Gerüchteküche

Nicht nur für Suppenkasper

Nicht nur für Suppenkasper
Zum Mittagessen in die Gerüchteküche. Es gibt Suppe und Kartoffelsalat. 

Oranienstraße - Deutlicher geht es nicht: "Es ist verboten, sich über Personal und Essen zu beschweren!" So steht es an einer Wand in der Gerüchteküche geschrieben. Muss man auch gar nicht. In dem kleinen Kreuzberger Suppenimbiss gibt es keinen Grund zu meckern.  

Höchstens darüber, dass man keinen Sitzplatz bekommen hat und stehen muss. Das kann schon mal vorkommen in der Gerüchteküche. Denn der ganze Kiez scheint mittags – vom Suppenfieber erfasst – zum Heinrichplatz zu pilgern. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als geduldig in der Schlange zu warten und den aktuellen Klatsch und Tratsch auf sich einprasseln zu lassen. Etwa dass der junge Herr hinter einem nun so viel verdient, dass er endlich im Bio-Laden einkaufen gehen kann. 
 
Apropos Bio: Für ihre Gerichte verwenden die beiden Inhaberinnen Ani Hüwelmeier und Astrid Bachmann auch Zutaten aus biologischem Anbau. Jedoch nicht ausschließlich. Auf Qualität aber leben sie viel Wert. Das Neuland-Fleisch kommt aus artgerechter Haltung, Gemüse und Obst sind Saison-Ware. Ihr Verspechen an die Kunden: Im Suppentopf landet nichts, was nur annähernd nach Farb- und Konservierungsstoffen aussieht, riecht oder schmeckt.

Einmal rund um den Globus

Das würde der geübte Gerüchteküche-Gaumen sofort bemerken. Seit vielen Jahren darf er sich montags bis freitags von frischen Suppen- und Salat-Kreationen getreu dem Motto „Quer Beet durch die ganze Welt – und alles was lecker ist“ verwöhnen lassen. 
 
Drei Suppen stehen täglich auf der Karte. Für Vegetarier ist ebenso etwas dabei wie für Fleischfans und Fernwehgeplagte: südindische Seafood-Suppe, italienische Zucchini-Suppe mit Basilikum-Pesto und wahlweise Lammhackfleischbällchen oder jamaikanische Süßkartoffelsuppe. Deftiger sind der korsische Lammfleischeintopf oder die Tomaten-Kichererbsen-Suppe. 
 
Kritikern, die meinen, von einem Süppchen könne man nicht satt werden, sei gesagt: Nach dem Verspeisen einer Suppenmahlzeit ist der Hunger garantiert vertrieben. Das Völlegefühl im Magen ist so angenehm, dass sich der Weg zurück zum Büro weniger beschwerlich gestaltet als nach dem Verzehr eines Schnitzels oder einer fettigen Pizza. 
 
Für die Unersättlichen hält die Gerüchteküche noch mehr bereit: Frische Salate und hausgemachte Pasta runden das Angebot ab. Unbedingt empfehlenswert ist der Kartoffelsalat mit selbstgemachten Buletten. Das schmeckt einfach immer. Ansonsten sind die Gerichte so gut schmackhaft und facettenreich, dass man jeden Tag gerne wiederkommt. Außerdem gilt es ja einen Rekord zu halten, wonach jeder Deutsche um die 100 Teller Suppe pro Jahr weglöffelt.  
Gerüchteküche, Oranienstraße 16, 10999 Berlin

Telefon 030 61653853

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Montag bis Freitag von 11:00 bis 18:00 Uhr

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