Ratgeber

Fashion international: Multikulturelle Mode aus Berlin

prêt-à-porter
Berlin ist der Inbegriff einer multikulturellen Stadt. Die knapp 200 verschiedenen Kulturen und Nationalitäten, die hier aufeinandertreffen, machen Berlin unglaublich bunt und vielfältig. Dieses exotische Flair findet sich auch in der Mode wieder: Viele Designer*innen lassen ihre Herkunft in ihre Kollektionen einfließen. Andere nutzen verschiedene Kulturkreise als Inspiration. QIEZ stellt dir einige dieser Modedesigner*innen vor.

SadakSasa Kovacevic 

 

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Sadak – dieses Label dürfte in Japan bereits jedem Modebegeisterten ein Name sein. Denn dort haben die Designs von Sasa Kovacevic längst Kultstatus erlangt. Doch auch in Deutschland hat der Designer aus Serbien längst Fuß gefasst und seinen Durchbruch im Jahr 2009 auf der Berliner Fashion Week erlebt. Sein Label kombiniert ethnische Kulturen mit modernen, neu interpretierten Proportionen und aufregenden Mustern. Darin spiegelt sich die serbische Herkunft des Designers wider. Auf der Berliner Fashion Week präsentiert Sasa Kovacevic daher alljährlich eine gewohnt knallige und extravagante Kollektion. Bunte Prints und Formen, die zwischen Sci-Fi und Ethno liegen, machen jedes Kleidungsstück zu etwas ganz Besonderem. „Ich digitalisiere Tradition“, so beschreibt Sasa Kovacevic seine Mode selbst. 

Gegründet hat Sasa Kovacevic sein Label bereits lange vor dem Auftritt auf der Berliner Fashion Week, und zwar im Jahr 2006. Den Bezug zur deutschen Hauptstadt hatte er aber schon damals, denn er absolvierte sein Studium im Bereich Modedesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seine serbischen Wurzeln hat er dennoch nie vergessen und auch im Name seines Labels finden sich diese wieder. „Sadak“ steht nämlich für eine traditionelle Jacke ohne Ärmel, die für gewisse Regionen des Balkans typisch ist. Kein Wunder, dass sich diese auch in quasi allen Kollektionen des Designers wiederfindet, natürlich stets in anderer, neuartiger Ausführung.  

Für Sasa Kovacevic ist Mode eine Kunstform, die sich nicht nur kulturell, sondern auch geschichtlich entwickelt hat. Seine Inspiration sind daher unterschiedliche Kulturen ebenso wie historische Ereignisse. Selbst zeitgenössische Kunst lässt er oft und gerne in seine Designs einfließen, beispielsweise in den bunten Printmustern oder extravaganten Formen. Und noch etwas hebt das Label des serbischen Modeschöpfers hervor: Seine Kollektionen sind größtenteils unisex. Diese Neutralität spielt für Sasa Kovacevic eine wichtige Rolle. Dennoch unterscheidet er in vollständige Damen- und Herrenkollektionen. Hier wird somit jeder fündig, der nach einzigartiger und faszinierender Mode sucht, die den aktuellen Zeitgeist ausdrückt.  

Seit seinem Studium in Berlin hat Sasa Kovacevic mit diesem Konzept eine steile Karriere hingelegt. Er wird in internationalen Medien gefeatured, beispielsweise im Kinki Mag oder Zoo Magazine, er arbeitete als Assistent für Vivienne Westwood, war Kostümdesigner für den dritten Teil der berühmten Filmreihe „The Hunger Games“ und zählt Weltstars wie Chris Brown zu seinen Kunden. Trotzdem steht seine Karriere noch am Anfang und es bleibt spannend, wie es um das Berliner Label weitergeht. Wer als Mann oder Frau nach extremer Mode sucht, ist bei Sadak in jedem Fall an der richtigen Adresse, ganz getreu dem Motto des Designers: „Pride in individuality“. 

Lala Berlin: Leyla Piedayesh  

 

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Über 100.000 Follower auf Instagram und mehr als 50 Mitarbeiter – so beeindruckend sind die Zahlen eines der bekanntesten Labels aus der deutschen Hauptstadt. Lala Berlin ist mittlerweile eine feste Institution in der deutschen Modeindustrie geworden und die Gründerin Leyla Piedayesh gehört zu den bekanntesten Modedesignerinnen Berlins. Sie kombiniert urbane Lässigkeit mit eleganten sowie femininen Schnitten und bringt dabei ihre iranischen Wurzeln mit ein. Und genau dort, im Iran, begann im Jahr 1970 die spannende Lebensgeschichte dieser inspirierenden Frau: Sie wurde in Teheran geboren und als Tochter einer Modeboutique-Unternehmerin wurde ihr die Leidenschaft für Mode direkt in die Wiege gelegt. Doch ihr Lebensweg sollte nicht geradlinig sein. 

In jungen Jahren wurde sie nämlich mit der schwierigen politischen Situation im Rahmen der Islamischen Revolution konfrontiert, woraufhin ihre Familie im Jahr 1979 den Iran verlassen musste. So kam sie in Deutschland, bei Verwandten in Wiesbaden, unter und lebte sich schnell ein. Sie machte ihr Abitur und studierte BWL – doch ihr Herz gehörte schon damals der Mode. Als Redakteurin bei MTV Germany wirkte sie unter anderem bei der Entwicklung der Sendung Designerama mit, die sich, wie der Name bereits vermuten lässt, um das Modedesign drehte. Ihre tatsächliche Inspiration, um den Sprung in die Selbständigkeit als Modeschöpferin zu wagen, kam aber in einer ganz anderen, alltäglichen Situation: Sie verkaufte selbst gestrickte Pulswärmer auf einem Flohmarkt… 

…und brachte kurze Zeit später eine eigene Strickkollektion heraus. Lala, ihr Spitzname aus Kindheitstagen, sollte dabei den Bezug zu ihren Wurzeln herstellen und schon war Lala Berlin geboren. Seit dieser ersten Strickkollektion im Jahr 2004 ist viel passiert: Die Designerin ist mittlerweile vor allem für ihre Kaschmir-Schals im Palästinenser-Look berühmt. Kulturelle Vielfalt, davon lässt sich die Iranerin für ihre Kollektionen inspirieren und davon findet sie in Berlin jede Menge. Kurz gesagt, fertigt Lala Berlin alltagstaugliche Mode, die durch ihren besonderen Stilmix für einen gewissen Wow-Effekt sorgt. Und genau dieser macht die Kollektionen von Leyla Piedayesh weit über die Grenzen von Deutschland hinaus beliebt und erfolgreich. 

Lala Berlin ist mittlerweile nicht nur auf der Berlin Fashion Week, sondern auch auf der Fashion Week Kopenhagen ein Stammgast geworden. Neben ihrer ursprünglichen Boutique in Berlin vertreibt sie ihre Kleidungsstücke, Accessoires & Co in über 250 Boutiquen auf der ganzen Welt – und generiert dabei einen Umsatz im Millionenbereich. Trotzdem ist ihr Flagship-Store in der Alte Schönhauser Straße 3 in Berlin nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt des Labels. Außerdem engagiert sich Leyla Piedayesh mit ihrer Initiative I’m an immigrant international gegen Diskriminierung.  

 

Atelier Nuno: Marie Schmunkamp  

 

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Bereits als Jugendliche hat Marie Schmunkamp begonnen, ihre Klamotten selbst zu nähen. Ein Hobby, das aus der Not geboren wurde, denn sie habe schlichtweg nichts Passendes zum Anziehen gefunden, verrät die Berliner Designerin. Dass dieses Hobby eines Tages zu ihrem Beruf wird, hat sie damals noch nicht geahnt. Doch mittlerweile gehört Marie Schmunkamp zu den erfolgreichsten Modeschöpferinnen der deutschen Hauptstadt und führt ein eigenes Label namens Atelier Nuno. Vor allem, wer sich für die Vielfalt Japans begeistern kann, ist an dieser Berliner Adresse richtig aufgehoben. Die Schneidermeisterin fertig nämlich Mode im japanischen Stil und verkauft zugleich Stoffe von japanischen Herstellern – sodass jeder auch selbst kreativ werden und in ihre Fußstapfen treten kann. 

Im Gegensatz zu anderen namhaften Labels aus Berlin, ist es also keine Massenware, auf die Marie Schmunkamp mit ihren Kreationen abzielt. Stattdessen gibt es ihre Designs nur in kleinen Serien oder sogar als Einzelanfertigung. So wird jedes Kleidungsstück zu etwas ganz Besonderem. Dennoch ist das Atelier Nuno weit mehr als ein „Abklatsch“ japanischer Boutiquen. Die Designerin versteht nämlich durchaus, traditionellen Kleidungsstücken wie dem Kimono eine Generalüberholung zu verpassen und diese für die deutsche Modeindustrie tauglich zu machen. Sie kreiert dadurch einen einzigartigen Mix der Kulturen und bietet sozusagen japanische Mode mit europäischem Flair an, die auch hierzulande tragbar ist. 

Die drei Markenzeichen der Mode von Marie Schmunkamp sind klassische Motive, farbenprächtige Drucke und ausgefallene Prints. Bereits seit dem Jahr 2013 führt die Berlinerin ihr Atelier – mit Erfolg. Ihre Verbindung zu Japan resultiert jedoch nicht aus ihren eigenen Wurzeln, sondern schon in der Jugend hatte sie ein Faible für Cosplay und Japan im Allgemeinen. Die Entscheidung für eine Ausbildung zur Maßschneiderin fiel ihr daher leicht und anschließend an die Meisterausbildung bei Inge Szoltysik-Sparrer, bekannt aus der TV-Sendung Geschickt eingefädelt, absolvierte sie ihren Bachelor in Modedesign in Berlin. Dieses Knowhow und die Qualität ihrer Handwerkskunst wissen ihre Kundinnen und Kunden besonders zu schätzen; gleichzeitig beweist Marie Schmunkamp, dass Maßschneiderei keinesfalls „altbacken“ ist.  

Jeder, der sich für Japan begeistern kann, auf der Suche nach absoluten Einzelstücken oder nach ausgefallen Stoffen ist, um selbst zu nähen, ist im Atelier Nuno in der Utrechter Straße 32 an der richtigen Adresse. Der kleine, aber schicke Laden versprüht eine heimelige Atmosphäre und Marie Schmunkamp gibt gerne Rat oder Inspiration. Wer hingegen noch unschlüssig ist, ob die extravagante Japan-Mode den eigenen Geschmack trifft, kann sich auf dem Instagram-Account von Atelier Nuno selbst ein Bild der Kleidungsstücke, Stoffe & Co machen.  

 

#Damur: Damur Huang  

 

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Wer denkt, Mode müsse zwangsläufig ästhetisch sein, dem beweist Damur Huang das Gegenteil. Seiner Aussage zufolge seien ästhetische Kriterien nämlich veraltet und somit kein zeitgemäßer Ansatz mehr, um zeitgenössische Kleidung zu kreieren. Ebenso wie in der Kunst, müsse es stattdessen auch gänzliche neue Konzepte geben, abgeleitet aus sozialen Kontexten. Ein Blick auf die Kollektionen seines Labels #Damur machen deutlich, wie diese zeitgenössische Mode aussehen kann: Der Modedesigner, der eigentlich Shih-Shun Huang heißt, bricht mit Stereotypen und weiß mit seinen Kreationen zu provozieren. Unverkennbar ist dennoch seine taiwanische Prägung, vor allem in Bezug auf die Farbwahl und Betonung der Silhouette. Daraus ergibt sich ein einzigartiger Stilmix, der das Ziel mehr als erreicht: Er ist unkonventionell.  

Weniger unkonventionell startete die Karriere von Damur Huang. Er absolvierte einen Abschluss im Textiles & Clothing Department der Fu Jen Catholic University und wechselte anschließend in das Fashion Department der Antwerp Royal Academy of Fine Art. Doch diese blieben nicht die einzigen renommierten Namen in seinem Lebenslauf. Stattdessen fand seine weitere Ausbildung an der École Nationale Supérieure Des Arts Visuels De La Cambre und bei namhaften Labels wie Jamei Chen, Alexander McQueen, Tim Hamilton, Dawid Tomaszewski, Tim van Steenbergen und Marcell von Berlin statt. Das erklärt zugleich, was den Nachwuchsdesigner nach Berlin brachte und genau dort gründete er schließlich im Jahr 2015 die Damur GmbH. Unter dem Namen #Damur hat das Label seither einen festen Platz in Kreuzberg. 

Dass Damur Huang Mode aus einer gänzlich neuen Perspektive sieht, liegt vielleicht an seiner Sichtweise auf die Welt als Millennial. Für ihn bedeutet Mode nicht nur Individualität, sondern auch einen sozialpolitischen Diskurs und die Neuerfindung von traditionellen Konzepten. Er hinterfragt, und zwar nicht nur die Welt, sondern auch das Modedesign per se. Daher nutzt er seine Mode, um mit Menschen in den Dialog zu treten und eine Interaktion zu provozieren – was ihm mit Kollektionen wie #IAMSLUT oder #YouAreNotBlackEnough bereits eindrücklich gelungen ist. 

Er sehe Mode als Macht, um mit der Gesellschaft zu interagieren, erklärt der Designer und zieht den Vergleich zu einem Hashtag in den sozialen Medien. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt ein Blick auf seine Kollektionen: „Naughty but elegant“ lautet dabei sein Motto, das sich in androgynen Silhouetten, geraden Schnitten, markanten Farben und provokativen Details zeigt. Genau deshalb habe er auch Berlin als Heimat gewählt, denn hier darf und muss man beinahe ungewöhnlich sein, um sich wohlzufühlen. Für Damur Huang, der in Taipei geboren ist, sei Berlin die schönste und kreativste Stadt; und diese kann nun mit Stolz #Damur zu den heimischen Modelabels zählen. 

 

C’est tout: Katja Will und Michael Will

Bei C’est tout ist der Name Programm, denn hier findet wahrlich jeder Modebegeisterte wonach er sucht – vor allem, wenn es um den Pariser Chic geht. Frankreich gilt seit jeher als das Land der Modeschöpfer und davon schneiden sich auch Katja Will und ihr Ehemann Michael Will eine ordentliche Scheibe ab. Doch auch dieses Label wäre nicht „typisch“ Berlin, wenn keine Einflüsse aus der deutschen Metropole zu finden wären. Daher hat sich C’est tout als einziges deutsches Label einen Namen gemacht, das den Lifestyle der Fashionmetropole Berlin mit dem Pariser Chic kombiniert. Umso interessanter ist die Frage, wer eigentlich hinter diesem einzigartigen Konzept steht? 

Die Karriere von Katja Will begann bereits lange vor der Gründung ihres Berliner Modelabels. Bekannt wurde sie nämlich als Assistentin von Bruce Darnell in seiner TV-Show Bruce. Schon dort überzeugte sie als Expertin für Mode und arbeitete zeitweise für MTV und Viva als Head of Style. Design sei schon immer ihre Leidenschaft gewesen, die TV-Jobs nur eine Nebenbeschäftigung, verrät die Designerin. Denn Mode sieht sie als ihre Lebensaufgabe. Katja Will, damals noch Katja Fuhrmann, möchte Frauen schön(er) machen. Die Weiblichkeit spielt in ihren Kollektionen daher eine wichtige Rolle, ebenso wie die Pariser Eleganz und die urbane Coolness von Berlin.  

Ihr Ehemann, der seinerseits drei Jahre bei MTV als Director Marketing arbeitete, war es schließlich, der ihr den Mut gab, ihre Leidenschaft in einem eigenen Label zu verwirklichen. Er ist es auch, der es hinter den Kulissen am Laufen hält. Eine Kooperation, die funktioniert, denn C’est tout expandiert stetig und hat bereits zahlreiche spannende Projekte wie eine Kollektion für HSE24 und eBay hervorgebracht. Das Premiumlabel mit Sitz in Berlin-Mitte hat sich somit seit seiner Gründung im Jahr 2007 zu einem regelrechten Modeimperium entwickelt. Im Fokus liegt dabei auf Oberbekleidung von Damen, denn Katjas Leidenschaft waren seit jeher Kleider.  

„Alles was eine Frau braucht, um gut auszusehen ist das passende Kleid – C’est tout“, soll einst das Idol von Katja Will gesagt haben: Coco Chanel. Und genau diesem Motto folgt die Designerin seit über einem Jahrzehnt mit durchschlagendem Erfolg. Vom edlen Seidenkleid bis hin zum lässigen Jersey-Kleid bietet sie dabei für jede Frau und jeden Anlass eine passende Wahl. Genau diese Vielfalt macht das Modelabel nicht nur unter Berlinern so beliebt, weshalb C’est tout mittlerweile alleine in der Hauptstadt weit mehr als eine Filiale zählt; Tendenz steigend. Doch mit dem Label wachsen auch die Kollektionen, sodass Frauen hier mittlerweile eben nicht „nur“ Kleider finden. Vom Tüllrock bis zum Cropped-Shirt gibt es „tout“ für ein perfektes Outfit.  

 

Fortschritt-Berlin: Christiane Grafe und Robert Löffler  

 

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Wo der Prenzlauer Berg steil nach Berlin-Mitte abfällt, findet sich in der Lottumstraße das kleine Atelier von Fortschritt-Berlin. Bekannt wurde das Label von Christiane Grafe und Robert Löffler durch eine indische Tasche – und dieser sind die Designer bis heute treu geblieben: Das Label lässt sich von allen Zeitaltern und Kulturkreisen inspirieren, beispielsweise dem Maori-Muster, den Bauornamenten aus dem Orient und Okzident oder japanischen Kimonos. Eines sind die Taschen von Fortschritt-Berlin daher keinesfalls: farblos. Stattdessen erstrahlen sie im Atelier in allen Farben und Formen. „Wir machen die Muster“, beschreibt sich das Label selbst und eine treffendere Wortwahl gibt es wohl nicht. 

Dass gerade Indien für den Erfolg des Unternehmens eine so wichtige Rolle spielt, ist kein Zufall. Die Berliner Designer waren stattdessen selbst vor Ort und haben schnell festgestellt, dass vor allem im Süden des Landes quasi jeder eine solche Tasche besitzt. Die Geschäftsidee war geboren und kurzerhand entwarfen die Designerin Christiane Grafe und der Grafiker Robert Löffler eigene Häkeltaschen. Der Fokus lag dabei nicht nur auf den Motiven, sondern ebenso auf der bestmöglichen Qualität. Ein Erfolgsrezept, das aufging! 

Mittlerweile zählt Fortschritt-Berlin Taschen in drei unterschiedlichen Größen und mehr als 100 verschiedenen Mustern. Und erneut reisen die Designer Jahr für Jahr nach Indien für neue Inspiration, aber auch, um dort ihre Materialien einzukaufen. Direkt vor Ort werden die Taschen zudem produziert, denn das warme Klima ist für die Herstellung unverzichtbar. Nur so wird das Nylonmaterial weich und kann in der gewünschten Form verarbeitet werden. Dennoch läuft bei dem Berliner Label selbstverständlich alles fair ab: Keine Kinderarbeit, geregelte Arbeitszeiten, faire Löhne – so lauten die Grundsätze des Unternehmens. Somit kann sich hier jeder sicher sein, qualitativ hochwertig sowie fair einzukaufen und damit eine gute Tat zu vollbringen.  

Qualität ist ein wichtiges Stichwort, denn diese ist bei Fortschritt-Berlin kein leeres Versprechen. Stattdessen sind Christiane Grafe und Robert Löffler kompromisslos, wenn es um die Wahl ihrer Materialien geht. Sie setzen ausschließlich auf hochwertige und langlebige Materialien wie Garne aus Merino, Bambus oder Seide – allesamt mit ÖkoTex100-Zertifikat. „Wir übersetzen Klassisches in Modernes und schaffen damit Zeitloses“, beschreibt sich Fortschritt-Berlin selbst und genau deshalb lohnt sich der Besuch in dem kleinen Berliner Atelier; garantiert! 

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