Full House

Hertha wieder vollzählig

Pierre-Michel Lasogga ist zurück und war in Wolfsburg beim Torschuss erfolgreich.
Pierre-Michel Lasogga ist zurück und war in Wolfsburg beim Torschuss erfolgreich.
Wenn es für die Hertha in wenigen Tagen an die türkische Mittelmeerküste geht, dann wird Trainer Jos Luhukay auf der einen Seite zu beneiden sein, auf der anderen aber einen superschweren Job haben. Denn das erste Mal in seiner Amtszeit stehen alle Leistungsträger, nein, sogar alle Spieler im Profikader zur Verfügung.

Das ist ein Segen für den holländischen Übungsleiter, kann er doch endlich einmal die Mannschaft formen, die er sich vorstellt. Und die große Tiefe an überdurchschnittlichen Zweitligaspielern, die noch auf der Bank Platz nehmen, wird die möglichen Variationen noch erweitern.

Doch genau hier könnte die ganze Angelegenheit auch zum Fluch werden. Es wird für den Coach ein Drahtseilakt werden, alle Spieler bei Laune zu halten. Bereits in der Hinrunde, als immer wieder 2-3 Spieler aus der Startelf ausfielen, gab es die eine oder andere Unmutsbekundung. So beschwerten sich u.a. Sami Allagui oder auch Ben Sahar über zu viel Zeit auf der Bank.

Nun kehren mit Franz, Kobi, Ben Hatira und nicht zuletzt Lasogga gleich vier Langzeitverletzte zurück, die sicherlich einen gewissen Anspruch stellen und sich nicht 15 Spiele ohne Murren auf die Bank setzen werden.

Volle Auswahl für Luhukay

Ich bin gespannt, wie es Luhukay schaffen wird, die Ruhe im Team zu bewahren. Er ist, auch von seinen bisherigen Trainerstationen her, als Mensch bekannt, der sich nicht scheut, auch einmal unpopuläre Entscheidungen zu treffen und das ist auch gut so. Doch trotzdem muss er versuchen, alle Spieler bei Laune zu halten. Nur so wird es am Ende auch wirklich das von allen erhoffte Happy End geben.

Denn was eine Rückrunde, in der das Mannschaftsgefüge auseinanderbricht und jeder nur noch auf sich schaut, anrichten kann, haben wir, trotz durchaus vergleichbar guter Ausgangssituation, sehr leidvoll in der letzten Saison erfahren müssen. Es müssen alle an einem Strang ziehen, nur so wird man in der nächsten Saison wieder erstklassig spielen können.

Noch ein paar letzte Worte zum vermasselten Test in Wolfsburg. Klar tut das 1:5 weh, aber man muss es auch ein wenig differenziert sehen. Erstens war Wolfsburg bereits weiter in der Vorbereitung, da die Bundesliga am kommenden Wochenende bereits wieder startet. Dazu kommt, dass so ein massiver Dämpfer zu dem Zeitpunkt nicht schaden kann und das ist vielleicht das wichtigste, so schlecht, wie das Ergebnis war, haben wir gar nicht gespielt (laut Augenzeugenaussagen). Wolfsburg war brutal effektiv und hat in der ersten Halbzeit aus vier Chancen drei Tore gemacht, während Hertha doch zu leichtsinnig eigene Chancen vertan hat. Es heißt nun die Fehlerquellen abzustellen und die eigene Effektivität zu verbessern, dann kann so ein Spiel auch gut getan haben.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal
Euer René ‚Mueggi‘ Jünemann
2. Vorsitzender Berliner Jungs OFC

Hertha wieder vollzählig, Olympischer Platz, 14053 Berlin

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