Das Fliegerviertel in Tempelhof

Grüne Vorstadtsiedlung in der Großstadt

Das Viertel in Tempelhof hat sich als ideale Wohngegend für Familien mit Kindern gemausert.
Das Viertel in Tempelhof hat sich als ideale Wohngegend für Familien mit Kindern gemausert. Zur Foto-Galerie
Fliegerviertel - Eine gute Wohngegend für Familien in Berlin: kleine Reihenhäuschen, viel Grün, eine gute Verkehrsanbindung ohne Großstadtlärm, nicht zu weit draußen. Das Fliegerviertel in Tempelhof verdient für jeden dieser Checkpunkte ein Häkchen.

Eine beschauliche Siedlung ist das Fliegerviertel, nur knapp 15 Autominuten südlich des Berliner Stadtzentrums. Viele der kleinen Straßen sind ringförmig angeordnet. Zweigeschossige Doppel- und Reihenhäuser mit Gärten prägen das Bild des Quartiers zwischen Dudenstraße, Tempelhofer Damm, General-Pape-Straße und S-Bahn-Ring.

Ein Paradies für Kinder

Das Fliegerviertel erfreut sich vor allem bei jungen Familien und Paaren im Nestbaumodus wachsender Beliebtheit. Die geringe Betondichte und die Spielmöglichkeiten für Kinder in den hofseitigen Grünanlagen oder im eigenen Garten sind wohl die ausschlaggebenden Gründe dafür. In der Nachbarbarschaft befinden sich diverse Parks und Wiesen. Die passende Beschreibung: idyllisches Vorstadtleben mitten in der Stadt. Zudem gilt Tempelhof in Berlin als besonders kinderfreundlich.

Trotz der ruhigen Lage müssen die Bewohner keinesfalls auf die Annehmlichkeiten der Großstadt Berlin verzichten. Drei U-Bahnstationen und eine S-Bahnhaltestelle befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Fliegerviertels. Die Stadtautobahn A100 sowie der Bahnhof Südkreuz sind in nur wenigen Minuten erreichbar. Der angesagte Bergmannkiez ist quasi um die Ecke. Und seit der Schließung des Flughafens Tempelhof ist hier Naherholung anstelle von Fluglärm Teil des Alltags.

Benannt nach Fliegern des Ersten Weltkriegs

In den zwanziger Jahren wurde das Fliegerviertel vom Berliner Architekten und damaligen Tempelhofer Baudezernenten Fritz Bräuning angelegt. Sein Ziel war eine Gartenstadt auf dem ehemaligen Militärgelände des Tempelhofer Feldes. 16 Straßen wurden nach Kampffliegern des Ersten Weltkriegs benannt. Daher stammt auch die Bezeichnung “Fliegerviertel“. Die Wahl einiger Namenspaten ist bis heute umstritten, da sie zur Zeit der Nationalsozialisten bestimmt wurden.

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs verwalten die Stadt Berlin und das Land die Liegenschaften im Fliegerviertel. 1997 wurden knapp 3.000 Objekte der Wohnungsbaugesellschaft WoBeGe zur Privatisierung übertragen. Viele der Häuser und Wohnungen im Quartier wurden verkauft und sind heute in privatem Besitz. 2008 flossen knapp zehn Millionen Euro in die Sanierung des Mietbestandes.

Foto Galerie

Grüne Vorstadtsiedlung in der Großstadt, Fliegerviertel,Tempelhof, 12101 Berlin

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