Morgen verwandelt sich die Zitadelle Spandau wieder in eine mittelalterliche Erlebniswelt: Am 3. und 4. Oktober 2026 steigt dort zum achten Mal das beliebte Gauklerfest. Zwei Tage lang erwartet die Besucher ein prall gefülltes Programm aus historischer Musik, waghalsiger Akrobatik, Gaukelei und Stelzentheater – eingebettet in die eindrucksvolle Kulisse der Renaissancefestung. Als musikalischer Höhepunkt stehen gleich mehrere Auftritte der bekannten Berliner Mittelalterband Corvus Corax auf dem Plan. Dazu zeigen die Flugträumer ihre Kunststücke, die Schmierenkomödianten sorgen für komödiantische Unterhaltung, und das Stelzentheater Hochkant schreitet hoch über den Köpfen des Publikums durch das Festgelände.
Qiez zu Google hinzufügenDen krönenden Abschluss des Bühnenprogramms bildet an beiden Tagen um 18 Uhr eine große Feuershow. Geöffnet ist das Fest jeweils von 10 bis 19 Uhr. Neben den Shows locken außerdem ein historischer Markt mit Händlern, Handwerkern und Tavernen sowie spezielle Angebote für Familien mit Kindern.
Corvus Corax dreimal auf der Bühne – und das ist erst der Anfang
Den prominentesten Platz im Programm nimmt Corvus Corax ein. Die Berliner Mittelaltermusiker betreten an beiden Festtagen gleich dreimal die Bühne: Um 12 Uhr erklingen die ersten historischen Melodien, um 14:15 Uhr folgt der zweite Auftritt, und um 17 Uhr steht das Abendkonzert an.
Zwischen den Musiksets bleibt allerdings keine Langeweile. Die Flugträumer eröffnen bereits um 10:45 Uhr den Markt und präsentieren im Laufe des Tages zweimal ihre Mischung aus Akrobatik und Jonglage. Die Schmierenkomödianten starten um 11:30 Uhr mit ihrer Bühnenshow und bieten nachmittags zusätzlich zwei Märchenstunden an. Das Stelzentheater Hochkant wiederum ist dreimal täglich auf dem Gelände unterwegs und sorgt mit seinen überlebensgroßen Figuren für Staunen.
Um 18 Uhr wird es heiß – die Feuershow als großes Finale
Der spektakulärste Moment des Tages dürfte jeweils gegen Abend kommen: Um 18 Uhr inszenieren die Flugträumer eine große Feuershow, die das Bühnenprogramm an beiden Festtagen beschließt. Vor der historischen Kulisse der Zitadelle dürfte das Flammenspiel besonders eindrucksvoll wirken.
Nach der Feuershow bleibt den Besuchern noch eine Stunde, um über den Markt zu schlendern oder in den Tavernen den Abend ausklingen zu lassen – um 19 Uhr schließt das Gauklerfest seine Tore. Wer also das volle Programm mitnehmen möchte, sollte bereits früh erscheinen.
Bemerkenswert: Anders als beim großen Oster-Ritterfest auf der Zitadelle liegt der Schwerpunkt des Gauklerfests weniger auf Turnieren und stärker auf Straßenkunst, Musik und Markttreiben – die Feuershow passt da als krönender Abschluss perfekt ins Konzept.
Karussell, Riesenrad und Gauklerschule – Mittelalter für die Kleinsten
Das Gauklerfest versteht sich ausdrücklich als Familienfest, und das spiegelt sich im Angebot für jüngere Besucher wider. Auf dem Gelände stehen ein handbetriebenes Karussell und ein ebenso traditionell betriebenes Riesenrad bereit – ganz ohne Strom, dafür mit umso mehr Charme.
Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich in der Gauklerschule ausprobieren und erste Kunststücke erlernen. Für ruhigere Momente sorgen die beiden Märchenstunden der Schmierenkomödianten am Nachmittag, jeweils um 13:30 und 16 Uhr.
Auch beim Eintritt kommen Familien entgegen: Kinder bis einschließlich fünf Jahre betreten das Festgelände kostenlos. Für Sechs- bis 16-Jährige liegt der Preis an der Tageskasse bei 8 Euro, und mit dem Familienticket für 36 Euro sind zwei Erwachsene samt eigenem Nachwuchs bis 16 Jahre dabei.
14 Euro an der Kasse – oder günstiger im Vorverkauf
Eintrittskarten gibt es sowohl online als auch direkt vor Ort. Wer vorab im Internet bucht, spart ein paar Euro: Erwachsene zahlen dann 13 statt 14 Euro an der Tageskasse, Kinder zwischen 6 und 16 Jahren 7 statt 8 Euro. Ermäßigte Tickets für Schüler, Studenten, Gewandete und Menschen mit Behinderung kosten online 10 Euro, vor Ort 11 Euro. Das Familienticket für zwei Erwachsene mit eigenen Kindern bis 16 Jahre schlägt an der Kasse mit 36 Euro zu Buche, online mit 33 Euro. An der Tageskasse wird Bar- und EC-Kartenzahlung akzeptiert.
Kostenlos hinein kommen Kinder bis fünf Jahre – und wer in vollständiger Ritterrüstung erscheint. Ein netter Bonus: Sämtliche Museen und Ausstellungen der Zitadelle, darunter Juliusturm und Kommandantenhaus, lassen sich mit dem Festticket ohne Aufpreis besichtigen. Einzige Ausnahme ist der Fledermauskeller.






