• Dienstag, 29. Januar 2013
  • von Nikolaus Triantafillou

Ausstellung in der Galiläakirche

Junger Widerstand gegen Nazis

  • Herbert Baum
    Der jüdische Kommunist Herbert Baum engagierte sich schon mit Anfang 20 gegen den Nationalsozalismus und scharte andere junge Mitstreiter um sich. Foto: externe Quelle - ©Jugend[widerstands]museum Galiläakirche

Die Ausstellung "Herr Keuner sagt Nein" dokumentiert ab 30. Januar in der Friedrichshainer Galiläakirche, wie sich Jugendliche und junge Leute nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten gegen deren Regime auflehnten. Einen Schwerpunkt bildet der Widerstand in Friedrichshain und Ost-Berlin.

Am 30. Januar jährt sich die durch Paul von Hindenburg vollzogene Ernennung Adolf Hitlers zum deutschen Reichskanzler zum 80. Mal. Aus diesem Anlass eröffnet das Jugend[widerstands]museum genau an diesem Tag seine neue Ausstellung "Herr Keuner sagt Nein". Sie beschäftigt sich mit den vielen Facetten des Widerstands gegen die Nationalsozialisten gerade von jungen Menschen.

Es waren unterschiedlichste Gruppen und Einzelpersonen, die sich trotz des enormen persönlichen Risikos gegen die Nazis zur Wehr setzten. So verschieden wie ihr Hintergrund waren auch ihre Motive - politische, religiöse oder ethische Beweggründe spielten eine Rolle. Die Ausstellung legt besonderes Augenmerk auf den jungen Widerstand vor Ort, in Friedrichshain und im Osten Berlins. Sie informiert über die Gruppe um Herbert Baum, die vor allem aus links orientierten jüdischen Jugendlichen bestand. In den Dreißigerjahren fiel diese Gruppe vor allem durch das Verteilen von Flugblättern auf; später half Baum aktiv jüdischen Zwangsarbeitern und von der Deportation bedrohten Juden.

Pazifisten und Kommunisten

Weitere Akteure, die die Ausstellung vorstellt, kommen aus der Arbeiterbewegung, der Bekennenden Kirche oder von den Zeugen Jehovas. Sogar ehemalige Schülerinnen und Schüler der Rütli-Schule waren beteiligt. Das Spektrum der Aktionen reichte vom Verfassen von Flugblättern bis zu Brandanschlägen gegen Nazi-Einrichtungen. Viele der Widerständler überlebten ihren Einsatz für die Freiheit nicht.

Neben der Ausstellung "Herr Keuner sagt Nein" zeigt das Jugend[widerstands]museum in seinen Räumlichkeiten in der Galiläakirche eine weitere Dauerausstellung zu Jugendwiderstand und -opposition in der DDR. Träger des Museums ist die Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft e.V., die sich in der Sozialarbeit engagiert. Zur Eröffnung von "Herr Keuner sagt Nein" am 30. Januar um 18 Uhr tritt im Rahmenprogramm der Liedermacher Stephan Krawczyk auf.

Die Ausstellung "Herr Keuner sagt Nein" eröffnet am 30. Januar. Sie soll dauerhaft im Jugend[widerstands]museum in der Galiläakirche und an anderen Orten zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

Jugend[widerstands]museum Galiläakirche

Rigaer Straße 9-10
10247 Berlin

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Quelle: QIEZ
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