• Dienstag, 10. Dezember 2013
  • von Kevin Grünstein

Spenden für Spielplatzgerüst

Der Drache von Friedrichshain

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  • Drache Scheinerstraße
    Hinter der Umzeugung nur eine alte Echse im Sand. Der Drache aber mal die Hochburg kindlicher Phantasien - und könnte es wieder werden. Foto: externe Quelle - ©Drachenretter, https://www.facebook.com/drachenretter
  • Drachenrauchfest
    Der süße Flyer versteckt ein wenig, wie imposant der Drache in der Schreinerstraße doch ist. Über vier Meter hoch bäumt sich das erkletterbare Gerüst auf. Foto: externe Quelle - ©www.drachenretter.de
  • Drache Schreinerstraße Drachenretter
    Ein wenig aus der Zeit gefallen wirkt das alte Klettergerüst. Gerade das macht den Drachen aber so sympathisch. Ein Spielgut, wert zu erhalten. Foto: externe Quelle - ©Drachenretter, https://www.facebook.com/drachenretter

Samariterviertel - Seit Oktober spuckt der alte Drache auf dem Spielplatz in der Scheinerstraße keine kleinen Kinder mehr aus. Er ist abgesperrt und wartet vergeblich auf seine nötige Generalüberholung. Die Anwohner sind nun Feuer und Flamme, das alte Klettergerüst mit einem Spendenaufruf wieder abenteuerreif zu machen.

Noch schlummert der Drache. Im Käfig aus Bauzäunen von der kindlichen Außenwelt abgeschnitten, fristet das altersschwache Spielplatzfossil ein trauriges Dasein. Im Oktober 2013 sah sich der Bezirk genötigt, das Spielgerüst aus Sicherheitsgründen abzusperren - zu marode wurden die Planken des 14 Jahre alten Gerüsts, zu viele Mängel an den Holzaufbauten wurden offenbar. Instandgesetzt ist die markante Echse aber bis heute nicht.

Den guten Nachbarn findet man im Netz

Polly & Bob

Friedrichshain
146 weitere Spielplätze muss der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg warten. Die Instandsetzung aller Mängel aller Spielplätze sprengt das Budget. Das ist einerseits schade, andererseits nicht unabänderlich. Der hölzerne Drache mit seinen nach links und rechts abgehenden Rutschen, mit den mintgrünen Holztreppchen und den roten Zacken hat nämlich ein paar Freunde. Die Nachbarschaft im Samariterviertel hat das alte Gerüst jedenfalls dermaßen lieb gewonnen, dass sie einen kleinen Spendenmarathon aufziehen. "Drachenretter" nennt sich die Initiative und den Drachen zu retten, das funktioniert am Besten mit einem Pott Gold.

Der Pott ist digital abrufbar, soll am Ende gut die Hälfte der Kosten für eine nötige Instandsetzung decken - 80.000 von grob geschätzt 150.000 Euro. Ein ambitionierter Plan, denn noch befinden sich die Ersparnisse im dreistelligen Bereich. Da dürfte es besonders hilfreich sein, mit dem morgigen "Drachenrauchfest" ein paar neue Gesichter in die Problematik einführen zu können. Ab Nachmittag steigt Rauch auf über der Schreinerstraße, Glühwein und Kuchenbasar auf dem Spielplatz lassen die Nachbarschaft zusammenwachsen und sich vernetzen.

Streifzug durch das Samariterviertel

Die Drachenretter haben schon gemerkt: Von alleine wird sich nichts um den Drachen bewegen. Die Eltern retten ihn, damit die Kinder den Drachen wieder reiten können.

Mehr als Glück wünscht man den Drachenrettern hier. Oder man kommt am 11.12 zwischen 16:00 und 19:00 Uhr in der Schreinerstraße zum Drachenrauchfest vorbei.

Adresse

Schreinerstraße 25
10247 Berlin

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Quelle: QIEZ
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