Bauvorhaben im Bezirk

2.000 neue Wohnungen für Tempelhof-Schöneberg

2.000 neue Wohnungen für Tempelhof-Schöneberg
Noch gibt es in der ganzen Stadt Baulücken wie diese. In Tempelhof-Schöneberg sollen sie nun verstärkt geschlossen werden.
Die Bilanz der für die Stadtentwicklung in Tempelhof-Schöneberg zuständigen Stadträtin Sibyll Klotz für die erste Halbzeit der laufenden Wahlperiode lässt hoffen. Neben den bereits genehmigten 1.051 neuen Wohnungen sind weitere rund 2.000 Wohneinheiten im Gespräch. Ob und inwieweit die meist privaten Investoren zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum überredet werden können, bleibt jedoch offen.

Der Wohnraum in der Berliner Innenstadt wird zunehmend knapp. Vor allem bezahlbare Mietwohnungen stehen nicht mehr selbstverständlich zur Verfügung. Die Bezirke versuchen, der Entwicklung mit der Förderung des sozialen Wohnungsbaus und Anreizen für private Investoren entgegenzuwirken. Doch die Ergebnisse sind bislang nicht unbedingt zufriedenstellend, vielerorts – ob entlang der Clayallee in Zehlendorf, in der City West oder am Spreeufer – sprießen Luxuswohnungen oder reine Gewerbeimmobilien aus dem Boden. Auch bei den angekündigten Neubauprojekten in Tempelhof-Schöneberg ist nicht sicher, dass die Investoren auch einen verbindlichen Anteil bezahlbarer Mietwohnungen schaffen. Da es um die Freiwilligkeit nicht so gut bestellt ist, arbeitet der Senat derzeit an einem berlinweiten Gesetzentwurf.

700 neue Wohnungen am Tempelhofer Weg

Ob dieser bereits für die großen Bauvorhaben greift, die im Bezirk auf der Agenda stehen, ist nicht sicher. Schwerpunkt der Planungen ist die sogenannte „Schöneberger Linse“ zwischen den S-Bahnhöfen Südkreuz und Schöneberg. Hier sollen ganze 700 Wohnungen gebaut werden, der Bezirk drängt auf einen Anteil an bezahlbarem Wohnraum. Auch beim zweitgrößten Investitionsvorhaben entlang der Bessemerstraße, hier sind derzeit 230 neue Wohnungen angedacht, strebt der Bezirk einen Anteil von 25 Prozent sozialverträglichen Wohnraums mit Preisen unter der durchschnittlichen Neubaumiete an. Eine Kita und öffentliche Grünflächen sind hier ebenfalls im Gespräch. In der Bautzener Straße gilt ähnliches: Von 250 Wohungen sollen 80 Prozent zur Miete stehen und 25 Prozent der Mietwohnungen nach den Regeln der Wohnungsbauförderung des Senats entstehen.

Neben den genannten Projekten sollen weitere Potenzialflächen erschlossen werden: So sind beispielsweise 100 Wohnungen an der Kurfürstenstraße (Schöneberg), 14 Wohnungen in der Nuthestraße oder kleinere Projekte wie die Schaffung von elf zusätzlichen Wohnungen in der Welserstraße oder 36 Wohnungen in der Blohmstraße angedacht. Auch nicht uninteressant: Nach Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg sollen nun auch in Tempelhof-Schöneberg drei Quartiere unter Bestandsschutz gestellt und damit vor Gentrifizierung und Verdrängung geschützt werden. Die Festsetzung des Milieuschutzes für die Gebiete Barbarossaplatz/Bayerischer Platz, Bautzener Straße und Kaiser-Wilhelm-Platz ist für Herbst 2014 geplant.

2.000 neue Wohnungen für Tempelhof-Schöneberg, Bayerischer Platz, Berlin
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