Ostsee-Wochenende

Grand Hotel Heiligendamm: Wo du eine Luxus-Auszeit am Meer verbringst

Nur ein paar der zahlreichen wunderschönen Puderzucker-Gebäude auf dem Hotelgelände.
Nur ein paar der zahlreichen wunderschönen Puderzucker-Gebäude auf dem Hotelgelände.
Die Ostsee wurde im letzten Jahr spontan zu unserem Lieblingsreiseziel. Einfach mal ans Meer, ganz ohne großen Aufwand. Gegen Fernweh hilft so eine kleine Auszeit der Extraklasse schließlich immer. Best choice dafür: das Grand Hotel Heiligendamm in Bad Doberan.

Wir kannten Heiligendamm nur vom G8-Gipfel, wo Angela Merkel von den wichtigsten Staatsmännern der Welt umringt im größten Strandkorb überhaupt saß – das Foto, das um die Welt ging, entstand im wunderschönen Grand Hotel Heiligendamm. Die Anmut der sogenannten „weißen Stadt am Meer“ ist, gerade beim ersten Anblick, schwer in Worte zu fassen. Selbst an dem dunklen, verregneten Novembernachmittag, an dem wir ankamen, wirkten die verschnörkelten weißen Prachtgebäude mit der rauen Ostsee im Hintergrund wie ein Spektakel, eine Klasse für sich.

Kurzer geschichtlicher Exkurs

1793 badete Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin auf Anraten seines Leibarztes Prof. Dr. Samuel Gottlieb Vogel am „Heiligen Damm bey Dobberan“ in der Ostsee – und damit war das erste deutsche Seebad geboren. Zwischen 1793 und 1878 kreierten Johann Christoph Heinrich von Seydwitz, Carl Theodor Severin und Gustav Adolph Demmler ein einzigartiges klassizistisches Gesamtkunstwerk aus Bade- und Logierhäusern. Bis Ende der 30er blieb Heiligendamm ein exklusiver Badeort mit jeder Menge Prominenz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort als Erholungsstätte und Sanatorium genutzt und schließlich das Grand Hotel Heiligendamm im Juni 2003 nach dreijähriger Rekonstruktion eröffnet – die Renaissance von Deutschlands erstem Seebad.

Zimmer und Ausstattung

Keine Frage: Wer auf Eleganz und Noblesse im Altbau steht, der wird hier glückselig. In Sachen Ausstattung hat uns nichts gefehlt, von der Nespresso-Maschine bis zum großzügigen Marmorbad, der täglichen Flasche Wasser und dem Betthupferl, war alles vorhanden. Schränke gab es in unserer Junior-Suite mehr, als wir in unserer Wohnung zuhause haben. Aber das Beste an den rund 200 Zimmern ist sicher, dass viele einen Bestblick aufs Meer bieten und du zu Meeresrauschen auf einem gemütlichen Kingsize-Bett einschlafen kannst.

Wellness und Spa

Baden im Meer ist um diese Jahreszeit nur was für Hartgesottene, also nichts für uns – obwohl es sicher großartig ist, sich danach fit wie nach der besten Kneipp-Kur zu fühlen. Wir checken aktuell dennoch lieber im 3.000 Quadratmeter großen Spa mit Innen- wie Außenpool (beide beheizt und gut machbar) und Whirlpool ein. Wer’s dekadent mag, darf hier im Poolbereich im flauschigen Bademantel seinen Champagner schlürfen. Noch besser fanden wir die Saunalandschaft mit finnischer und Biovariante sowie Dampfbad, Eis- und Ruheraum mit elektrisch verstellbaren Liegen. Natürlich kannst du dich auch bei Massagen und Kosmetik rundum verwöhnen lassen – für maximale Entspannung buchst du das Signature Treatment Heiligendamm’s Finest (90 Minuten für 185 Euro).

Kulinarik

Wenn du in Heiligendamm eincheckst, bist du kulinarisch ziemlich auf die Hotelgastronomie angewiesen, denn drumherum gibt es nicht viel in Fußnähe. Dafür hast du hier abends die Wahl zwischen Feinschmeckerküche im Gourmet-Restaurant, Regionalküche im Kurhaus-Restaurant oder Sushi in der Sushi Bar, was wir dir sehr empfehlen können. Sowohl die verschiedenen Inside Out-Rollen als auch die Lachs Don überzeugten uns geschmacklich sehr. Der Service war dabei überragend, ebenso wie die extravaganten Cocktails mit Lychee und Yuzu (circa 100 Euro für ein Abendessen). Was wir im Grand Hotel Heiligendamm aber kulinarisch wirklich als „outstanding“ empfunden haben, ist das Wahnsinns-Frühstücksbuffet, das du mit etwas Glück auch noch mit Meerblick genießt.

Und drumherum

Für ein Wochenende hält man es prima im hoteleigenen Radius aus. Der lange Strandabschnitt mit Seebrücke bietet Spaziermöglichkeiten in beide Richtungen. Wer sich in Richtung Kühlungsborn aufmacht, kommt in den „Gespensterwald“. So nennt sich der ca. 180 Hektar große Mischwald, der so direkt am Strand angrenzend vor allem bei Sonnenuntergang bezaubernd schön anmutet. Wenn du Glück hast, kannst du ihn auf der Terrasse des Beach-Club Deck bei einem Heißgetränk genießen.

 

Alle Infos auf einen Blick:

Adresse: Prof.-Dr.-Vogel-Str. 6, 18209 Bad Doberan-Heiligendamm

Hinkommen: Mit der Bahn erreicht man Bad Doberan von Berlin aus (1x umsteigen) gut und günstig unter drei Stunden. Mit dem Auto sieht es bei den rund 240 Kilometern zeitlich ungefähr genauso aus.

Preise: ab 313 Euro/pro Nacht inkl. Frühstück für zwei Personen in einem Doppelzimmer mit Parkblick. Für das besondere Extra, vielleicht ja auch als Weihnachtsgeschenk, wirf doch mal einen Blick auf die Silvester-Arrangements.

Weitere Infos findest du auf der Website des GHH.

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