Filmdreh im Seebad Friedrichshagen

Keine Haie, dafür Promis

Leander Haußmann und Sven Regener arbeiten beim Filmdreh für "Hai-Alarm am Müggelsee" zusammen.
Leander Haußmann und Sven Regener arbeiten beim Filmdreh für "Hai-Alarm am Müggelsee" zusammen.
Star-Auflauf im Seebad Friedrichshagen: Leander Haußmann und Sven Regener drehen dort "Hai-Alarm am Müggelsee" mit Benno Fürmann, Henry Hübchen und Tom Schilling.

Wenn die Kajütentür des am Bootssteg liegenden Kahns aufgeht, kommen Benno Fürmann im weißen Anzug, Henry Hübchen mit Schlips und Tom Schilling mit Basecap heraus. Hier im Seebad Friedrichshagen dreht Regisseur Leander Haußmann mit Romanautor und Element-of-Crime-Sänger Sven Regener seit einer guten Woche den Film „Hai-Alarm am Müggelsee“. Als „Schelmenstück über deutsches Beamtentum, Tierliebe und Städtemarketing“ bezeichnen Haußmann und Regener ihre selbst geschriebene, inszenierte, zusammen mit X-Filme produzierte und in den Nebenrollen von Punker bis Polizist auch selbst gespielte Parodie.

Neues Genre: Der Alarmfilm

Bevor eine Unterredung mit den schon seit Haußmanns Verfilmung von Regeners Bestseller „Herr Lehmann“ im Jahr 2003 verbandelten Herren knapp über 50 möglich ist, müssen die erst mal einen Abstecher in den Cateringwagen Tagliatelle alla puttanesca machen. „Sonst habe ich ganz schlechte Laune“, erklärt Haußmann, der in seiner Heimat Friedrichshagen in letzter Zeit selbst als Wutbürger, äh, Flugrouten-Gegner für Aufsehen sorgt. Mit gefülltem Bauch spielen sie sich dann die Pointen nur so zu. Meine Güte, können die über ihr zukünftiges cineastisches Meisterwerk plappern! Das werde einer der lustigsten Filme der nächsten Zeit, sagt Haußmann und doziert über das für diese Gelegenheit neu erfundene Genre Alarmfilm. Der sei sowohl Heimat- als auch Katastrophenfilm. Und Regener fügt hinzu: „Wir haben eine Liebe zum Alarm. Genauso wie die Berliner.“

Weil ein neues Genre immer Filmgeschichte schreibe, wollten auch Schauspieler wie Fürmann, Hübchen oder Michael Gwisdek mitmachen. Die beiden Letzteren sehen dafür extra von ihrer Hollywood-Gage ab und produzieren den nach Haußmanns Aussage mit einem Budget von weniger als zwei Millionen Euro ausgestatteten Kinofilm mit. Und wie stellt sich der Regie-Frischling Regener so an? Gut, findet der einstige Theaterintendant Haußmann. „Erfahrung ist überschätzt, die bringt oft nichts als Angst.“ Auch Regener selbst ist mit sich zufrieden. „Die gute Absicht zählt, auch wenn ich immer noch nicht weiß, was das hier wird.“ Da hat er ja was mit den Kinozuschauern gemein. Die werden erst im März 2013 eingeweiht. An diesem Nachmittag tauchen aber schon mal keine Haiflossen im Müggelsee auf. Nur weiße Segel gleiten friedlich durchs Wasser.


Quelle: Der Tagesspiegel

Strandbad Friedrichshagen, Müggelseedamm 216, 12587 Berlin

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