Ein Besuch im Fritz 101

A zünftige Mahlzeit

Seit Februar 2012 Anlaufstelle für Touris wie Berliner, die auf deftige Kost stehen.
Seit Februar 2012 Anlaufstelle für Touris wie Berliner, die auf deftige Kost stehen. Zur Foto-Galerie
Sich an nasskalten Abenden an deftigem Essen zu laben, ist nicht die schlechteste Idee. Deshalb haben wir dem Fritz 101 direkt am Bahnhof Friedrichstraße in Mitte mal einen Besuch abgestattet - Münchner-Brauhaus-Feeling inklusive.

Musik wie „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ oder „Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen“ dürfen einen nicht abschrecken – dafür gibt’s im Fritz 101 geballte Gemütlichkeit. Holz, wohin das Auge reicht, blau-weiß karierte Stoffservietten, jede Menge Bierfilzl (wie der Münchner sagt) und selbst die Service-Kräfte in zünftiger Karo-Tracht. Dabei stammt das Konzept aus der Feder des berühmten Borchardt-Machers Roland Mary. Dieser hatte an der gleichen Adresse vier Jahr lang versucht, seinen Edelitaliener San Nicci als Promi-Restaurant zu etablieren. Im April letzten Jahres machte er dicht, weil es eben nicht so lief, wie es sollte.

Von fehlenden Gästen kann im Fritz keine Rede sein. Selbst an einem normalen Mittwochabend ist es definitiv besser zu reservieren. Schließlich finden sich hier auch gern ganze Touri-Gruppen ein, die Brauhaus-Feeling bei regionaler Küche live erleben wollen. Der Trubel tut der Nettigkeit des Services keinen Abbruch, nur etwas seltener wird man mit Aufmerksamkeit bedacht.

Grillhax’n, Currywurst & Co.

Wildschweinbraten
Auf der Karte stehen jede Menge Hausmannskost-Gerichte, von Grillhax’n mit Bayrisch-Kraut (für 13,50 Euro) über Ochsenbäckchen (für 16,50 Euro) bis hin zu Currywurst mit hausgemachter Sauce (für 8,50 Euro) oder Badischem Flammkuchen. Übrigens: Wer an Weihnachten oder kurz vorher traditionell Gans genießen möchte, kriegt diese ganz ofenfrisch auf den Teller.

Nach langem Herumüberlegen haben wir uns entschieden: Der Wildschweinbraten liegt superzart auf der Zunge, die Portion beinhaltet reichlich Fleisch, Rotkohl und einen Hausmacher Kloß (für 21,50 Euro), während das Ragout von geschwenkten Waldpilzen mit geschmälztem Semmelknödel (für 8,50 Euro) bei all den Fleisch- und Wurstleckereien eine echte Alternative für Vegetarier darstellt. Die Portion ist ordentlich mit schön dicker, vollmundiger Sauce.

Fazit: Hierher kommen wir gern wieder – weniger zum Schunkeln und Radler trinken, sondern um richtig gutes deutsches Essen zu genießen.

Fritz 101, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin, www.fritz101.de

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Foto Galerie

Fritz 101 - GESCHLOSSEN, Friedrichstr. 101-102, 10117 Berlin

Telefon 030 306454980
Fax 030 306454989

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Montag bis Sonntag ab 11:00 Uhr

Hier wird in uriger Wirtshaus-Atmosphäre geschmaust.

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