Kolumne Gerlindes Geheimtipps

Frühstück bei Freunden

Frühstück bei Freunden
Mit einem Frühstück bei Allan und seinem Kumpel Philippe geht der Tag richtig gut los. Zur Foto-Galerie
Kollwitzkiez - Gerlinde Jänicke ist Morgenmoderatorin bei 94,3 rs2. In ihrer Kolumne auf QIEZ.de verrät sie jede Woche exklusiv ihre liebsten Orte, besondere Events und  jede Menge mehr. Diesmal: zu Besuch in Allan's Breakfast Club.

Ich glaube nicht, dass es ein Ost-West-Ding ist. Ich glaube, es ist ein Bezirke-Ding. Wenn ich als Zehlendorferin an den Prenzlauer Berg denke, denke ich an glutenfreie Kekse, Soja-Latte, Kinder aus Kitas, die besser Englisch sprechen als ich, und daran, dass es keine Parkplätze gibt.

Aber ich muss heute hin, denn ich habe eine bucket list, eine Liste von Dingen, die ich dringend in Berlin gesehen oder erlebt haben muss. Entweder, weil sie mir jemand empfohlen hat, oder weil ich, wie in Fall von Allan´s Breakfast Club, über den Namen stolpere und ihn einfach hübsch finde. Und wissen möchte, was dahinter steckt.

Also treffe ich mich mit Freunden zum Brunch in der Rykestraße im Kollwitzkiez. Abgesehen davon, dass ich relativ schnell einen Parkplatz fast vor der Haustür finde, bin ich allein schon von der Straße an sich begeistert. Ich fühle mich sofort sehr Paris UND London UND New York. Also im Grunde fühle ich mich sofort sehr Berlin. So hübsche Häuser und Fassaden, süße Cafés und Restaurants, ich kann sehr verstehen, dass Menschen, die in die Stadt ziehen, es hier schön finden. (Abgesehen davon, dass ich Neuberliner kennengelernt habe, die in sechs Jahren nicht einmal den Grunewald oder Schlachtensee gesehen haben. Das ist doch schade.) Aber schön ist es hier wirklich. Gemütlich. Trotzdem großstädtisch.

Vom Meer an den Strand gespült

Allan´s Breakfast Club ist eingerichtet, wie ich meine Wohnung am Liebsten gestalten möchte. Als wäre alles irgendwie vom Meer an den Strand gespült worden. Verwittert, Vintage, wie aus einem Conleys oder Impressionen Katalog. Auf dem Schild in Richtung WC steht Beach. Süß. Wir werden begrüßt, als wären wir alte Bekannte. Allan und sein Kumpel Philippe sehen aus, als kämen sie gerade von einer Strandfete. Beides Franzosen, Philippe hat in Australien gelebt. Abgesehen davon, dass wir eine ganz schöne Weile auf unsere Bestellung warten mussten, (was mir absolut nichts ausgemacht hat, ich hätte den ganzen Tag hier verbringen können) ist alles an diesem Laden toll.

Hier fühlst du dich sofort zu Hause. (c) Gerlinde Jänicke

Die Atmosphäre, das Konzept (mittags Frühstück, abends verwandelt sich das Ganze in eine Weinbar) und vor allem das unfassbare Essen. Wir bestellen im Grunde die gesamte Karte einmal hoch und runter. Eier Benedict, Käsesoufflé, einen Croque Monsieur und einen sensationellen Salat mit Blauschimmelkäse und Granatapfelkernen. Die Gerichte sind so groß und so hübsch angerichtet, dass man meinen könnte, sie seien nur entstanden, um sie zu fotografieren. Alles scheint hier aus dem Katalog. Und es schmeckt, wie es aussieht. Das Warten hat sich so gelohnt.

Dazu bestellen wir Bloody Marys, weil wir das cool finden, stilles Wasser gibt es so dazu, das wird immer wieder nachgeliefert. Ich möchte einen Wein haben, einfach weil es so witzig aussieht, wie er an den Tisch geliefert wird. Mit Schlauch. Allan ist selbst so begeistert von dem Weißwein, dass ich ihn getrunken hätte, selbst wenn er nicht so gut gewesen wäre, wie er es dann aber tatsächlich war. Eiskalt, duftend und fast ein bisschen rauchig.

Natürlich habe ich vergessen, wie der Wein heißt. Das heißt ich muss wahrscheinlich zeitnah nochmal hin und alle Weine durchprobieren. Ich freue mich darauf. Auf die beiden Buddys, die so herrlich australisch „kommste heute nich´, kommste morgen“ wirken, das reichhaltige Essen und dieses Gefühl, an einer Strandbar zu sitzen, Sand zwischen den Zehen, ohne Zeitdruck. Definitiv eine weitere, wunderbare Oase in dieser Stadt.

Yummie! (c) Gerlinde Jänicke

Foto Galerie


Quelle: QIEZ / externe Quelle

Allan's Breakfast Club, Rykestraße 13, 10405 Berlin

Telefon 030 23925134

E-Mail schreiben


Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr und 19.30 bis 1 Uhr

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