Mobilitätsgesetz

Auf Berlins Radwegen stehen die Zeichen auf Grün

Auf Berlins Radwegen stehen die Zeichen auf Grün
Visualisierung der Planung für die Hasenheide: Der Radweg wird nicht nur grün, es werden auch Poller aufgestellt und eine Sperrfläche zwischen Straße und Radweg soll entstehen.  Zur Foto-Galerie
Auf Berlins Radwegen wird's grün. Zunächst nur an der Hasenheide, danach sind alle alten und neuen Radwege an der Reihe. Die optische Abgrenzung soll die Sicherheit der Radfahrer erhöhen.

Nicht mehr rot, sondern grün sollen Berlins Radwege in Zukunft werden. Das teilte Anfang November die Senatsverkehrsverwaltung mit und will damit der Vision Zero einem Stück näher kommen: Keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr. Die Farbe Grün sei besonders für Autofahrer gut erkennbar und erhöhe ihre Aufmerksamkeit. Daher bekommen nicht nur neue Radwege einen grünen Belag verpasst, auch bereits vorhandene Wege sollen eingefärbt werden.

Vorbild für die grünen Fahrradspuren sind Städte wie Bangkok, Sevilla, San Francisco oder Vancouver. Und nun eben Berlin: Los geht’s im Frühjahr 2018 auf der südlichen Seite der Hasenheide, wo zwischen Südstern und Wissmannstraße die optische Markierung getestet werden soll. Hier wird der Radweg nicht nur grün, der mindestens zwei Meter breite Radstreifen soll auch mit 90 cm hohen Pollern von der Straße abgetrennt werden. So kann verhindert werden, dass Autos auf den Fahrradwegen parken. An Gefahrenstellen wie Nachtbushaltestellen und Kreuzungen sollen die Radwege jedoch rot bleiben. Außerdem sind ein Meter breite, weiß schraffierte Sperrflächen zwischen Rad- und Autoverkehr geplant.

Die Umsetzung soll mit dem Start der Bausaison 2018 beginnen. ©SenUVK, Visualisierung: Bloomimages

Laut Polizei gab es 2016 über 7.400 Unfälle mit Fahrradfahrern in Berlin. Daher ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit auch zentraler Bestandteil des Berliner Mobilitätsgesetzes, das noch auf seine Verabschiedung wartet. Das vom Senat geplante Gesetz soll den Verkehr radikal verändern, Berlin nachhaltig mobil machen und Partei für die Radfahrer ergreifen. Denn dass das Radeln in Berlin mehr Frust als Lust ist, weiß jeder, der sich auf Berlins Straßen schon mal auf einen Drahtesel getraut hat. Wir dürfen also gespannt sein, ob das Grün auf den Radwegen hält, was es verspricht.

Foto Galerie

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin

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