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Unsere Event-Highlights diese Woche – nur für dich

Eine Frau, rechts daneben zwei Männer: Jenny Thiele, Martin Bechler und Paul Weißert
Das sind Fortuna Ehrenfeld. Zum Konzert im Silent Green Kulturquartier kommt aber nur der in der Mitte, Frontmann Martin Bechler, und setzt sich an den Flügel.
Diese Woche liefert uns viel Musik mit DEM Exportschlager Neuseelands, Legenden des Drum&Bass und einem Solo-Kölner. Außerdem dabei: Heidi Klum und ihre Topmodels, Filme über Prenzl’berg und ein Theaterstück, für das du (aktuell) noch Karten kriegst…

Montag – Ausstellung: Sehnsucht nach dem Jetzt (Marzahn)

Im Hier und Heute leben, den Moment genießen – ist das die Formel für ein glückliches Leben? Jedenfalls ist diese Sehnsucht nach dem Jetzt weit verbreitet. Grund genug, eine Ausstellung zum Thema zu machen – fand man zum Glück auf Schloss Biesdorf, unserem Lieblingskunstort in Marzahn-Hellersdorf. Wie ist dieses Jetzt zu fassen, wenn überhaupt? Kann man die Vergangenheit und die Zukunft so einfach ausblenden? Im Schloss sind zu diesen Fragen sowohl fertige als auch vor Ort geschaffene Arbeiten wie Performances und Installationen zu sehen. Vertreten sind 17 Künstler*innen von Atsushi Fukunaga (Installation) bis Sinta Werner (Fotografie und Objekte). Zusätzlich erscheint zur Ausstellung eines der traditionellen Symbole des Jetzt: eine gedruckte Zeitung. Bei der Zahlen zum Glück keine Rolle spielen.

Wo: Schloss Biesdorf
Wann:
bis zum 10.5.2020 täglich außer dienstags von 10 bis 18, freitags von 12 bis 21 Uhr
Wie viel:
Eintritt frei
Weitere Infos:
Webseite Schloss Biesdorf

Dienstag – Prenzlauerberginale #5 (Mitte)

Es ist bereits die fünfte Ausgabe des Kiezfilmfestivals über einen der häufiger diskutierten Berliner Stadtteile. Prenzlauer Berg produzierte und produziert Geschichten oder ist zumindest eine geeignete Kulisse für sie. Dass die Prenzlauerberginale ein paar Meter außerhalb der Ortsteilgrenzen im Babylon Mitte stattfindet, lässt sich da problemlos verschmerzen. Am Eröffnungsdienstag ist als Hauptfilm Netto von 2005 zu sehen, die Abschlussarbeit von Robert Thalheim an der Hochschule für Film und Fernsehen – und gleichzeitig der Film, der die Karriere von Schauspieler Milan Peschel begründete. Außerdem auf der Leinwand: die DEFA-Dokumentarfilme Tuba wa duo und Einmal in der Woche schrein sowie der Kurzfilm El Pistolero mit Musik von Housemeister. An den kommenden Dienstagen laufen unter anderem überraschend kritische, nur fürs Archiv bestimmte Dokumentarfilme aus der DDR.

Wo: Babylon
Wann:
19.30 Uhr (auch 17., 24. und 31. März)
Wie viel:
10 Euro
Weitere Infos:
Webseite Prenzlauerberginale

 

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Ein Beitrag geteilt von Babylon Berlin (@babylonberlin) am Mär 1, 2020 um 2:00 PST

Dienstag – Ausstellung für analoge Fotografie (Mitte)

In der Ausstellung Decameron siehst du gerade spannende Zeichnungen und Holzskulpturen, vor allem aber analoge und teilweise experimentelle Fotografien von zehn Künstler*innen. Darunter sind zum Beispiel Fotos von David Bowie vom Kreuzberger Fotografen Wolfgang Krolow oder Fotos, die Daniel Samanns mit der traditionellen Nassplattenfotografie aufnimmt. Dafür werden die Motive auf reines Silber auf Glasplatten gebannt, wie man es schon 1851 gemacht hat. Zusätzlich siehst du Upcycling-Arbeiten vom Berliner Künstler Kay Zimmermann, der alte Landmaschinen in schicke Wohnaccessoires verwandelt.

Wo: Galerie Falkonier, Werderscher Markt 12, 10117 Berlin
Wann: noch bis 27. März 2020 Montag bis Freitag von 13 bis 18, Samstag von 12 bis 16 Uhr

Mittwoch – Lesung: Neue Reisende (Charlottenburg)

In ihrem Heimatland Dänemark wurde Tine Hoeg für ihren Debütroman Neue Reisende groß gefeiert, nun stellt sie ihn auch in Berlin vor. Das Thema kennt gewiss keine Grenzen: Eine junge Lehrerin beginnt auf der Zugtoilette eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Die macht sie einerseits glücklich, aber den Fragen, die sich stellen, kann sie nicht ausweichen. Etwa der, wie man ein „richtiges“ Leben führt. Im Literaturhaus Berlin unterhält sich Hoeg mit dem Kritiker und Übersetzer Peter Urban-Halle zweisprachig über ihren Roman. Die Schauspielerin Dorothee Krüger liest daraus vor.

Wo: Literaturhaus Berlin
Wann:
19.30 Uhr
Wie viel:
7 Euro (ermäßigt 4)
Weitere Infos:
Webseite Literaturhaus Berlin

Donnerstag – GNTM Viewing Party (Friedrichshain)

Manche hassen die Show, manche lieben sie, andere schauen mehr aus Neugier zu: Germany’s next Topmodel mit Heidi Klum sorgt immer noch für Gesprächsstoff, vielleicht etwas weniger als in den Anfangszeiten. Wenn du ebenfalls mitdiskutieren oder -lästern willst und am besten noch unter Gleichgesinnten, dann gibt es wenig bessere Orte als beim Public Viewing in der Bar Zum schmutzigen Hobby. Dass GNTM hier nicht zu ernst genommen wird, erkennt man schon am Motto des Events: „Sie laufen wieder, wir saufen lieber.“ Gastgeberin ist Brigitte Skrothum, die Show läuft auf drei Leinwänden und der Eintritt ist frei! Im Anschluss kannst du bei der Barbie Girls & Boys Party mit 90er-Musik und DJs weiterfeiern.

Wo: Bar Zum schmutzigen Hobby
Wann:
20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Wie viel:
Eintritt frei
Weitere Infos:
Facebook Event

 

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Ein Beitrag geteilt von Bar Zum schmutzigen Hobby (@zumschmutzigenhobby) am Jan 30, 2020 um 5:37 PST

Freitag – Fat Freddy’s Drop (Prenzlauer Berg) – abgesagt!

Aufgrund zu weniger eigener musikalischer Traditionen müsse man sich in Neuseeland eben Stilen von anderswo bedienen – sagen Fat Freddy’s Drop aus der Hauptstadt Wellington. Die siebenköpfige Band widmet sich Reggae und Dub ebenso wie Jazz und Hip Hop, gerne angereichert mit einer Prise elektronischen Klängen. Es ist unter anderem diese Vielfalt, die dafür sorgt, dass man ihre Songs immer wieder hören kann, auch die von ihrem zehn Jahre alten Debütalbum. Zu ihrer in Berlin startenden Tour haben Fat Freddy’s Drop ein neues Album mitgebracht, Special Edition Part 1. Aber live sind die Neuseeländer ohnehin ein Erlebnis, das man mitgemacht haben muss.

Wo: Max-Schmeling-Halle
Wann:
20 Uhr
Wie viel:
46,95 Euro (VVK)
Weitere Infos:
Webseite Loft Concerts

Samstag – Biografie: Ein Spiel (Mitte)

Berliner Theatergänger*innen kennen das Problem: Kurzfristig in eines der angesagten Häuser zu kommen ist oft schwierig. Aktuelle Stücke sind meist blitzschnell nach Vorverkaufsstart und damit wochenlang im Voraus ausverkauft. Die Alternative? Einfach mal in ein älteres Stück gehen, das ja nicht weniger relevant sein muss. Unsere Empfehlung: Max Frischs Biografie. Ein Spiel. In dem Drama geht es darum, dass Hauptfigur Hannes Kürmann angeboten wird, sein Leben anzuhalten und noch mal von vorne zu beginnen. Kürmann sagt zu. Besonders wichtig ist ihm, Antoinette nicht zu treffen, mit der er die letzten sieben Jahre verbracht hat… Ein sehr schönes Stück „Was wäre wenn“, bei dem Bastian Kraft Regie führte. Die Premiere war bereits 2012, doch dieser Stoff wird niemals alt. Zur Besetzung gehören die auch aus Film und Fernsehen bekannte Maren Eggert in einer Doppelrolle und Hans Löw als Hannes Kürmann.

Wo: Deutsches Theater, Kammerspiele
Wann:
20.30 Uhr
Wie viel:
19 bis 25 Euro
Weitere Infos:
Webseite Deutsches Theater

Samstag – LTJ Bukem & Grooverider (Kreuzberg)

Bei diesen Namen leuchten die Augen aller Drum&Bass-Fans auf und der Begriff Legenden wäre noch untertrieben. LTJ Bukem und Grooverider waren Pioniere ihrer Musikrichtung. Bukem aka Danny Williamson kreierte mit einigen Mitstreitern einen ganz eigenen melodiösen, ruhigen und dennoch euphorischen Sound, den er auf seinen Labels Good Looking und später Looking Good berühmt machte. Roger Grooverider Bingham, DJ seit den Achtzigern, steht für einen härteren, teilweise dunkleren, aber enorm partytauglichen Stil. Ihm widmete der spätere Drum&Bass-Star Goldie schon 1992 einen eigenen Track namens Darkrider. Viel Zeit ist vergangen und dennoch oder gerade deshalb ist dieser Samstag im Gretchen ein Pflichttermin. Neben LTJ Bukem und Grooverider legen Survey, N‘Dee und Zuurb auf, unterstützt von den MCs Jamie White und Ruthless MC. Im zweiten Raum kannst du mit Phat Fred grooven.

Wo: Gretchen
Wann:
ab 23.59 Uhr
Wie viel:
8 bis 13 Euro (VVK)
Weitere Infos:
Webseite Gretchen

Sonntag – Fortuna Ehrenfeld. Solo am Flügel (Wedding)

Als Dreierkombo haben sich Fortuna Ehrenfeld verdientermaßen eine treue Fanschar erspielt. Gerne treten Martin Bechler, Jenny Thiele und Paul Weißert verkleidet auf, etwa im Pyjama und mit Bärentatzen. Sie sagen Ja zu Pop, Poesie und ein wenig Wahnsinn – die neue Platte Helm ab zum Gebet ist das jüngste Beispiel. Beim Berliner Stop der aktuellen Tour gibt es jedoch eine Besonderheit: Frontmann Bechler kommt alleine und setzt sich an den Flügel. In dieser minimalistischen Konstellation nimmt er die Fans dahin mit, wo alle Songs begannen: am Klavier in seiner Wohnung in Köln-Ehrenfeld. Versprochen wird uns Ungehörtes, Verworfenes und Zukünftiges. Aber sicher nicht nur. Der Sonntag wird’s zeigen.

Wo: Silent Green, Kuppelhalle
Wann:
20 Uhr
Wie viel:
25,20 Euro (VVK)
Weitere Infos:
Webseite Silent Green

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