Kolumne Gerlindes Geheimtipps

Gerlinde geht dann mal Golfen ...

Gerlinde geht dann mal Golfen ...
Allein schon für diesen Fernblick lohnt ein Besuch in Gross Kienitz.
Gerlinde Jänicke ist Morgenmoderatorin bei 94,3 rs2. In ihrer Kolumne auf QIEZ verrät sie jede Woche exklusiv ihre liebsten Orte, besondere Events und mehr. Dieses Mal ist sie auf der Golfanlage Gross Kienitz. Wo sie doch so gar nicht golfen kann ...

In manchen Dingen ist der Mensch einfach talentfrei. Ich zum Beispiel beim Minigolfen. Ich kann mich erinnern, als Kind aus Wut meinen Schläger in die Ecke geworfen zu haben, weil meine Eltern nicht in der Lage waren, so schlecht zu spielen, dass sie mich gewinnen lassen konnten. Vor ein paar Jahren habe ich es dann mit dem richtigen Golfen versucht. Diagnose: chronisch talentfrei. Das muss besser werden. Ich habe mich in einen Golfplatz verliebt, und was soll ich auf einem Golfplatz, wenn ich nur rumsitze.

Restaurant-Tipp: das Kienitz Open

Essen vielleicht. Ich empfehle unbedingt das Restaurant Kienitz Open, jetzt gerade herrlich im Sommer mit großer Terrasse und Blick auf die wunderbare Anlage. Chefkoch Marco Ballhause ist der einzige Küchenchef einer Golfanlage, der Mitglied der Châine des Rôtisseurs ist, der ältesten gastronomischen Bruderschaft, und der den Titel Maître Rotisseur tragen darf.

Teuer ist das Essen trotz der Exklusivität des Clubs nicht. Ab 4 Euro gibt es Sandwiches, Spaghetti für unter 6 Euro schon. Die Auswahl ist groß. Im Moment stehen Pfifferlinge auf der Karte, als Omelette, auf Flammkuchen oder mit Kalbsschnitzel. Es gibt Matjes, Wraps mit Hähnchen oder Lachs, Burger oder Filetsteak. Ich entscheide mich für einen Caesar Salad mit gebratenen Garnelen, die möglicherweise die besten sind, die ich bis jetzt gegessen habe. Dazu bestelle ich den Bestseller der Getränkeliste: den Golfer! Eine Mischung aus Bitter Lemon und Grapefruitsaft. Erfrischend und isotonisch, und so erfolgreich, dass der Golfclub der größte Abnehmer von Grapefruitsaft in der gesamten Region ist. Auch ein Tipp: Mal ’ne Boulette probieren im Club! Das Geheimnis dieses perfekten Fleischklopses ist, statt altem Brötchen Kartoffelpüree in die Masse zu kneten. Noch nie gehört, aber ich werde das mal ausprobieren.

 

 

Ein Golfgelände größer als Monaco

Nach dem guten Essen beginnt meine Tour übers Gelände mit dem liebenswerten Gerd, der schon Senior ist und den Club wie seine Westentasche kennt. Als ich ihn frage, was denn die genaue Bezeichnung seines Jobs ist, sagt er: „Mädchen für alles“. Er liebt diesen Begriff und findet, er passt. Mit einem Caddy fährt er mich über das gesamte 190 Hektar Gelände, das somit größer als Monaco ist! Eine Tour zu Fuß bis zum 18-Loch Platz und zurück dauert etwa zwei Stunden, zehn Kilometer läuft man locker. Meine Augen ruhen sich am satten Grün aus, die Weite ist Balsam für die Seele. Der Platz ist an vielen Stellen naturbelassen, Gerd erzählt, dass er seit Jahren mit einem Fuchs befreundet ist. Seine Augen glänzen, als er sagt, dass er den Jäger im angrenzenden Wald immer auf die falsche Fährte schickt, wenn er mal wieder auf der Jagd ist. Und er liebt die Schönheit der Natur, auch auf dem Platz. Auf drei Ebenen wird gespielt. Ach hätte ich doch nur mehr Ahnung vom Golfen! Für mich sieht alles einfach nur aus wie ein Traum aus Alice im Wunderland. Als ich dann noch höre, dass man seinen Hund mit auf den Platz nehmen darf, bin ich voll angefixt. Auch Kinder sind herzlich willkommen. In allen Ferien gibt es Kindergolfkurse, immer von 10 bis 15 Uhr. Jetzt in den Sommerferien sind sogar noch Plätze frei, später im Herbst natürlich auch noch. Eine der Golflehrerinnen, Janine Bossier, hat hier selbst auf der Anlage als Schülerin begonnen und war so begeistert vom Sport und der Atmosphäre, dass sie nun anderen den perfekten Abschlag beibringt.

Ein Vorteil ist wirklich die Nähe zu Berlin, innerhalb von 20 Minuten bin ich nach diesem wunderbaren Nachmittag auf dem Lande schon wieder Zuhause in Steglitz.

Es gibt noch einen Grund, endlich mit dem Golfen zu beginnen. Die Mode!! Ich möchte unbedingt den ganzen Shop der Anlage leerkaufen. Hellrosa Golfschuhe mit babyblauen Schnürsenkeln zum Beispiel. Wie ich lerne, laufen die sich wegen der Spikes im Alltag nicht besonders gut. Ob ich für ein paar Schuhe wirklich Mitglied eines Clubs werden will und meine Talentfreiheit noch mal überprüfe, weiß ich nicht. Aber für so eine Kartoffelbrei-Boulette und einen eisgekühlten „Golfer“ dazu komme ich garantiert nochmal her!

Golfanlage Gross Kienitz, An der Straße nach Dahlewitz , 15831 Gross Kienitz

Festnetz 033708 5370

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täglich von 08:30 bis 19:00 Uhr (kann wetterbedingt abweichen)

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