Ausstellung im Bezirksmuseum

Große Fotos von großen Häusern

Große Fotos von großen Häusern
Das Bezirksmuseum liegt in Alt-Marzahn, dem sehenswerten früheren Dorfkern. Zur Foto-Galerie
Alt-Marzahn - Das Bezirksmuseum hat bis zu elf Meter lange Panoramabilder der im Bau befindlichen Großsiedlungen von Marzahn-Hellersdorf aus den 70er und 80er Jahren aus dem Archiv geholt. In der Sonderausstellung wird dank der Aufnahmen ein besonderer Blick auf die landschaftlichen Veränderungen möglich, die die Bautätigkeit mit sich brachte.

Im alten Dorfkern könnte man die Hochhäuser der Umgebung für einen Moment vergessen – bis der Blick über die niedrigen Gebäude von Alt-Marzahn hinweg in die Ferne schweift. Doch auch im Bezirksmuseum, gelegen auf der grünen Dorfaue, widmet sich die aktuelle Ausstellung „Soweit das Auge reicht“ vor allem den Großsiedlungen, für die der Bezirk bekannt ist. Die Museumsmacher haben aus dem riesigen Fotobestand ihres Archivs hauptsächlich Bilder aus der Entstehungszeit der Neubaugebiete ausgewählt.

Passend zum Untertitel der Ausstellung – „Marzahn-Hellersdorfer Panoramen“ – fokussiert diese sich auf großwinklige Aufnahmen, die teils von Profis, teils von Laien angefertigt wurden. Die Zeitspanne ihrer Entstehung reicht von der zweiten Hälfte der 1970er bis zum Anfang der 1990er Jahre. Herzstück der Schau sind vier Großpanoramen, die zwischen fünf und elf Meter lang sind. Auf ihnen wird die Einbettung der noch unfertigen Siedlungen in die flache märkische Landschaft östlich von Berlin besonders eindrücklich dargestellt. Durch den weiten Blick, der Bäume und Felder ebenso einschließt wie die emporwachsenden Häuser, bekommt der Besucher eine Idee vom Gestern und vom Morgen der Gegend.

Blick vom Berg

Mehrere der Bilder wurden vom Kienberg, dem mit gut 102 Metern zweithöchsten Hügel Marzahn-Hellersdorfs, aufgenommen, andere von Hochhäusern oder vom Boden aus. Neben den Großpanoramen gibt es Fotos in normalen Bilderrahmen. An der Szenerie der verschneiten Marzahner Promenade bleibt das Auge länger hängen, so viel winterliche Verlassenheit strahlt es aus. Doch es gibt auch belebte Szenen aus der Vor- und Nachwendezeit zu sehen: Spaziergänger mit Hund oder Paare auf dem Kienberg.

Die Zahl der Exponate von „Soweit das Auge reicht“ ist überschaubar – schließlich nehmen die großen Panoramabilder viel Platz ein. Doch sie reicht vollkommen aus, um einen Eindruck vom landschaftlichen Wandel zu bekommen, der mit der Entstehung der heutigen Ortsteile Marzahn und Hellersdorf einherging. Selbst viele langjährige Bewohner des Bezirks dürften Aufnahmen dieser Art noch nicht gesehen haben.

Die Ausstellung „Soweit das Auge reicht – Marzahn-Hellersdorfer Panoramen“ ist noch bis 20. April im Haus 1 des Bezirksmuseums Marzahn-Hellersdorf zu sehen. Geöffnet ist sie montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Foto Galerie

Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin

Telefon 030 54790921
Fax 030 54790920

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Ausstellung Montag bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr | Sonntag von 11:00 bis 17:00 Uhr

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