Kleinigkeiten im Bricole

Neu in Prenzlberg: Berlins erste Hors d'œuvre-Bar

Neu in Prenzlberg: Berlins erste Hors d'œuvre-Bar
Wie viele "Kleinigkeiten" dürfen es denn heute für dich sein? Im Bricole gibt's neun zur Auswahl, übrigens auch immer was für Veganer und Vegetarier! Zur Foto-Galerie
Im Bricole gibt’s Tapas auf Französisch im schönen Helmholtzkiez. Eröffnet vom ehemaligen Borchardt-Kellner Fabian Fischer. Das klingt nach: Müssen wir unbedingt ausprobieren! Ein Acht-Gang-Menüabend der Extraklasse.

Wer französisch essen geht, darf nicht allzu zimperlich sein, was den Verzehr von Froschschenkeln, Entenstopfleber & Co. angeht. Sind wir froh, dass das Bricole da nicht wirklich in die Vollen geht. „Es ist französische Küche„, erklärt der Geschäftsführer Fabian Fischer, der hier auch ganz entspannt die Gäste bedient. „Aber die Gerichte sind international interpretiert und immer mit einem Hauch Berlin versehen.“

Saisonal und regional muss es passen. Das Besondere: Auf der wöchentlich wechselnden Karte stehen keine Hauptspeisen, sondern neun Gerichte, die alle in der gleichen Größe daherkommen. Keine Sorge: Die Portion ist von der Größe nicht so klein, dass du sie suchen musst. Von drei Tellern wirst du wirklich ordentlich satt. Zwei Teller kosten 18 Euro, drei gibt es für 26 und vier für 34 Euro. Wir haben uns mal durchprobiert.

Eines unserer Highlights, bei dem die Komposition bis in den kleinsten Geschmacksnerv passte, waren die gebackenen Beeten an Ziegenkäse-Espuma mit Maiscrème und Sauerampfer. Das geräucherte Forellenmousse mit gebeiztem Eigelb war herrlich klar, cremig und nicht zu schwer. Und in die schön kräftige Bouillabaisse hätten wir uns reinlegen können. Küchenchef Steven Zeidler (Restaurant Schatz) macht alles richtig, würden wir sagen. 

Kleine Häppchen im Sitzen

Gekonnt zu den Gängen waren auch die gereichten Weine, insbesondere der trockene Rosé vom Weingut Knipser aus der Pfalz und der Grauburgunder Juwel aus Rheinhessen. Bei den Weinen hält man sich also auch nicht strikt ans französische Konzept. Wer will, der trinkt hier einfach ein Craft Beer zum individuellen Menü. Bloß nicht zu viel Chichi!

„In Paris gibt es ‚echte‘ Hors ­d’œu­v­re-Bars mit einem langen Tresen in der Mitte, von dem aus die kleinen Häppchen gereicht werden. Man isst da im Stehen“, erklärt der erst 28-jährige Fabian seine Idee. „Das Konzept fand ich gut, aber genauso konnte und wollte ich es nicht für Berlin übernehmen.“

Fabian Fischer: "Gehobenes Niveau, aber nicht abgehoben im Service". ©Bricole

Deshalb darf im Bricole entspannt gesessen werden. Lichtkonzept und Raumgestaltung schaffen eine so gemütlich-heimelige Atmosphäre, dass man nach dreieinhalb Stunden immer noch nicht den Drang verspürt, endlich mal den Heimweg anzutreten. Brigitte Bardot prostet einem auf einem großen Schwarz-Weiß-Foto gegenüber einfach zu elegant zu. Und dann noch diese außergewöhnliche – weil von schwarzem Sesam tatsächlich komplett schwarze – Crème Brûlée auf dem schicken Holztisch aus Indonesien. Da fällt uns eigentlich nur noch eines ein, und verzeih uns die Plattitüde: oh là là.

Foto Galerie

Bricole, Senefelderstraße 30, 10437 Berlin

Telefon 030 84421362

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Dienstag bis Samstag von 17:30 bis 23:00 Uhr

Bricole

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