Neukölln
Autobahnausbau A100

Protest auf Rädern

Protest auf Rädern
Gegner des Ausbaus der A100 können sich im August mit Fahrrad oder Skateboard zum Protstmarsch aufmachen.
Auf Rad und Skateboard gegen den Ausbau der A100: Kritiker des Projektes treffen sich im August zu einer Protest-Rundfahrt quer durch Berlin. Im Herbst wird über die Klage von Interessenverbänden gegen das Bauvorhaben entschieden.

Gegen den Ausbau der Stadtautobahn A100 wollen am 26. August Radfahrer und Skater unter dem Motto „Vernunft statt Beton! A 100 stoppen!“ protestieren. Um 15 Uhr können sich alle Unterstützer mit auf die 21,5 Kilometer lange Strecke machen, die vom Roten Rathaus vorbei an Treptower Park und Karl-Marx-Allee führt.

Ins Leben gerufen wird die Aktion von der Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Auch Grüne, Piraten und Linke wollen den Protest unterstützen. Insgesamt sind mehr als zwanzig Organisationen beteiligt und man rechnet mit bis zu tausend Teilnehmern.

Grundsatzentscheidung im September

Im Herbst soll der Weg für den Weiterbau des 3,2 Kilometer langen und mindestens 475 Millionen Euro teuren Autobahnabschnitts zwischen Treptower Park und Neukölln auch juristisch freigemacht werden. Am 27. und 28. September entscheidet das Bundesverwaltungsgericht über eine Klage, die von betroffenen Grundstückseigentümern, BUND und dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg eingereicht wurde. CDU und SPD hoffen auf eine richterliche Zustimmung zum Autobahnausbau. Dann könnten bereits im Herbst die Bauarbeiten beginnen.

Die Gegner des Projektes haben sich derweil gegen ein Volksbegehren entschieden. „Der Fernstraßenbau ist bundesrechtlich geregelt, dagegen können wir vom Land Berlin aus nicht wirksam vorgehen“, erklärt der Grünen-Abgeordnete Harald Moritz. Außerdem müsse man die Erfolgsaussichten kritisch hinterfragen: „In Reinickendorf oder Steglitz-Zehlendorf ist die A 100 zwischen Neukölln und Treptow kein zugkräftiges Thema.“

Alle, die sich trotzdem engagieren wollen, können das bereits am 28. Juli tun. Die umweltpolitische Radwanderung „Tour de Natur“ macht dann Halt am Schlesischen Tor. Dort wird es gegen 17.30 Uhr eine Protestkundgebung gegen die Verlängerung der A100 geben. „Mit 100 bis 150 Teilnehmern“, schätzt Moritz. Vielleicht werden es ja auch einige mehr. (za)

Protest auf Rädern, Grenzallee 40, 12057 Berlin

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