Neuköllner Nightlife-Institution schließt

Das Fuchs & Elster ist bald Geschichte

Das Fuchs & Elster ist bald Geschichte
Vom Interieur her erinnert das Fuchs & Elster ein wenig an die Open-Air-Schwester Klunkerkranich.
Weserkiez – Einer der bekanntesten Orte des Nord-Neuköllner Nachtlebens schließt zum Jahresende dauerhaft seine Pforten. Jetzt werden Nachmieter für die Räume in der Weserstraße gesucht.

Das Fuchs & Elster ist eine jener Locations, die den Ruf von Nord-Neukölln, Reuter- und Weserkiez prägten. Die Mischung aus Bar, Keller-Club und Restaurant – letzteres kam 2014 hinzu – zog bald ein internationales Publikum an und auch die Hipster, für die die Gegend berühmt ist. Ende 2016 endet somit eine Ära, denn das Fuchs & Elster macht dicht. Grund sei die Trennung der beiden Inhaber Robin Schellenberg und Dorle Martinek, war zu hören. Doch Schellenberg versichert gegenüber QIEZ, man wolle sich lediglich mehr auf den Klunkerkranich konzentrieren.

Dieser ist das wohl bekannteste gemeinsame Projekt der beiden. Der Dachgarten auf dem obersten Parkdeck der Neukölln Arkaden mit Barbetrieb, Konzerten und anderen Events gilt als sehr rentabel. Ihn werden Schellenberg und Martinek weiter gemeinsam betreiben.

Weiterführung als Restaurant denkbar

Das Fuchs & Elster in der Weserstraße 207 war jedoch zuerst da. Schellenberg und Martinek hatten das alternative Gemeinschaftsprojekt 2008 initiiert und zusammen mit vielen Helfern in 18 Monaten gemeinsame Flächen zum Wohnen und Arbeiten, eine Bar sowie den Kultur- und Tanzkeller geschaffen. Seit dem Umbau 2014 wurden im neuen Restaurantbereich spanische und italienische Spezialitäten serviert; Partys und Konzerte gab es auch regelmäßig.

 

Ein von Lisa Ruhfus (@lisa_ruhfus) gepostetes Foto am

Ob diese Zeiten nun vorbei sind, steht noch nicht endgültig fest. Denn für die Räumlichkeiten werden bereits Nachnutzer gesucht. Am schnellsten dürfte alles gehen, wenn die Nachmieter die Gastronomie fortführen möchten – Inventar und Lizenz könnten übernommen werden. Doch laut der zuständigen Kommunikationsagentur sind auch andere Nutzungen denkbar, etwa durch Start-ups oder Thinktanks. Es soll also möglichst kreativ bleiben, das Konzept zur Gegend passen und für mindestens fünf Jahre tragfähig sein. Neben den Flächen von Restaurant und Keller-Club stehen auch ein Loft im Hinterhaus und zwei Wohnwagen zur Auswahl.

Wer sich für die Immobilie interessiert, kann sich an freunde@fuchsundelster.com wenden.

Fuchs & Elster, Weserstraße 207, 12047 Berlin

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