Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau

Warum die Grüne Woche doch ganz cool ist

Warum die Grüne Woche doch ganz cool ist
Schweine streicheln und Wurst verkosten liegen selten so nah wie auf der Grünen Woche. Ein optimaler Lern-Ausflug zum Thema Landwirtschaft und Ernährung. Zur Foto-Galerie
Messegelände Neun Tage leuchtet der Funkturm wieder grün: Die Grüne Woche findet statt! Und die ist nicht nur was für Messe-Junkies. Wir verraten, wofür sich der Gang in die Schlemmerhallen lohnt und warum die Veranstaltung eigentlich ziemlich cool ist.

So einfach weckst du Heimatgefühle

Schweriner, Schwaben und Sachsen aufgepasst: Auch Heimatliebe geht bekanntlich durch den Magen. Auf dem Messegelände gibt es sicher einiges, das euer Gaumen heimlich vermisst. 14 Bundesländer stellen sich mit heimischen Genüssen vor, frei nach dem Motto: regional ist Trumpf! Manch einer hatte einen weiteren Weg: Unter den 1650 Ausstellern aus 66 Ländern sind auch Anbieter von Leckerlis aus Afghanistan, Chile, Estland, Usbekistan, Sri Lanka, Schweden oder den USA. Immerhin füllt das Futter-Angebot zwei Drittel der Ausstellungsfläche. Als Partnerland ist in diesem Jahr Ungarn dabei. Gulaschsuppe, Paprika und Palinka, wir kommen!

Alles neu macht die Grüne Woche

Na klar: Wenn Gulasch und die Wurscht aus dem Süden keine Heimatgefühle wecken, kannst du auch Neues kennenlernen. Preisgekrönte Maultaschen mit Karpfen aus Niederschlesien zum Beispiel. Oder neue, biologische und vegane Fertiggerichte aus Mecklenburg-Vorpommern. Typisch Berlin ist da schon eher die ganz neue Halle 12 mit Streetfood im Stil der Berliner Markthallen. Da kommen Craft Beer-Brauer und lecker kleine Manufakturen zusammen. Ganz neu sind auch Stände aus Kambodscha. Das Land war bisher auf keiner Grünen Woche vertreten. Auch neu ist die internationale Weinpräsentation DiVin in Halle 1.2a mit preisgekrönten Weinen aus dem In- und Ausland. Und kennst du schon Shampoo-Flaschen aus Weizen? Nach dem Messebesuch schon.

Lernen, lernen, lernen

Heutzutage kennt man sich wieder aus mit dem, was man isst. Um von Experten zu lernen gibt es kaum einen besseren Anlaufpunkt als die Internationale Grüne Woche. Beim Dialog Lebensmittel in Halle 22a gibt es Talkrunden und eine Showküche. Schwerpunkte in diesem Jahr: Lebensmittelverschwendung und Mindesthaltbarkeitsdatum und zwar anschaulich und leicht zu verstehen. In Halle 5.2a kommt außerdem das Theme fair leben, fair einkaufen, fair produzieren auf den Tisch. In der Biohalle 1.2b lernst du außerdem alles mögliche über ökologische und nachhaltige Landwirtschaft. Auch nachhaltiger Tourismus und Urlaub auf dem Bio-Bauernhof werden diskutiert und vorgestellt.
Apropos Bauernhof: Um den geht es auch in Kombination mit der Lieblingsmahlzeit des Berliners, dem Frühstück. In Halle 34.2 gibt es einen Erlebnishof, der zeigt, welcher Frühstückstyp du bist. Und wie die einzelnen Zutaten für deinen Start in den Tag erzeugt werden.

Höhepunkte dürfen bleiben

Ob belgisches Kirschbier, ofenfrisches Brot oder die Halle für Meeresfrüchte, viele haben ihre persönlichen Highlights auf der Messe. Natürlich wird in der Holzhalle auch wieder geklettert, in der Heimtierhalle gestreichelt und du kannst dich mit exotischen Gewürzen und Tees eindecken. Ganz schön viel zu tun. Also orientiere dich im Voraus am besten schon mal am Hallenplan.

Ziegen in der Heimtierhalle auf der Grünen Woche. ©picture alliance / dpa

Für Eltern, die kurz allein schlendern wollen, ist auch in diesem Jahr wieder der Messekindergarten am Start.

Eine Tageskarte für die Internationale Grüne Woche 2017 kostet 14, ermäßigt 10 Euro (sonntags sogar nur 5 Euro). Die Dauerkarte ist für 42, die Familienkarte für 29 Euro zu haben. Wochentags ab 14 Uhr kommt jeder für 10 Euro rein. Kinder unter sechs Jahren müssen gar keinen Eintritt zahlen. Wer nicht anstehen will, kann sich sein Ticket übrigens online bestellen und ausdrucken. Geöffnet ist die Messe vom 20. bis zum 29. Januar von 10 bis 18 Uhr, Freitag bis 20 Uhr.

Foto Galerie

Messehallen am Funkturm, Jafféstr. , 14055 Berlin
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