Wilmersdorf
Galerie Contemporary Art Berlin

Ausstellung gegen Rassismus und Homophobie

Ausstellung gegen Rassismus und Homophobie
Slava Mogutin, Jesse a.k.a. Steven at The Cock, 2007, NYC Go-Go series. Zur Foto-Galerie
Fasanenplatz - Die Galerie Contemporary Art Berlin eröffnete am 16. November 2013 ihre Pforten für eine neue Gruppenausstellung unter dem Titel "Take A Walk on the Wild Side - To Russia with Love. And to Lou Reed". Ludwig Heim hat sie für QIEZ besucht.

Der Galerist Egbert Baqué stellt die Werke eines beachtlichen Kreises von Künstlern in seiner Galerie Contemporary Art aus. Nach einer Benefizausstellung für die russiche Punk-Band Pussy Riot Ende letzten Jahres, einigen Einzelausstellungen und einer David-Bowie-Ausstellung in diesem Jahr, die ein großer Publikumsmagnet war, begann er vor ca. vier Wochen mit der Planung einer weiteren Gruppenausstellung. Diese setzt sich mit den Angriffen gegen Homosexuelle in vielen Ländern, mit rassistischen Übergriffen, mit dem Verschwinden von Nadezhda Tolokonnikova, der Frontfrau von Pussy Riot, und mit der Pressezensur in Sotschi auseinander. Und das Interesse vieler Künstler war sehr groß. Neben den Stammkünstlern der Galerie Contemporary Art Berlin wie etwa Wolfgang Neumann, Tim Plamper, Abetz & Drescher, Snapple oder Winston Chmielinsky (New York) werden Arbeiten von Rainer Fetting, Markus Lüpertz und Slava Mogutin (New York) gezeigt.   

Mitten in der Planung erreichte Egbert Baqué die Nachricht vom Tod Lou Reeds, dessen Song „Take A Walk On The Wild Side“ nun titelgebend für die Ausstellung ist. Der Song erzählt von Schwulen und Transvestiten und ihrem Weg des Risikos; sie heißen Holly, Candy, Sugar oder Little Joe. Von Wolfgang Neumann gibt es in der Ausstellung ein Portrait Lou Reeds in Blau und Neumanns erstes bildhauerisches Werk, eine Büste des Singer-Songwriters. Rainer Fetting, einer der Mitbegründer der Neuen Wilden, ist mit vier Werken vertreten, zwei Bildern (darunter das 2 Meter große Bild: „Russian Poet – Slava exposes his ass to the univers““ von 1998) und zwei Plastiken. Maria Magdalena, die Schutzheilige aller gefallenen Mädchen und Prostituierten von Bettina van Haaren ist zu sehen. Ebenso der Heilige Sebastian, Märtyrer und Patron der Schwulen von Giuseppe Gonella als Pendant.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 22. Februar 2014 und ist dienstags bis freitags von 12 bis 19 Uhr und samstags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Foto Galerie

Egbert Baqué Contemporary Art, Fasanenstr. 37, 10711 Berlin

Telefon 030 43910880

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Dienstag bis Freitag von 14:00 bis 19:00 Uhr | Samstag von 12:00 bis 18:00 Uhr

Egbert Baqué Contemporary Art

Screenshot der Website www.berlin-contemporary-art.com

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