Das ist jetzt in aller Munde

Top 10: Die Food-Trends 2019

Top 10: Die Food-Trends 2019
Sushi geht immer! Neuerdings auch vegan wie im "Secret Garden" in Friedrichshain.
Alkoholfreier Alkohol, glutenfreies Brot und noch mehr Zero Waste. 2019 bringt eine spannende Mischung an Food Trends in Berliner Restaurants und Supermärkte.

Alkoholfreier Alkohol

Erst war es die gelungene alkoholfreie Getränkebegleitung, die in Berlin im Restaurant Horváth berühmt wurde und dafür sorgte, dass man auch noch der Schweineblutpraline zum Schluss die volle unbenebelte Aufmerksamkeit schenken konnte. Jetzt kommt der Wein zurück ins Glas. Allerdings ohne Alkohol. Grüner Veltliner und Sekt schmecken neuerdings mit Null Promille zum Essen. Die Berliner Firma Kolonne Null verspricht Noten von grünem Apfel, Edel-Pflaume und weißem Pfeffer. Nicht im Angebot haben sie dagegen den Kater am Morgen danach. Bekommst du u.a. bei Mein Hoffi.

Sharing Food

„Seid ihr das erste Mal bei uns?“, fragt die Kellnerin im Night Kitchen. „Ja“. „Soll ich euch unser Family-Style-Menü erklären?“ Braucht sie nicht. Denn ungefähr jeder neue Laden, der in Berlin was auf sich hält, stellt diverse Tellerchen auf den Tisch, die sich alle Gäste teilen. Das nennt sich dann mal „Sharing“ oder „Social Menü“ und ist am Ende immer perfekt für die Extraportion Geselligkeit und das Probieren vieler verschiedener Gerichte. Nur wer Lust auf ein bestimmtes Gericht für sich ganz alleine hat, sollte vor dem Besuch besser Karte und Konzept checken.

Bekömmliches Brot

Wer was auf sich hält, isst längst Sauerteigbrot. Sogar Pizza wird neuerdings damit gemacht (im Gazzo in Neukölln). Neben dem intensiven Geschmack geht es beim Teig darum den Magen zu schonen. Wer allerdings mit Weizen generell ein Problem hat, musste oft darauf verzichten. Bis jetzt. In Charlottenburg backt Ava Celik in ihrer Brotmanufaktur Area  auf Bestellung glutenfreies Sauerteigbrot, in dem zum Beispiel Schnittlauch, Bier, Cheddar und schwarzer Sesam landen. Und die Bäckermeisterin Christa Lutum setzt in ihrer Bäckerei auf leckere Backwaren aus Dinkel und Roggen.

 

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Ein Beitrag geteilt von AERA | Ava Celik (@aera_bread) am Okt 30, 2018 um 12:04 PDT

Monothematische Bars

Klar gibst du dir auch immer noch gern in der klassischen Bar die Kante. Wenn du aber eindeutige Vorlieben hast, kannst du dir jetzt immer öfter die richtige Spirituose aussuchen, mit der es den ganzen Abend berauschend wird. Neben diversen (Natur-)Weinbars und Craft Beer-Läden geht das neuerdings ganz wunderbar im House of Gin in Charlottenburg und dem Rum Depot in Schöneberg.

Cookie Dough

Rohen Keksteig naschen und keine Bauchschmerzen kriegen? Gibt’s! In Berlin sogar in einem eigenen Laden, der Spooning Cookie Dough-Bar. Dort bekommst du so funky Sorten wie „Caramel ’n‘ Salt“ oder „Chococlate Birthday“. Alle ohne Ei und Backpulver, manche auch vegan. Und das Beste: Neuerdings kriegst du die Becher auch im Supermarkt, eine zweite Filiale hat eben erst in Stuttgart eröffnet und mit Oh my Dough gibt es natürlich schon die ersten Nachahmer.

Vegane Version

Auf tierische Produkte verzichten ist in und macht Sinn. Deshalb setzen immer mehr Läden auf beliebtes (Fast) Food in veganer Variante. Bei Swing Kitchen und Vincent Vegan landen statt Rinderhack Soja, Seitan und Tofu im Bun. Und sogar Sushi isst du neuerdings in tierfreier Version. Bei Secret Garden setzen sie auf schwarzen Reis im Algenröllchen, genauso wie auf biovegane Dumplings mit Matcha-Pesto und Rote-Bete-Reisnudeln in Sommerrollen.

 

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Ein Beitrag geteilt von Vincent Vegan | Eat different (@vincentveganofficial) am Nov 24, 2018 um 1:59 PST

Natürlich Naturwein

Mit Wein ist es wie mit Bier. Das trinkt man längst ausschließlich als Craft. Wer ordinäres Pils bestellt, wird oft schräg angeguckt. „Haben wir nicht.“ Und auch klassische Tropfen sucht man immer öfter vergeblich auf der Karte. Das Kreuzberger Cocktailbistro Wagner bietet recht hochpreisigen Wein im 0,12 Liter-Glas an – „natural of course“. Das La Malo in Neukölln serviert zu französischer Küche Naturweine, die „nichts anderes als die reinen Trauben enthalten“ und das neu eröffnete Barra hält sich an „low intervention wines“ und „craft beers“. Was sonst?

Lecker Levante

Shakshuka, Hummus und Co. haben in Berlin natürlich schon längst ihren festen Platz auf den Speisekarten der Stadt eingenommen. Der Trend stellt sich jetzt aber immer breiter auf. Angefangen bei schicken neuen Adressen wie dem Layla, das klassische, israelische Gerichte mit lokalen Zutaten mixt und dem Prism, das sogar passende Weine aus der Region anbietet. Bis hin zum komplett koscheren Angebot von Bobbe und der Imbissvariante im Aleppo Supper Club, der auch Catering anbietet.

Essbare Strohhalme

Mit dem neuen Einweg-Plastik-Verbot der EU sind die Zeiten des ordinären Strohhalms gezählt. Wer in seinem Drink trotzdem nicht darauf verzichten möchte, greift jetzt zum „Superhalm“ der Firma Wisefood. Sie produziert „nachhaltige Trinkhalme zum Anbeißen“. Denn hergestellt werden sie aus Trester, dem Abfallprodukt der Apfelsaft-Herstellung. Somit sind sie essbar, wasserlöslich, kompostierbar und bleiben eine Stunde stabil.

 

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Ein Beitrag geteilt von Superhalm® (@wisefood.de) am Okt 9, 2018 um 10:17 PDT

Zero Waste

Berlin will Vorreiter sein und Zero-Waste-City werden. Top-Idee, schließlich sind die Deutschen mit jährlich 220 Kilo Verpackungsmüll pro Kopf europäischer „Spitzenreiter“. Also packen wir’s an! Das fängt bei dir, deiner Mülltrennung und dem Mehrwegbecher an. Und hört beim Handel und der Gastronomie auf, die erfreulicherweise parallel nachziehen. So kaufst du mittlerweile günstig in den drei Lebensmittel-Retter-Läden von SirPlus ein, verzichtest bei Original Unverpackt auf Einweg-Müll oder freust dich über das neue, zweite Zero-Waste-Café von Isla Coffee.

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