefragt: „Das Projekt ist partizipativ. Wir wünschen uns Feedback und Vorschläge. Neben den Anwohnern beziehen wir auch die politischen Fraktionen des Bezirks mit in den Prozess ein“, erklärt Tourismusexperte Schaal. Bereits Ende 2014, nur ein halbes Jahr nach Projektstart am 1. Juni, gab es eine öffentliche Veranstaltung, bei der sich Zehlendorfer wie auch Steglitzer näher informieren und mitdiskutieren konnten. Details dazu sollen zeitnah auf der Homepage des Bezirksamts bekannt gegeben werden. Doch auch im weiteren Verlauf des Projekts im Folgejahr will man weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten setzen.

Keine Ballermann-Atmosphäre  

Restaurant Schloss Glienicke (c) Katrin Wilcken
Auf keinen Fall wolle man Zustände wie am Ballermann mit Partyszene und Ähnlichem. Das würde einfach nicht zum Stadtteil passen, so Schaal. Vor allem der Fahrrad- und der Wassertourismus sollen ausgebaut werden. Auch die Gastronomie steht im Zentrum der Analysen. „Es werden verschiedene Arbeitskreise gebildet, die sich mit den Gastronomen und Hoteliers im Bezirk zusammensetzen. Denn wir wollen die unterschiedlichen Leistungsträger auch mit ins Boot holen“, berichtet der Hochschullehrer. Das Restaurant im Schloss Glienicke ist dafür ein gutes Beispiel. Hier kann man inmitten einer Parklandschaft, die nicht nur herrlich grün ist, sondern zudem noch als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht, in aller Ruhe speisen. Ein bisschen wie im Urlaub eben. Überhaupt kann man im Glienicker Park, der zwischen 1816 und 1860 nach Plänen des berühmten Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné entstand, noch so einiges entdecken.     

Foto Galerie

Schloss und Schlosspark Klein-Glienicke, Königstraße 36, 14109 Berlin

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