Ratgeber

Der Gaspreis steigt auch in Berlin

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Für Bezieher von Gas brechen schwere Zeiten an. Auf nationaler Ebene war die Einführung der CO2-Steuer im Rahmen der grünen Energiewende ein Meilenstein, der die Gaspreise in die Höhe schnellen ließ. Hinzu stiegen im ganzen Land die Netzgebühren um rund zwei Prozent. Auf internationaler Ebene gab es massive Preissteigerungen um 40 % in zwei Jahren, nachdem die Gaspreise zuvor durch den Fracking-Boom gesunken waren.

Hier macht sich die Abhängigkeit Deutschlands von ausländischen Gasversorgern bemerkbar, denn mangels eigener Gasvorkommen wird 90 % der benötigten Gasmengen importiert. Die Abhängigkeit vom Weltmarkt ist auch politisch ein Problem und äußert sich aufgrund der Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Politik in Implikationen mit Russland und den USA.

Die Reaktion der Versorger

Die meisten Versorger haben bereits reagiert und die Kosten an ihre Kunden weitergegeben. In der Hauptstadt sind die Preissteigerungen beim Gasverbrauch besonders drückend und im nationalen Vergleich mit 9,7 % am höchsten. Für Thorsten Storck, Stromexperte bei Verivox, sind die Preiserhöhungen von 2021 im Gasmarkt erst der Anfang. Vor allem der weitere Anstieg der CO2-Steuer werde zu neuen Anstiegen beim Gaspreis führen. Verivox ist ein anerkanntes Vergleichsportal, das auf Haustarife spezialisiert ist. Kunden können auch Gaspreise bei Verivox vergleichen, zumal die einzelnen Anbieter sehr unterschiedlich auf die erhöhten Kosten reagieren.

Warum sich ein Wechsel lohnen kann

Vergleichsportale wie Verivox bieten Kunden einen guten Überblick über die in der Branche günstigsten und kostspieligsten Anbieter. Sie erkennen auf einen Blick, auf welchem Preisniveau sie bei ihrem Versorger in Relation zur Konkurrenz angesiedelt sind und welche Summen konkret eingespart werden können.

Deutschlandweit gibt es rund 7,8 Millionen Gasheizungen. Aufgrund des hohen Verbrauchs von Gas lohnt sich ein Wechsel ganz besonders, wenn die Umstände einen solchen anzeigen. Dies gilt auch deshalb, weil die Gastarife sich von Anbieter zu Anbieter um bis zu 3 Cent pro kWh unterscheiden können. Bereits ein Wert von 0,6 Cent pro kWh macht sich bei einer durchschnittlichen Familie mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh um 120 Euro in der Jahresbilanz bemerkbar. Insgesamt sind also Einsparungen bis etwa 620 EUR jährlich möglich.

Wie funktioniert der Gasanbieterwechsel?

Auch mit Blick auf den Wechsel der Stromversorger hat die Digitalisierung die Abläufe erheblich erleichtert. Die Technologie der größten Vergleichsportale steckt zudem schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen. Vielmehr handelt es sich bereits um eine ausgereifte Technologie. Die Bedienung beginnt in der Regel mit der Eingabe der Postleitzahl, damit das System direkt die örtlichen Preisbedingungen beim Anbietervergleich berücksichtigen kann.

Es folgen Angaben zum momentanen Stromverbrauch, zum Hausstand und zu persönlichen Präferenzen. Danach werden die günstigsten Anbieter angezeigt, die auf den eigenen Stromverbrauch sowie die eigenen Wünsche zugeschnitten sind. Bonbons in Form von Neukundenbonussen und attraktiven Zusatzbedingungen werden ebenfalls vom Vergleichsportal herausgestellt.

Wer kümmert sich um die Formalien?

Ein Wechsel des Gasanbieters klingt nach viel Bürokratie, aber dies ist ein Bild, das der Vergangenheit angehört. Der technologische Fortschritt hat auch hier für Erleichterungen gesorgt. Außerdem ist der Gasmarkt hart umkämpft und es herrscht ein fruchtbarer Konkurrenzkampf mit Hunderten von Anbietern, die jeweils auf ihre besonderen Alleinstellungsmerkmale beharren und es den wechselwilligen Kunden so leicht wie möglich machen wollen. Die Anbieter buhlen um die Gunst eines jeden Kunden und übernehmen in der Folge sämtliche Formalitäten gleich mit. Der Kunde braucht sich nach dem Anbieterwechsel um nichts mehr zu kümmern und der Wechsel sollte geräuschlos über die Bühne gehen.

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