Luisenkirchhöfe

Das Alpinum: ein besonderer Ort der Ruhe

Christus am Kreuz inmitten einer Hügellandschaft mit Sträuchern und Steinen auf Friedhof
Das Alpinum auf dem Friedhof der Luisenkirchhöfe ist an eine Südtiroler Pflanzengesellschaft angelehnt.
Auf einem Friedhof in ist eine ganz besondere letzte Ruhestätte entstanden. Wir sprachen mit Thomas Höhne, Verwalter und Landschaftsarchitekt der Luisenkirchhöfe.

Sie haben auf den Luisenkirchhöfen viele traditionelle Gräber, aber auch Flächen für alternative Bestattungen…

Die größte Fläche wird immer noch von den traditionellen Grabstellen eingenommen. Wir sehen aber eine starke Hinwendung zu alternativen Angeboten. Es hat vor gut 25 Jahren mit dem Friedwald angefangen. Der Haken ist vielleicht, dass man weite Wege auf sich nehmen muss. Auf den historischen Friedhöfen bilden die alten Alleen einen wunderbaren gestalterischen Rahmen, um mal etwas anderes zu machen. Wir haben vor elf Jahren angefangen mit dem Buchenhain als innerstädtische Friedwald-Alternative. Später kamen der Lindenhain und die Kiefernheide dazu, der Ölberg, der Lichtwald und jetzt das Alpinum.

Das Alpinum haben Sie im Frühjahr 2019 eröffnet. Was steckt dahinter?

In Südtirol gibt es eine Pflanzengesellschaft, den Lärchen-Zirben-Heidewald. Die Zirben vergesellschaften sich gerne mit Lärchen und bilden helle, offene Landschaften, die sonnig sind und deswegen die Heide wachsen lassen. Das haben wir hier nachgestaltet. Wir haben auch andere Elemente der Alpen integriert, die Trockentäler mit großen Findlingen und Kies. Wenn man hier sitzt, auf einer Bank im Trockental, und den Hummeln und Bienen lauscht, die sich an den Pflanzen erfreuen, dann ist das atmosphärisch ein ganz besonderer Ort. Ab Februar blüht die Heide. Dann folgt der „Almrausch“, der so heißt, weil die Alpenrosen gleich hängeweise blühen.

Wie läuft das ab, wenn man sich entscheidet, hier im Alpinum jemand zu bestatten?

In den Randbereichen sind Sargbestattungen möglich, die Mitte der Fläche ist für Urnenbeisetzungen gedacht. Die Angehörigen werden von mir zunächst beraten. Ich versuche, ihnen die Atmosphäre nahezubringen, erläutere das Konzept. Vielen reicht aber auch die Bildsprache – der Ort spricht für sich. Sie können sich die Grabstelle selber aussuchen, wenn sie wollen, auch alleine. Wenn der ausgesuchte Platz in Ordnung ist, findet dort die Beisetzung statt.


Luisenkirchhöfe, Fürstenbrunner Weg 37-67, 14059 Berlin

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