Plakate sollen aus allen Studios verschwinden

Fitness-First stellt Werbekampagne umgehend ein

Eines der umstrittenen Plakate.
Eines der umstrittenen Plakate.
Das Unternehmen Fitness-First zieht seine umstrittene Werbekampagne zurück: "In allen deutschen Studios werden die Plakate umgehend entfernt", teilte eine Sprecherin der Kette Fitness First soeben mit. Bereits gestern hatte sich Berlins Opferbeauftragter Roland Weber eingeschaltet, jetzt äußerst sich auch Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) öffentlich.

Der Bericht im Tagesspiegel über die provokante Werbekampagne der Fitness-Kette „Fitness First“ hat inzwischen bundesweit ein großes Echo ausgelöst: Seit heute Morgen sind nicht nur die Plakate aus der Berliner Filiale am Alexanderplatz verschwunden, sondern in sämtlichen Filialen Deutschlands. „Wir haben uns entschieden, die Kampagne in ganz Deutschland einzustellen“, teilte eine Sprecherin des Unternehmens mit.

Wie berichtet wirbt Fitness-First seit ein paar Tagen bundesweit mit umstrittenen Slogans wie „Tritt Deine Freunde“, „Mach Deine Freundin runter“ und „Mach Deine Freunde kalt“. Besonders pikant: Die Plakate waren nur etwa 100 Meter entfernt des Mahnmals angebracht, wo vor drei Monaten der 20-jährige Jonny K. von sechs jungen Männern zu Tode geprügelt worden ist.

Nachdem bereits gestern Berlins Opferbeauftragter Roland Weber die Kampagne öffentlich kritisiert hatte, schaltete sich heute auch Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) ein: „Zwar hat die Politik da nichts zu entscheiden. Als Bürger lehne ich die Kampagne ab, weil sie unnötig die Gefühle von Gewaltopfern verletzt. Sie erweckt den Anschein, als seien solche Taten kein Problem.“

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Quelle: Der Tagesspiegel

Fitness-First stellt Werbekampagne umgehend ein, Panoramastraße A 1, 10178 Berlin

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