Familienzentrum Ritterburg

Ganz Großes für die ganz Kleinen

Ganz Großes für die ganz Kleinen
Das Familienzentrum Ritterburg bietet Familien die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen. Zur Foto-Galerie
Kiez um den Wassertorplatz – Das Familienzentrum Ritterburg erhielt 2014 vom Bundesministerium für Familie und Soziales den Karl-Kübel-Preis für das große Engagement seiner Mitarbeiter für die Kleinen im Kiez. Gemäß dem Sprichwort "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen" setzt man hier auf die gemeinsame Arbeit mit den Eltern und die Vernetzung der Familien untereinander.

„Die Zusammenarbeit mit den Familien macht mir am meisten Spaß. Es ist schön zu sehen, wie Beziehungen wachsen und Freundschaften entstehen“, erklärt die Leiterin des Familienzentrums Ritterburg Fenja Kothe. Die Partizipation und Teilhabe im Kiez seien ihr besonders wichtig. So ist ein Schwerpunkt der Arbeit der 29-Jährigen und ihres Teams auch die Einbeziehung der Eltern in den frühkindlichen Bildungsprozess. „Wir verstehen die Familien als Experten für ihre Belange und als zentrale Akteure in der Gestaltung der Ritterburg“, führt Kothe das Konzept der Einrichtung weiter aus.

Neben Spielmöglichkeiten und einem Eltern-Kind-Treff bietet das Familienzentrum, das sich vor allem an Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 6 richtet, eine Bastelwerkstatt, Deutschkurse, Babymassage, Bollywood-Tanz für Mädchen sowie Saz-Unterricht an. Offene und zielgruppenübergreifende Angebote wie die Familiendisco, die offene Küche, der Fußballplatz und das Trampolin würden im Hause besonders gern genutzt, so Kothe. Die freie Nutzung der Räume spielt dabei eine besonders große Rolle: „Wir vertrauen unseren Besuchern sehr und öffnen unsere Räume. Bei kinderreichen Familien können hier alle zusammen an einem Ort spielen und ihre Freizeit genießen“, erzählt die Sozialarbeiterin.

Bewegungsraum (c) Familienzentrum Ritterburg

Preiswürdiges Konzept

In dem Haus an der Ritterstraße befinden sich aber nicht nur das Familienzentrum, sondern auch eine Kita und eine angrenzende Kinderfreizeitstätte. Der Kindergarten ist eine Integrationskita mit 60 Plätzen. Das ist in einem Kiez, in dem 72 Prozent der Anwohner einen Migrationshintergrund haben, besonders wichtig. Sprachförderung zählt hier zum Alltag. „Die Kinderfreizeitstätte richtet sich an Grundschulkinder und ist so etwas wie ein Nachbarschaftstreffpunkt, sie steht also der gesamten Familie offen. Hier können Kinder im Sommer fünf Tage die Woche kostenfrei und ohne Anmeldung spielen und Gruppen besuchen“, sagt Kothe.

Den ganzheitlichen und inklusiven Grundsatz der Ritterburg, Familien über biographische Übergänge – Geburt, Kita, Schule – hinweg zu begleiten, brachte dem Haus 2014 den 2. Platz des Karl-Kübel-Preises ein. „Darüber haben wir uns als noch sehr junge Einrichtung, die erst seit zwei Jahren existiert, natürlich besonders gefreut“, erklärt die Sozialarbeiterin. Die 20.000 Euro Preisgeld sollen nun in die Umwandlung einer Honorarkraft in eine feste Stelle gehen. Schließlich ginge es in der Ritterburg um Beziehungen. Und Beziehungen lassen sich eben nur mit Menschen bauen.

Träger der Ritterburg ist der Verein Nestwärme, der sich für die Betreuung und Beratung von AIDS-betroffenen Familien, Kindern und Jugendlichen einsetzt. Neben der Ritterburg, betreibt der Verein noch eine Kita in der Wrangelstraße.

Foto Galerie

Familienzentrum Ritterburg, Ritterstraße 35, 10969 Berlin
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