Positives von der Schule

Neukölln feiert fertig saniertes Gymnasium

Neukölln feiert fertig saniertes Gymnasium
Hinter diesem Fenster liegt die renovierte Turnhalle des Ernst-Abbe-Gymnasiums. Zur Foto-Galerie
Es ist das älteste Gymnasium des Bezirks und stand wie viele andere Schulen der Stadt in einem großen Sanierungsstau. Doch an der Ernst-Abbe-Schule gelang, wovon anderswo noch geredet wird.

Sonnenallee, Nord-Neukölln, ein internationaler Flecken von Berlin. Für eine Schule ein spannender Ort, herausfordernd für Lehrer, Schulleitung, Schüler. Aber hier besteht eben auch die Möglichkeit zu zeigen, wie es gehen kann mit dem Lernen in einem multi-ethnischen Umfeld. Das Ernst-Abbe-Gymnasium geht es offensiv an, nimmt etwa als eine von neun weiterführenden Berliner Schulen am Bundesprogramm Bildung durch Sprache und Schrift teil, das sich der intensiven Sprach- und Leseförderung widmet.

Doch alle Bemühungen würden konterkariert, wenn das Lernumfeld nicht stimmt. Dazu gehören die aktuelle Technik, aber auch ansprechende, sichere Räumlichkeiten. Das Ernst-Abbe ist mit über 115 Jahren das älteste Gymnasium von Neukölln, untergebracht in einem dieser typischen Gebäude aus rotem Ziegelstein, komplett mit hübschem Giebelwerk. Das Ensemble aus Haupt- und Hofgebäude sowie Turnhalle steht als Baudenkmal unter Schutz. Trotzdem, aber auch gerade deswegen hatte sich in den letzten Jahrzehnten enormer Sanierungsbedarf ergeben: Denkmalgerecht modernisieren ist in der Regel teuer, dem Bezirk fehlte das Geld.

Modernisierung bei laufendem Betrieb

Doch 2012 konnten die Arbeiten dank zusätzlicher Mittel aus der Städtebauförderung beginnen. Man ging dabei etappenweise vor – und sanierte bei laufendem Schulbetrieb. Zunächst war die Turnhalle dran, die nun „heller und schöner“ ist, wie Schulleiter Tilmann Kötterheinrich-Wedekind findet. Anschließend wurden das Hofgebäude und bis in dieses Jahr hinein der Bau direkt an der Sonnenallee saniert. Noch gearbeitet wird am Schulhof, doch auch der soll in Kürze fertig sein.

Neuer Zeichensaal im Dachgeschoss des Hofgebäudes des Ernst-Abbe-Gymnasiums ©Susanne Tessa Müller

Am Freitag, 17. November, wurde die Sanierung schon mal kräftig gefeiert – mit Führungen und Vorführungen der Schüler, einer Schulparty, aber natürlich auch prominenten Gästen. Bausenatorin Katrin Lompscher, Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey und Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer waren in der neuen Turnhalle mit dabei. Und tatsächlich sind die Neuerungen im rund 200 Meter vom Rathaus Neukölln entfernten Gymnasium viel mehr als reine Kosmetik: Brandschutz und Rettungswege wurden zeitgemäßer gestaltet, Fenster energetisch saniert, Unterrichtsräume und Flure schallgedämmt.

Für den Alltag der Schüler noch entscheidender: Durch den Ausbau eines Dachgeschosses entstanden neue Zeichenräume, in den renovierten Unterrichtsräumen gibt es nun Whiteboards, Beamer und Internet. Besonders froh ist Schulleiter Kötterheinrich-Wedekind über die Bibliothek im Kellergeschoss: „In der neuen Schulbibliothek gelingt erstmals seit langer Zeit wieder die Zusammenfassung des ganzen Medienbestandes der Schule an einem Ort. Sie ist damit eine zentrale Voraussetzung für unsere erfolgreiche Sprachbildungsarbeit in der Sonnenallee.“ Bleibt zu hoffen, dass die nun angekündigte Berliner Schulbauoffensive auch andernorts zu solchen Ergebnissen führt.

Foto Galerie

Ernst-Abbe-Schule, Sonnenallee 79, 12045 Berlin

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