Die Schwierigkeit, eine Wohnung zu finden, hängt nicht unbedingt am Preis: Die Konkurrenz um genau die erschwinglichen Wohnungen ist das Problem. Ob du eine davon bekommst, hängt an drei Dingen: wo günstige Angebote überhaupt häufig auftauchen, wie weit deine Suche über diese Bezirke hinaus reichen muss und wie schnell und wie vollständig du dich bewerben kannst, sobald eines erscheint.

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Das Wichtigste in Kürze

  • In Marzahn-Hellersdorf lagen 2025 44 Prozent der Angebote unter 10 Euro je Quadratmeter, in Lichtenberg 37 und in Spandau 32 Prozent. Berlinweit waren es 22 Prozent.
  • Im Median ist Marzahn-Hellersdorf mit 11,56 Euro der günstigste Bezirk, Mitte mit 20,00 Euro der teuerste.
  • Die Preisspannen der Bezirke überlappen sich stark. Ein Bezirksfilter sortiert deshalb günstige Angebote aus und hält teure nicht heraus. Sinnvoller ist ein Preisfilter über ganz Berlin, mit den fünf günstigsten Bezirken als Startpunkt.
  • Wer über die ganze Stadt sucht, sieht mehr Angebote und kann um jedes konkurrieren. Entscheidend ist daher, wie du suchst.
  • Beim Zugang zur Anzeige und bei der Bewerbung ist immowelt im Vergleich am vollständigsten. Den größten Preisunterschied bieten die landeseigenen Gesellschaften: 8,81 Euro Neuvertragsmiete 2024 gegenüber 15,74 Euro mittlerer Berliner Angebotsmiete im selben Jahr.
  • Drei Zahlen für Berlin messen Verschiedenes: 7,71 Euro (amtlicher Mietspiegel, Bestand), 15,78 Euro (Investitionsbank Berlin, Neuvermietung 2025), 14,53 Euro (immowelt, eigener Inseratebestand).

In welchen Bezirken gibt es die meisten günstigen Wohnungen?

In Marzahn-Hellersdorf: 44 Prozent der Angebote lagen dort 2025 unter 10 Euro je Quadratmeter, berlinweit waren es 22 Prozent. Die dritte Spalte zeigt, wie oft im selben Bezirk 20 Euro und mehr verlangt wurden.

Ein Bezirk kann günstig und teuer zugleich sein: In Neukölln liegen 31 Prozent der Angebote unter 10 Euro je Quadratmeter und zugleich 20 Prozent bei 20 Euro und mehr, in Tempelhof-Schöneberg 21 gegen 33 Prozent. Über dem Berliner Wert von 22 Prozent liegen nur fünf Bezirke, dort begegnet dir ein günstiges Angebot am häufigsten.

Welche Bezirke waren 2025 am günstigsten?

Marzahn-Hellersdorf ist mit einem Median von 11,56 Euro je Quadratmeter der günstigste Bezirk, Mitte mit 20,00 Euro der teuerste. Die dritte Spalte zeigt die Spanne der mittleren 80 Prozent, also ohne die günstigsten und die teuersten zehn Prozent.

Warum die Preisangaben für Berlin so weit auseinandergehen

Die Zahlen in beiden Tabellen sind Angebotsmieten der Investitionsbank Berlin, also das, was bei einer Neuvermietung verlangt wird. Genau diese Preise begegnen dir bei der Suche, deshalb sind sie hier maßgeblich.

Daneben kursieren weitere Werte für Berlin, jeder misst etwas anderes. Der amtliche Mietspiegel 2026 nennt 7,71 Euro je Quadratmeter und beschreibt den Bestand, also laufende Verträge; er ist auch der Maßstab der Mietpreisbremse. Die Portale nennen 14,53 Euro (immowelt) und 12,72 Euro (ImmoScout24) und rechnen dabei mit den eigenen Inseraten. Gegeneinander verrechnen lassen sich diese Werte nicht.

Warum du deine Suche trotzdem nicht auf einen Bezirk begrenzen solltest

Die Rangliste sieht eindeutiger aus, als der Markt ist. Die Spannen der Bezirke überlappen sich über weite Strecken: Auch in den teuersten Bezirken setzt der überwiegende Teil der Angebote bei rund 9 bis 10 Euro je Quadratmeter ein und auch in den günstigsten reicht er bis über 18 Euro hinauf. Es gibt fast überall beides, nur in unterschiedlichem Verhältnis.

Dazu kommt, dass ein ganzer Bezirk als Einheit grob ist. Der Mietspiegel unterscheidet einfache, mittlere und gute Wohnlagen. Diese Einteilung hat sich zuletzt verschoben: Die mittlere Lage ist seltener geworden, die einfache und die gute größer. Der Bezirksname sagt also weniger über eine konkrete Wohnung, als der Rang in der Tabelle nahelegt.

Für die Suche folgt daraus zweierlei. Ein Bezirksfilter sortiert günstige Wohnungen aus, die es in Mitte oder Charlottenburg-Wilmersdorf durchaus gibt, und er hält die teuren in Marzahn-Hellersdorf nicht heraus. Filtere deshalb nach Preis und such über die ganze Stadt.

Damit verschiebt sich das Problem. Wer den Preisfilter über ganz Berlin legt, sieht mehr Angebote, und um jedes einzelne davon bewerben sich alle anderen mit demselben Budget. Ab hier entscheidet nicht mehr, wo du suchst, sondern wie. Daraus ergeben sich fünf Kriterien für die Suchfunktionen, an denen die vier Portale im Vergleich gemessen werden.

Was leisten die vier Portale im Vergleich?

Von den vier Portalen deckt immowelt Zugang und Bewerbung am vollständigsten ab: alles sichtbar, Kontakt ohne Nutzerkonto, Bewerbermappe im kostenlosen Konto. Den breitesten Bestand hat ImmoScout24, den größten Preisunterschied bieten die landeseigenen Gesellschaften, die vollständigste Mietangabe hat Kleinanzeigen. Sofort benachrichtigen lassen kannst du dich bei beiden großen Portalen kostenlos. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick. Stand: August 2026.

KriteriumimmoweltLandeseigeneImmoScout24Kleinanzeigen
1. Bestand und ZugangAlle Anzeigen sichtbar, Kontakt auch ohne KontoOhne Registrierung, aber nur rund 12.400 Wiedervermietungen im JahrBreitester Berliner Bestand; Teil davon „Exklusiv für Suchen+“Frei; „Empfohlen“ enthält bezahlte Platzierungen
2. Tempo der BenachrichtigungSuchassistent, Intervalle bis „sofort“, Push in der AppKeine zentrale Benachrichtigung, Suchauftrag nur bei degewo und GewobagSuchauftrag mit Sofort-Push, kostenlosEreignisbasiert mit gespeicherten Filtern, ohne Wartezeit
3. BewerbungBewerbermappe im Profil, Upload und VorlagenBis zu sieben getrennte BewerbungenVorlagen frei, digitale Mappe in Suchen+Kein Upload, kein Mieterprofil
4. Preis- und Marktinformation14,53 €/m² für Berlin, Datengrundlage offengelegtKeine Preisdaten, Preisniveau 8,81 €/m² (2024)Preisatlas, über 43 Mio. Immobilien, Seiten je BezirkKalt-, Neben-, Heiz- und Warmmiete getrennt, keine Einordnung
5. Auflösung und WBS-FilterWBS-Filter bis Nachbarschafts­ebene, 145 AngeboteNur Bezirk, dafür Option „WBS nicht erforderlich“WBS-Filter, Bezirksseiten, WBS-RechnerUmkreis bis Ortsteil; WBS-Filter, 120 Treffer
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immowelt: Jede Anzeige sichtbar, die Bewerbung vorbereitet – Gesamtempfehlung

Bei immowelt ist jede Anzeige für alle sichtbar und die Kontaktanfrage funktioniert sogar ohne Nutzerkonto. Es gibt keine Premium-Stufe, hinter der ein Teil des Bestands liegt. Damit sind die ersten drei Vergleichskriterien im kostenlosen Konto adressiert: Du siehst alles, du erfährst sofort davon, und du kannst dich vorbereitet bewerben.

Für Tempo sorgt der Suchassistent mit den Intervallen sofort, stündlich, alle drei Stunden, täglich oder wöchentlich. Die Bewerbermappe legst du vorab im Profil an und lädst Ausweis, Selbstauskunft und Nachweise als JPG, PNG oder PDF hoch; Vorlagen für Mieterselbstauskunft und Übergabeprotokoll liegen dabei. Die fertige Mappe verschickst du selbst als PDF, es bleibt also in deiner Hand, wer Ausweiskopie und Einkommensnachweis bekommt. Die SCHUFA-Auskunft, die viele Vermieter verlangen, lässt sich bei immowelt für 29,95 Euro bestellen, statt sie später nachzureichen.

Weil die Suche über die ganze Stadt läuft, zählt die Auflösung: Der WBS-Filter greift bis zur Nachbarschaftsebene, im August 2026 mit 145 WBS-Angeboten in Berlin. Mehrere Stadtteile lassen sich gleichzeitig auswählen. In der DISQ-Studie für ntv erreichte immowelt im Mai 2026 den ersten Platz unter zwölf Immobilienportalen. Die Studie ist eine Kundenbefragung, kein Funktionstest.

Zwei Einschränkungen fallen auf: Die Bezirksseiten der Preisdaten zeigten im August 2026 für Mitte und Neukölln beide den Stadtdurchschnitt statt eines Bezirkswerts, und Nachrichten an gewerbliche Inserate erscheinen nicht im Nachrichtenbereich des Kontos.

Stärken

  • Alle Anzeigen sichtbar und kontaktierbar, ohne Nutzerkonto und ohne Premium-Stufe
  • Bewerbermappe mit Upload und Vorlagen im kostenlosen Konto, Versand durch dich selbst
  • Suchassistent mit fünf Intervallen bis „sofort“, Push in der App
  • WBS-Filter bis Nachbarschaftsebene, 145 Angebote (August 2026), mehrere Stadtteile gleichzeitig

Einschränkungen

  • Die Bezirksseiten der Preisdaten zeigten im August 2026 den Stadtdurchschnitt statt eines Bezirkswerts
  • Keine vollständige Bewerbungsübersicht, weil Nachrichten an gewerbliche Inserate im Konto fehlen
  • Die Preisdaten sind Angebotspreise aus dem eigenen Bestand

Geeignet für: alle, die über ganz Berlin nach Preis suchen, zuerst reagieren und sofort vollständig bewerben wollen.

Zu immowelt →

Die landeseigenen Gesellschaften: Der größte Hebel, aber der längste Weg

Der Preisunterschied ist hier der größte im Vergleich: 8,81 Euro je Quadratmeter Neuvertragsmiete 2024 gegenüber 15,74 Euro mittlerer Berliner Angebotsmiete im selben Jahr. Sieben landeseigene Gesellschaften inserieren gemeinsam über inberlinwohnen.de und halten zusammen rund 390.000 Wohnungen (Stand August 2026). Die Kennzahlen zu Fluktuation und Wiedervermietung unten beziehen sich auf die sechs Wohnungsbaugesellschaften ohne die berlinovo.

Der Wohnungsfinder lässt sich ohne Registrierung nutzen, die Miete steigt im Durchschnitt aller Bestandsverträge um höchstens 2,9 Prozent im Jahr. Einzigartig ist der WBS-Filter, weil er drei Zustände kennt: alle Angebote, „WBS erforderlich“ und „WBS nicht erforderlich“. Er ist damit der einzige im Vergleich, der ausdrücklich auch „WBS nicht erforderlich“ kennt. Die nötige Stufe steht in jedem Inserat. Räumlich filtert er allerdings nur nach Bezirk, feiner geht es nicht. Einen Wohnberechtigungsschein brauchst du nicht für jede Wohnung: 2024 gingen 4.209 der 12.398 Wiedervermietungen an Haushalte ohne WBS.

Die Einkommensgrenzen reichen von 16.800 Euro anrechenbarem Jahreseinkommen für eine Person (WBS 140) bis 26.400 Euro (WBS 220), zu zweit von 25.200 bis 39.600 Euro. Alle vier Stufen stehen in den häufigen Fragen, beantragt wird der WBS über service.berlin.de.

Fehlendes Tempo und der Faktor Bewerbung kosten dieses Portal den ersten Platz. Eine zentrale Benachrichtigung fehlt, ein Suchauftrag ist nur bei degewo und Gewobag belegt und degewo weist selbst darauf hin, dass er keinen Anspruch begründet. Bewerben lässt sich über inberlinwohnen.de nicht: Jedes Inserat verlinkt auf das Exposé der jeweiligen Gesellschaft, dahinter steht je Gesellschaft ein eigenes Bewerbungssystem, also bis zu sieben getrennte Registrierungen. Dazu kommt die Knappheit von 12.398 vergebenen Wohnungen im Jahr 2024. Das Portal ist deshalb eher eine zweite Option, die parallel läuft, aber die mit Abstand günstigste.

Stärken

  • 8,81 Euro Neuvertragsmiete 2024 gegenüber 15,74 Euro Berliner Angebotsmiete im selben Jahr
  • Ein Sucheinstieg für alle sieben landeseigenen Gesellschaften, ohne Registrierung nutzbar
  • Mietsteigerung gedeckelt: höchstens 2,9 Prozent im Jahr im Durchschnitt aller Bestandsverträge
  • Einziger WBS-Filter im Vergleich mit ausdrücklichem Zustand „WBS nicht erforderlich“

Einschränkungen

  • Keine Bewerbung über das Portal, bis zu sieben getrennte Bewerbungssysteme
  • Keine zentrale Benachrichtigung, Suchauftrag nur bei degewo und Gewobag belegt
  • Knappes Angebot: 3,8 Prozent Fluktuation, 12.398 Wiedervermietungen 2024

Geeignet für: alle unter den WBS-Grenzen und alle, die parallel zur Portalsuche Zeit mitbringen.

Zu inberlinwohnen.de →

ImmoScout24: Der breiteste Bestand, ein Teil davon hinter der Mitgliedschaft

ImmoScout24 hat den breitesten Bestand an Inseraten für Berliner Mietwohnungen. Wer nach Preis über die ganze Stadt sucht, will genau diese Breite. Dazu kommt die umfangreichste Preis- und WBS-Information im Vergleich: Der Preisatlas stützt sich auf Daten von über 43 Millionen Immobilien, eigene Mietspiegel-Seiten reichen bis auf Bezirksebene und nennen für Berlin 12,72 Euro je Quadratmeter im zweiten Quartal 2026. Wie bei immowelt sind das Angebotsmieten aus dem eigenen Bestand, obwohl die Seite den Titel „Mietspiegel Berlin 2026“ trägt.

Suche, Filter, Favoriten, Kontaktanfragen und der Suchauftrag mit Sofort-Push sind kostenlos, beim Tempo steht ImmoScout24 damit nicht hinter immowelt zurück. Besonders nützlich ist der eigene WBS-Rechner, gerade jetzt: Der offizielle Rechner des Landes ist außer Betrieb, Berlin verweist übergangsweise auf die Rechner der landeseigenen Unternehmen.

Beim Zugang bleibt dagegen eine Lücke. Ein Teil des Bestands ist als „Exklusiv für Suchen+“ gekennzeichnet, auf der Produktseite heißt es wörtlich:

‚Exklusiv für Suchen+‘ bedeutet, dass nur Premium-Mitglieder von Suchen+ für Miete die Anzeige sehen.“

ImmoScout24, Produktseite „Suchen+ für Miete“, Abruf August 2026

Welche Anzeigen das sind, wird nicht öffentlich genannt. Was ein kostenloses Konto nicht sieht, kann auch kein Suchauftrag melden, und Suchen+ kostet ab 12,99 Euro im Monat bei zwölf Monaten Laufzeit. Einen Weg an der Bezahlstufe vorbei gibt es aber: Wer die eigene, bald frei werdende Wohnung einstellt, kommt kostenlos ins Mieter-Netzwerk und sieht dort Wohnungen, die noch nicht offiziell inseriert sind. Beim Umzug innerhalb Berlins ist das ein echter Zeitvorteil.

Stärken

  • Breitester Bestand an Inseraten für Berliner Mietwohnungen
  • Preisatlas mit über 43 Millionen Immobilien, Mietspiegel-Seiten bis Bezirksebene
  • Eigener WBS-Rechner, während der Rechner des Landes außer Betrieb ist, dazu WBS-Filter und Bezirksseiten
  • Suche, Filter, Favoriten, Kontakt und Suchauftrag mit Sofort-Push kostenlos
  • Mieter-Netzwerk mit Wohnungen vor der offiziellen Anzeige, kostenlos für alle, die selbst eine Wohnung abgeben

Einschränkungen

  • Ein Teilbestand ist nur für Suchen+-Mitglieder sichtbar, und welche Inserate das sind, ist nicht öffentlich
  • Die Preisdaten sind Angebotsmieten aus dem eigenen Bestand, obwohl die Seite „Mietspiegel Berlin 2026“ heißt

Geeignet für: alle, die zuerst Breite brauchen, vorab wissen wollen, was eine Lage kostet, und ob sie WBS-berechtigt sind.

Zu ImmoScout24 →

Kleinanzeigen: Die vollständigste Mietangabe im Inserat

Kleinanzeigen zeigt als einziges Portal im Vergleich Kaltmiete, Nebenkosten, Heizkosten und Warmmiete als eigene Felder. Das ist relevant, weil der Preisfilter marktweit auf die Kaltmiete filtert und die tatsächliche Belastung erst im Inserat steht.

Für Suchende ist die Plattform vollständig kostenlos, eine Bezahlstufe gibt es nicht. Der Suchauftrag speichert die komplette Suche samt Filtern und meldet jedes neue passende Inserat ohne Wartezeit. Räumlich lässt sich bis auf Ortsteilebene eingrenzen, auch quer über Bezirksgrenzen, was zu einer Suche über die ganze Stadt gut passt. Auffällig ist der Anteil privater Anbieter: 3.876 der 8.747 Berliner Einträge, Angebote und Gesuche zusammen, stammten im August 2026 von privaten Inserenten. Ein Vorbehalt bleibt: Die Standardsortierung „Empfohlen“ enthält bezahlte Platzierungen, wer neue Inserate zuerst sehen will, stellt auf „Neueste“ um.

Ein Bruch zeigt sich beim Punkt Bewerbung. Einen Dokumenten-Upload und ein wiederverwendbares Mieterprofil gibt es nicht, ein Selbstauskunftsformular ist bei gewerblichen Anzeigen üblich, bei privaten fehlt es. Jede Bewerbung entsteht neu von Hand, ausgerechnet dort, wo Geschwindigkeit zählt. Auch eine Einordnung, ob eine geforderte Miete ortsüblich ist, gibt es nicht, und der WBS-Filter taugt eher zum Eingrenzen als zum Ausschließen: Die Option „WBS benötigt“ liefert nur 120 Treffer bei knapp 7.000 Angeboten, also 1,7 Prozent. Dafür stehen die Mietbestandteile so vollständig da wie nirgends sonst im Vergleich, und genau das entscheidet, ob eine Wohnung im Budget bleibt.

Stärken

  • Kaltmiete, Nebenkosten, Heizkosten und Warmmiete als getrennte Felder
  • Für Suchende vollständig kostenlos, keine Bezahlstufe
  • Suchauftrag ereignisbasiert, ohne Wartezeit
  • Hoher Anteil privater Anbieter: 3.876 von 8.747 Berliner Einträgen, Angebote und Gesuche

Einschränkungen

  • Kein Dokumenten-Upload und kein wiederverwendbares Mieterprofil
  • Keine Einordnung, ob eine geforderte Miete ortsüblich ist
  • Die Standardsortierung „Empfohlen“ enthält bezahlte Platzierungen

Geeignet für: alle, die gezielt private Vermieter ansprechen und Zeit für eine manuelle Vorauswahl haben.

Zu Kleinanzeigen →

Welches Portal passt zu deiner Situation?

Du suchst unter 10 Euro je Quadratmeter. Setz den Preisfilter über ganz Berlin statt auf einzelne Bezirke, stell den Suchassistenten bei immowelt auf „sofort“ und leg die Bewerbermappe vorher an, sonst verpufft der Zeitvorsprung. Am häufigsten wirst du in Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Spandau, Neukölln und Reinickendorf fündig.

Dein anrechenbares Jahreseinkommen liegt unter 26.400 Euro allein oder 39.600 Euro zu zweit. Beantrage zuerst den WBS über service.berlin.de und starte parallel bei den landeseigenen Gesellschaften. Ob du in eine Stufe fällst, klärt vorab der WBS-Rechner von ImmoScout24.

Du willst wissen, ob ein Inserat überteuert ist. Vergleiche es mit dem Bezirkswert aus der Tabelle oben, nicht mit dem Stadtdurchschnitt. Selbst innerhalb eines Bezirks gibt es große Preisunterschiede. Maßstab der Mietpreisbremse ist dagegen der amtliche Mietspiegel, und bei Zweifeln an der Zulässigkeit ist der Berliner Mieterverein die richtige Adresse.

Du suchst bewusst bei privaten Vermietern. Kleinanzeigen hat dafür den größten sichtbaren Anteil. Stell die Liste auf „Neueste“ um und schreib deine Selbstauskunft gleich in die erste Nachricht.

Häufige Fragen zu günstigen Wohnungen in Berlin

In welchem Berliner Bezirk gibt es die meisten Angebote unter 10 Euro je Quadratmeter?

In Marzahn-Hellersdorf. Dort lagen 2025 44 Prozent aller Angebote unter 10 Euro je Quadratmeter, in Lichtenberg 37, Spandau 32, Neukölln 31 und Reinickendorf 29 Prozent. Berlinweit waren es 22 Prozent, in Mitte 10 Prozent.

Welcher Berliner Bezirk ist der günstigste?

Marzahn-Hellersdorf, mit einem Median von 11,56 Euro je Quadratmeter netto kalt, vor Spandau (12,50) und Reinickendorf (12,80). Am teuersten ist Mitte mit 20,00 Euro. Berlin insgesamt liegt bei 15,78 Euro (Angebotsmieten 2025).

Sollte man die Wohnungssuche in Berlin auf einen Bezirk begrenzen?

Besser nicht. Günstige und teure Angebote liegen in fast jedem Bezirk nebeneinander, nur in unterschiedlichem Verhältnis. Wer den Bezirk als Filter setzt, verliert deshalb günstige Wohnungen in Mitte oder Charlottenburg-Wilmersdorf und bekommt die teuren in Marzahn-Hellersdorf trotzdem angezeigt. Filtere stattdessen nach Preis über ganz Berlin und nimm Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Spandau, Neukölln und Reinickendorf als Startpunkt.

Warum nennen Mietspiegel und Portale unterschiedliche Preise für Berlin?

Weil sie Verschiedenes messen. Der amtliche Mietspiegel 2026 nennt 7,71 Euro je Quadratmeter für den Bestand. Die Angebotsmieten der Investitionsbank Berlin von 15,78 Euro beschreiben die Neuvermietung 2025. Portalwerte wie die 14,53 Euro von immowelt stammen aus dem eigenen Inseratebestand. Verrechnen lassen sich die drei Zahlen nicht.

Über welches Portal findest du eine günstige Wohnung in Berlin?

immowelt deckt Zugang und Bewerbung am vollständigsten ab: Jede Anzeige ist für alle sichtbar und kontaktierbar, die Kontaktanfrage geht ohne Nutzerkonto, der Suchassistent meldet auf Wunsch sofort, und die Bewerbermappe gehört zum kostenlosen Konto. Den breitesten Bestand hat ImmoScout24, den größten Preisunterschied bieten die landeseigenen Gesellschaften, Kleinanzeigen hat die vollständigste Mietangabe.

Wie bekommst du eine Wohnung bei einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft?

Gesucht wird zentral im Wohnungsfinder auf inberlinwohnen.de, beworben bei der jeweiligen Gesellschaft über deren eigenes Formular. Das Angebot ist knapp: Der Bestand der sieben Gesellschaften liegt bei rund 390.000 Wohnungen (Stand August 2026); bei den sechs Wohnungsbaugesellschaften liegt die Fluktuationsquote bei 3,8 Prozent, 2024 wurden dort 12.398 Wohnungen wiedervermietet. Bei der Gewobag entscheidet ein Zufallsverfahren über die Besichtigung.

Brauchst du für eine günstige Wohnung in Berlin einen WBS?

Nicht in jedem Fall: 2024 gingen 4.209 der 12.398 Wiedervermietungen der landeseigenen Gesellschaften an Haushalte ohne WBS-Berechtigung. Wo eine Wohnung belegungsgebunden ist, ist der Wohnberechtigungsschein zwingend. Maßgeblich ist das anrechenbare Jahreseinkommen, nicht das Brutto:

WBS-Stufe1 Person2 Personenje weitere Person
WBS 14016.800 €25.200 €5.740 €
WBS 16019.200 €28.800 €6.560 €
WBS 18021.600 €32.400 €7.380 €
WBS 22026.400 €39.600 €9.020 €

Anrechenbares Jahreseinkommen, Stand 2026. Der WBS gilt in der Regel zwölf Monate, beantragt wird er über service.berlin.de. Quelle: Berliner Mietratgeber, Abruf August 2026.

Wie dieser Vergleich entstanden ist

Die Bezirksdaten stammen aus dem Tabellenband des Wohnungsmarktberichts 2025 der Investitionsbank Berlin, Tabelle 25 und 26 (VALUE Marktdatenbank, RegioKontext GmbH). Die Berliner Angebotsmiete 2024 von 15,74 Euro stammt aus dem Tabellenband 2024, Tabelle 25. Mietspiegel und WBS stützen sich auf berlin.de, die Angaben zu den landeseigenen Gesellschaften auf inberlinwohnen.de und deren Berichtswesen. Alle Portalangaben wurden im August 2026 selbst abgefragt, die immowelt-Preisdaten mit Stand August 2026. Bewertet wurde entlang der fünf oben offengelegten Kriterien anhand öffentlich zugänglicher Angaben.

Verfasst von Fabian Lindhofen · Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

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