QIEZ-Lieblinge

Meisterköche 2012 - Die Nominierten

Daniel Achilles hat in herausragenden Sterneküchen sein Handwerk gelernt und begeistert seit 2009 die Gäste des reinstoff.
Daniel Achilles hat in herausragenden Sterneküchen sein Handwerk gelernt und begeistert seit 2009 die Gäste des reinstoff. Zur Foto-Galerie
Seit 1997 wird alljährlich der Berliner Meisterkoch gekürt. Eine unabhängige Jury aus Gourmet-Journalisten und Fachvertretern hat jetzt die fünf Anwärter für diese Kategorie im Jahr 2012 nominiert. Jurypräsident Stefan Elfenbein sagte: "Nach einer harten und fairen Diskussion hat die Jury eine großartige Nominierungsliste für die "Berliner Meisterköche 2012" aufgestellt. Die Liste ist ebenso anspruchsvoll wie vielseitig und zeigt ein hervorragendes Bild der Gastronomie in der Hauptstadtregion." Grund für QIEZ, die Kandidaten und ihre Restaurants kurz vorzustellen.

Daniel Achilles, reinstoff (Mitte)

Farbe, Form, Licht und Hintergrund – im reinstoff in den Edison-Höfen in Mitte sind sämtliche Details aufeinander abgestimmt. Auch beim Arrangieren der Speisen beweist Küchenchef Daniel Achilles ein zur Kunst neigendes Händchen. Die Art und Weise, wie er seine Gerichte auf dem Teller darbietet, hat etwas von der Üppigkeit alter Stillleben. Die Vier-bis Acht-Gang-Menüs haben so verheißungsvolle Namen wie „ganz nah“ und „weiter draußen“, sind mal von Brandenburger Produkten bestimmt oder geben sich mal etwas weltläufiger. In jedem Fall haben sie den Anspruch, den Einklang von Nähe und Ferne, Exotischem und Vertrautem zu vermitteln. Die molekularen Meisterwerke schlagen mit 64 bis 124 Euro zu Buche.

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Matthias Diether, first floor (Tiergarten)

Als Nachfolger von Matthias Buchholz schwingt nun Matthias Diether das Zepter in der Küche des first floor. Und das mit Perfektion. Als erfahrener Koch, der unter anderem Souschef im Wolfsburger Aqua war, vertritt Diether die klassische Haute Cuisine mit modernem Einschlag. Stilistisch bewegt sich seine Küche zwischen französischer Neoklassik und Mittelmeer-Küche. Die Konzentration liegt dabei auf exakter Zubereitung des klassischen Feinschmecker-Einmaleins. Sogar ein Amuse-bouche-Menü steht auf der Karte (vier Gänge 78, acht 112 Euro). Beispielhaft ist der Weinkeller von Sommelier Gunnar Tietz. Über 1500 Positionen hat er im Angebot: Neben Klassikern gibt es alles, was in der Szene besprochen wird. Auch die Überseetropfen werden nicht vernachlässigt.

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Sebastian Frank, Horváth (Kreuzberg)

Im Horváth, das früher mal eine Bank war, kocht seit zwei Jahren der junge Österreicher Sebastian Frank. Der hat so einiges an Erfahrung vorzuweisen: Er hat im berühmten Steirereck gekocht, machte im Gourmet-Restaurant des Interalpen-Hotel Tyrol Karriere als Souschef und wurde schließlich vom Gault-Millau zum Aufsteiger des Jahres 2008 gekürt. Im Horváth bietet er raffiniert komponierte Gerichte ohne Luxuszutaten zu bürgerlichen Preisen. Die Menüs sind österreichisch orientiert und enthalten so deftig-rustikales wie Bries, Kalbskopf und Sülze – aber immer leicht und gleichzeitig modern interpretiert. Gute, preiswerte Weine aus Deutschland und Österreich komplettieren die handwerklich perfekte Küche.

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Sauli Kemppainen, QUADRIGA (Charlottenburg)

Ein Finne in Berlin: Kein Koch in Berlin legt mehr Akribie an den Tag als Sauli Kemppainen. Seine Gerichte strotzen nur so vor Details: Man beißt in unzählige kleine Teilchen hinein, und alle schmecken überragend. Als einer der wichtigen Vertreter der „New Nordic Cuisine“ steht Sauli Kemppainen für höchst fantastische Geschmackserlebnisse: Rentier mit Süßkartoffel und Engelwurz oder Lamm und Hering mit Rote Bete und Dill, zum Beispiel. Desserts wie Basilikumsoufflé mit Basilikumeis, Erdbeeren und Holzkohlenöl – das einzige Pech, das dem Gast im Brandenburger Hof widerfahren kann – runden ein Menü perfekt ab.

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Hendrik Otto, Lorenz Adlon (Mitte)

Europäische Küche – damit verwöhnt Meisterkoch Hendrik Otto die Gäste des Feinschmeckerrestaurants Lorenz Adlon. Die exzellente Lage am Pariser Platz und das Luxusambiente des Hotel Adlon bilden den perfekten Rahmen für seine Spitzenküche, und das seit 1907. Gekocht wird auf höchstem Niveau. Ottos Küche ist opulent und facettenreich mit vielen Variationen. Mit besonders viel Leidenschaft widmet sich der Küchenchef den Saucen, denn die machen ein Gericht erst richtig stimmig. So serviert er Rücken, Filet und Rippchen vom Müritz-Lamm gern an einer Salbei-Limonensauce und das Kaninchen von der Vulkan-Eifel kommt mit einer Estragonsauce daher. Kongenial wird das Menü (6 Gänge, 130 Euro) von einer Weinauswahl begleitet, die dem luxuriösen Rahmen in nichts nachsteht.

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Foto Galerie

Meisterköche 2012 - Die Nominierten, Unter den Linden 77, 10117 Berlin

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