Eröffnung des CleanTech Business Park

Unser Industriegebiet soll grüner werden

Unser Industriegebiet soll grüner werden
Mit der Enthüllung eines der ersten Gebäude auf dem CleanTech-Areal wurde am 2. September 2015 der neue "Business Park" eröffnet.
Marzahn – Am 2. September wurde nach langer Bauzeit entlang der Bitterfelder und Hohenschönhauser Straße der CleanTech Business Park eingeweiht. Nach den Plänen des Bezirks und der Senatsverwaltung für Wirtschaft soll sich das Areal zum Zentrum für "saubere Technologien" entwickeln. Die Planer sprechen von idealen Bedingungen für entsprechende Unternehmen.

Vor wenigen Jahren war das 90 Hektar große Areal im Westen Marzahns, in der Nähe der Märkischen Allee und der S-Bahnlinie S7, kaum erschlossen. Bis 2003 befand sich dort das Klärwerk Falkenberg. Insofern sei das neue Industriegebiet „die logische Weiterentwicklung des Standortes, an dem 35 Jahre lang Abwasser gereinigt wurde“, wie Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, verlauten ließ.

Nach der Schließung des Klärwerks hatte sich das heute zuständige Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und den kommunalen Wirtschaftsförderern von Berlin Partner Gedanken gemacht, wie das große Areal am besten genutzt werden könne. Mit der Idee, vor Ort schwerpunktmäßig Unternehmen anzusiedeln, die an ressourcenschonenden und emissionsarmen Zukunftstechnologien arbeiten, könnte sich der Bezirk auf einem weiteren Feld positiv hervortun. Marzahn-Hellersdorf nutzt damit eine Ressource, die es im Berliner Vergleich noch reichlich hat: Platz.

Platz für saubere Produktion

Von den bisher rund 37,3 Millionen Euro, die in den CleanTech Business Park (CBP) investiert wurden, stammen 33,6 Millionen aus einem von Bund, Ländern und EU finanzierten Programm zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Das am 2. September eröffnete neue Industriegebiet bietet Unternehmen Flächen für fast alle industriellen Prozesse. Ebenso verweist das Bezirksamt auf die guten Bedingungen für große Betriebe: Selbst Grundstücke von 20 oder 30 Hektar Größe seien erhältlich. Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU) sieht den „Produktions-Fokus“ des Areals als „sinnvolle Ergänzung zu den forschungs- und technologieorientierten Zentren“ anderswo in der Stadt.

Ob oder wie schnell sich die Hoffnungen aus Politik und Wirtschaft erfüllen, bleibt abzuwarten. Noch ist das zum großen Gewerbegebiet Berlin Eastside gehörende Areal des CleanTech Business Park vor allem eine Freifläche. Staatssekretär Henner Bunde von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung fasste die Erwartungen zur Eröffnung des CBP noch mal zusammen: „Der heutige Startschuss ist ein starkes Signal für den Berliner Wirtschaftsstandort. Der CleanTech Business Park vereint attraktive Flächen für Unternehmensansiedlungen und setzt mit Clean Technologies auf eine der Schlüsseltechnologien für die moderne und smarte Metropole von morgen. Berlin bietet mit seinem Know-how, der technologieorientierten Startup-Szene und den starken Forschungseinrichtungen beste Rahmenbedingungen für einen Industriepark der Zukunft.“

Unser Industriegebiet soll grüner werden, Bitterfelder Straße, 12681 Berlin
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