
FC Magnet (Mitte)
Die FC Magnet Bar ist der Klassiker der modernen Fußball-TV-Welt. Entstanden Ende der 1990er als Clubheim für den Verein FC Magnet, wuchs daraus schnell ein Place-to-be für die Fußballfans im gesamten Kiez. Mittlerweile strömen Menschen von nah und fern in die Bar, vor allem bei großen Turnieren wie WM, EM und anderen Pokalspielen führt das zu Platzmangel. Reservierungen werden bei Fußball-Übertragungen nicht entgegengenommen. Also tanzt man sich ein bisschen den Weg frei oder lehnt sich aneinander. Toleranz und Harmonie werden großgeschrieben. Ansonsten gibt es keine Regeln und so finden hier friedlich alle Nationalitäten und Fan-Lager zusammen.

Alles guT (Charlottenburg)
In dieser Charlottenburger Bar geht es immer sportlich zu. Beim Darts, beim Billiard, beim Biertrinken… und beim Fußballgucken. Hier werden nicht nur die großen Turniere gezeigt, sondern auch andere Begegnungen, die in großer Runde auf jeden Fall sehenswert sind. Dass es Augustiner und Tegernseer vom Fass gibt, freut ebenfalls viele Fußball-Fans und andere Gäste. Die Atmosphäre ist freundschaftlich, egal ob man allein vorbeischaut oder als kleine Gruppe kommt. Warum das Alles guT keine Kneipe ist, sondern eine Bar, versteht man, wenn man mal etwas anderes trinkt als Bier. Hier gibt es sehr gute Drinks und Cocktails.

Tante Käthe (Prenzlauer Berg)
Die Kneipe Tante Käthe bietet betreutes Fußballschauen. Die Barkeeper reichen aus therapeutischen Gründen Bier oder Wasser über den Tresen und halten immer einen Spruch bereit, um den Fan aus dem Tief nach einem Gegentor zu holen. Hier laufen Spiele aus der 1. und 2. Bundesliga sowie Europapokal, DFB-Pokal, WM, EM und unregelmäßig sogar Fußballspiele aus der englischen, spanischen und italienischen Liga. Wer selber mal an den Ball will, kann an einem der zehn Kickertische zeigen, was er draufhat. Allerdings werden die Tische an vollen Fußballtagen gesperrt. Die Einrichtung hier ist eher funktional, die Stühle und Sofas stehen immer so, dass man eine der vielen Leinwände im Blick hat. Mehr braucht man ja auch nicht als Fan.

Soulcat Bar (Neukölln)
Musikalisch sieht sich die Soulcat Bar in den 1950er und 60er Jahren verankert. Grundsätzlich kommen die Songs von Vinyl. Oft steht dabei Soul im Fokus, aber auch R’n’B, Beat und Rock’n’Roll erfreuen die Seelen der Bargänger. Die DJs verstehen ihr Handwerk. Der Eintritt ist fast immer frei, Drinks und Co werden ausschließlich cash bezahlt. Beim Fußball hingegen ist das gemütliche Lokal ganz im Hier und Heute. Die Übertragung von Fußballspielen hat Tradition und so steht natürlich auch bei der WM, der EM und anderen wichtigen Turnieren eine Leinwand bereit. Bei gutem Wetter ermöglicht das Team auch Fußballgucken Open Air vor der Bar.

Alois S. (Prenzlauer Berg)
Das Alois S. gehört noch zu den Lokalen, die weit vor der Gentrifizierung den Kiez aktiv mitgestaltet haben. Gründer Lothar Heer legte schon immer viel Wert auf Geselligkeit, die er mit tollen Tapas und coolen Drinks gefördert hat. Auch Fußballfans hat er früh eine Anlaufstelle geschenkt. Den Spielplatz nebenan hat er sogar mitgebaut. So viel Engagement wird belohnt und so ist das Alois S. seit über zwanzig Jahren beliebt. Ob WM, EM, DFB-Pokal oder ähnliche Turniere: Public Viewing ist im Alois S. entspannt und zugleich lebendig. Um es noch einmal zu betonen: Und im Gegensatz zu vielen anderen Fußball-Kneipen ist das Essen hier also wirklich großartig. Früher durfte das Lokal übrigens noch die Eltern auf dem Spielplatz bewirten, bis der Bezirk beschloss, auch hier das freie Berlin zu beschränken und so spießig zu gestalten wie den Rest der Republik. Das stimmt wehmütig, aber Alois S. hilft auch darüber hinweg.

Kaputter Heinrich (Moabit)
Im Kaputten Heinrich scheint die Zeit stillzustehen. Hier wurde sicher schon vor 120 Jahren über Fußball diskutiert, doch heute kann man den Sport mit Bild und Ton direkt vom Tresen aus verfolgen – zumindest, wenn wichtige Turniere per Beamer auf die Leinwand projiziert werden. Andere Spiele werden nur im Hertha-Zimmer gezeigt. In der Kneipe selbst ist auch ohne Fußball immer etwas los, wenn Skat gekloppt oder bei Bier und Omas Rinderrouladen über das Leben philosophiert wird. Das Fassbier kommt klassisch von Schultheiss. Wem das nicht ausreicht, der kann einfach wieder gehen. Hier nimmt man alles gelassen, außer wenn die falsche Mannschaft ein Tor schießt.

Lenau Stuben (Neukölln)
Die Lenau Stuben zählen zu den letzten echten Eckkneipen in Berlin. Früher prägten diese Orte die Kieze, sie standen für lebendige Nachbarschaft, lange Nächte und auch mal für einen gepflegten Absturz. Heute wohnen andere Menschen hier im Weserkiez, doch auch sie wissen es zu schätzen, in den Lenau Stuben ein zweites Wohnzimmer zu finden – eins, in dem einem das Bier gebracht wird, während Fußball läuft. Welche Spiele gezeigt werden, wirst du als Stammgast im Blick haben, denn die Lenau Stuben haben kein Insta, Facebook und Co. Hier gibt es Leben im Jetzt – unter der Discokugel mit einer bierigen Tulpe in der Hand.

Junction Café (Kreuzberg)
Das Junction Café zeigt sich das ganze Jahr über als optimale Anlaufstelle für Fußballgucker. Hier gibt es nicht nur die Bundesliga zu sehen, sondern auch DFB-Pokal-Spiele, Champions League und große Turniere wie WM und EM. Wenn nicht gerade auch noch Tennis oder Handball gezeigt wird, bekommt der sonntägliche TATORT die Chance auf die Großbildleinwand. Obwohl die meisten Fußballfans flüssige Nahrung bevorzugen, kannst du hier auch ordentliche Grundlagen für wichtige Spiele schaffen. Burger, Pommes und Co stehen auf der Speisekarte. Das Ambiente ist eher schlicht gehalten, der Fokus liegt ganz klar auf der Leinwand.

Belushi’s (Mitte)
Als moderne Sportsbar zeigt sich das Belushi’s sehr international. Das liegt natürlich auch daran, dass die Bar zu einer Hostel-Gruppe gehört. Das kann man aber ausblenden, wenn man wirklich eine gute Sicht auf den Bildschirm möchte, der die Spiele zeigt, auf günstige Preise steht, Burger mag und auch sonst eher den „American Way of Spielegucken“ bevorzugt. Die Einrichtung ist überraschend gemütlich, der Service sehr freundlich. Du kannst ungestört von deinem Tisch aus das Fußball-Spiel verfolgen, in großer Runde im Wintergarten mitfiebern oder dich in die Menge stürzen. Du kannst dir übrigens auch einen Platz reservieren. Natürlich läuft im Belushi’s nicht nur bei WM und EM eine Übertragung, auch die Europa League, UEFA Champions League und andere Pokal-Turniere lassen sich auf den modernen HD-Screens verfolgen. Rugby und American Football kannst du ebenfalls live sehen.
Belushi's Berlin, Rosa-Luxemburg-Straße 41, 10178 Berlin
Telefon 030 81453960
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Späti (berlinweit)
Wir wollen hier einfach mal die Spätis hochleben lassen, die mit viel Einfallsreichtum den Fußball unters Volk bringen. Ob WM oder ein entscheidendes Pokalspiel: Plötzlich steht ein Fernseher bereit, ein paar Bänke werden organisiert und das Bier ist kaltgestellt. Mehr braucht man nämlich nicht, um das Spiel zu genießen, egal, ob es um die Meisterschaft oder einen Pokal geht. Noch ein Vorteil der Spätis: Es kommen spontan die unterschiedlichsten Menschen zusammen und es bleibt eigentlich immer friedlich. Was täten wir nur ohne die Spätis! Es wäre schön, wenn sie alle sonntags wieder geöffnet haben dürften.
Hier findet ihr die Top-10-Orte zum Public Viewing der FIFA-Fußball-WM 2026.





