Museumsjubiläum

Der Hamburger Bahnhof wird 20

Der Hamburger Bahnhof wird 20
Die Installation von Christoph Büchel ist im November im Hamburger Bahnhof zu sehen. Er setzt sich hier mit der US-amerikanischen Gesellschaft auseinander. Das Foto ist während der Art Basel in Miami Beach (2007) entstanden. 
Moabit – Hoch die Tassen! Zum runden Geburtstag gibt es am 5. und 6. November freien Eintritt. Was du im Museum für Gegenwart zu sehen bekommst und ein paar Fakten rund um die bekannte Ausstellungsstätte gibt es bei uns.

Im September 2016 wurde die großförmige Skulptur Imperial Love der Pop-Art-Ikone Robert Indianas an den Eingang des Hamburger Bahnhofs gestellt. Besucher können aktuell unter dem Hashtag #20yearsoflove ihre Eindrücke teilen. Gleichzeitig dient die Skulptur als symbolische Geburtstagstorte. Schließlich wurde am 1. November 1996 der Hamburger Bahnhof als Museum der Gegenwart eröffnet, also vor 20 Jahren. Mit rund 10.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche hat der Hamburger Bahnhof einen Platz unter den international bedeutendsten Museen der Kunst nach 1960 inne.

Aber der Name verrät es schon – vor 170 Jahren diente das Museum noch einem anderen Zweck. So brach im Dezember 1846 ein Zug von Berlin nach Hamburg zur Jungfernfahrt auf. Allerdings konnte der Hamburger Bahnhof trotz mehrerer Neuerungen das wachsende Verkehrsaufkommen zu der Zeit nicht stemmen, sodass er schon 1884 stillgelegt wurde. 1904 wurde das Gebäude passenderweise zum Verkehrs- und Baumuseum. Kleiner Fun Fact: Diese Bezeichnung steht bis heute am Gebäude dran.

In den nächsten Jahrzehnten erlebte das Gebäude starke Beschädigungen durch den Zweiten Weltkrieg und wurde während der deutschen Teilung überhaupt nicht genutzt. 1988 übergab der Senat das Gebäude der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Der Plan zeitgenössische Kunst auszustellen war geboren.

Von Joseph Beuys über Andy Warhol bis hin zu Damien Hirst und Tomás Saraceno – sie alle brachten mit ihrer Kunst die Räume im Hamburger Bahnhof zum Leben und verbleiben auch über die Jahre hinweg im Gedächtnis. So auch die Sensation-Ausstellung mit Werken von jungen britischen Künstlern aus dem Jahr 1998. Damien Hirst stellte hier einen blutigen Rinderkopf aus, um den Fliegen schwirrten. Für die einen war das Faszination pur, für die anderen gab es Geisterbahn-Feeling. Aber auch Saraceno wirkt mit seinem Cloud Cities noch nach. Besucher konnten bis Februar 2012 auf riesigen Ballons Platz nehmen und Gärten schwebten in der Luft. Die üblichen Vorstellungen von Architektur und Raum wurden so komplett auf den Kopf gestellt.

Gerade ist eine Installation von Christoph Büchel, einem Schweizer Aktionskünstler, zu sehen. Büchel hat sich jahrelang mit der US-amerikanischen Gesellschaft, was zum Beispiel Kultur und Militär angeht, auseinandergesetzt. Pünktlich zur Präsidentschaftswahl in den USA wird das Werk aus dem Jahr 2007 wieder gezeigt. Außerdem wird ab 27. Oktober das Konzertprojekt Scores ausgestellt. Verschiedene Künstler widmen sich dem Thema der musikalischen Partitur.

Der Hamburger Bahnhof ist und bleibt also eine Stätte bei der Kunst erlebbar wird. Egal, ob die Kunst gesellschaftliche Phänomene aufgreift oder den Besucher aktiv auf riesige Ballons steigen lässt – die Kunst scheint etwas mit dir im Hier und Jetzt zu machen.

Mehr Informationen zu den Ausstellungen findest du auf der Museumsseite. Der freie Eintritt gilt am 5. und 6. November 2016 von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Hamburger Bahnhof / Museum für Gegenwart Berlin, Invalidenstr. - 5051, 10557 Berlin

Telefon 030 39783411
Fax 030 266422290

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Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Samstag und Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr

Hamburger Bahnhof / Museum für Gegenwart Berlin

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