Kiez-Serie

Darum ist es in Friedrichsfelde am schönsten

Darum ist es in Friedrichsfelde am schönsten
In Friedrichsfelde gönnt man sich im Sommer Urlaub auf Balkonien
In Lichtenberg gibt es nur langweilige Plattenbauten und Rentner? Weit gefehlt! Hier sind acht gute Gründe für jeden Berliner, den Horizont einmal nach Osten zu erweitern und Friedrichsfelde eine Chance zu geben.

1. …weil man hier ruhig wohnen kann, ohne den Anschluss zu verlieren. Zugegeben, Friedrichsfelde ist kein Szene-Viertel – hippe Cafés und Nachtleben sucht man hier vergebens.  Mit der U5 ist man allerdings ganz schnell am Alexanderplatz, und auch der Partykiez rund um die Warschauer Straße liegt nicht weit entfernt. Wer es also im Alltag etwas lauschiger und am Wochenende etwas aufregender mag, wird sich hier wohlfühlen.

2. …weil es sich auf dem Wochenmarkt einfach am schönsten einkaufen lässt. Auf dem Heinrich-Dathe-Platz findet man montags und donnerstags alles von frischem Obst und Gemüse bis hin zu regionalem Honig und leckeren Antipasti.

3. …weil es hier so schön grünt. Von wegen graue Betonplatte – zwischen den Neubauten liegen unzählige Parkanlagen, die den Kiez zu einer kleinen Oase machen. Und wer es noch eine Nummer größer haben will, der steigt in die U-Bahn und ist in einer Viertelstunde am 43 Hektar großen Landschaftspark Gärten der Welt in Marzahn.

 

Blick über eine Hecke in einen kleinen Garten mit bunten Blumen. Im Hintergrund Bäume und eine Hauszeile.

In kleinen Gärten wie diesem in der Splanemann-Siedlung kann man den Sommer genießen.

 

4. …weil der Tierpark direkt vor der Haustür liegt. Vor allem im Sommer ist er das Ausflugsziel schlechthin. In dem weitläufigen Park, der übrigens mehr als viermal so groß ist wie der Zoologische Garten, findet man auch nach vielen Besuchen immer noch unbekannte Ecken. Besonderes Highlight: der begehbare Vari-Wald, in dem die Lemuren ganz frei herumlaufen können und auch gerne mal auf Kuschelkurs gehen!

5. …weil man hier so viele Kontakte knüpfen kann. Zusammenhalt in der Nachbarschaft macht bekanntlich aus einer Wohngegend erst einen richtigen Kiez. Ob in Nachbarschaftstreffs oder den unzähligen Hobbygruppen – überall kann man interessante Menschen treffen und sich austauschen. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es hier Orte, um gemeinsam Projekte anzugehen oder einfach nur abzuhängen, zum Beispiel das Jugendfunkhaus oder den Eastsideclub.

6. …weil man hier überall Street-Art-Perlen findet. Bei jedem Spaziergang entdeckt man neue Kunstwerke, wie zum Beispiel einen Dschungel, der sich über zwei Hauswände rankt. Ein Hochhaus am U-Bahnhof Tierpark schmückt ein beeindruckendes, 30 Meter hohes Werk, dass mit seinem 3D-Effekt an Wassertropfen erinnert. Unser Favorit ist allerdings das knallige Steampunk-Einhorn, das sich in einer unscheinbaren Nebenstraße versteckt.

 

Ein Graffiti-Kunstwerk, welches ein mechanisches Einhorn vor einer Sonne zeigt.

Dieses ausgefallene Kunstwerk ziert die Rückseite eines Kindergartens.

 

7. …weil die Mieten hier bezahlbar sind. Die steigenden Mietpreise sind ja bekanntlich eines der Lieblings-Nörgelthemen der Berliner und niemand glaubt noch daran, eine erschwingliche Wohnung zu finden. In Friedrichsfelde stehen die Chancen allerdings ganz gut, denn hier gehören große Teile des Wohnraums verschiedenen Genossenschaften. Die sorgen für faire Mietpreise und schützen vor überzogenen Mieterhöhungen.

8. …weil hier mehr Geschichte schlummert als man auf den ersten Blick annimmt. Die Splanemann-Siedlung im Süden von Friedrichsfelde wurde bereits in den 1920er Jahren erbaut und ist damit die erste und älteste Plattenbausiedlung Deutschlands. Komplett in Rot sind diese historischen Bauten ein echter Hingucker, erinnern aber wenig an das, was wir heute als klassischen Plattenbau kennen.

 

Eine rote, zweistöckige Hausfront mit kleinen Bäumen und einer kniehohen Hecke.

Auffällig unauffällig: Die knallroten Häuser der Splanemann-Siedlung sind alle nach dem gleichen Muster gebaut.

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