Handaufzucht im Tierpark

Tigerbaby Alisha schlabbert fleißig Milch

Tigerbaby Alisha schlabbert fleißig Milch
Das Tigerbaby Alisha wird im Tierpark mit der Flasche aufgezogen. Ihre Fütterung kann man täglich von 12 bis 13 Uhr im Tierpark Berlin beobachten. Zur Foto-Galerie
Das im Dezember im Tierpark Berlin geborene Amurtigermädchen Alisha entwickelt sich prächtig. Derweil kritisieren Tierschützer, dass in zoologischen Einrichtungen die Handaufzucht von Tierbabys zu häufig vorkommt. Sie fordern eine bessere Nachwuchsplanung.

Knapp zwei Monate ist das Tigerbaby Alisha nun alt: Zeit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren! Ab sofort können Besucher des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde das tapsige Raubkätzchen bei der Fütterung beobachten. Täglich von 12 bis 13 Uhr bekommt sie von ihren Pflegern eine Flasche mit 300 Mililiter Ersatzmilch. Insgesamt gibt es 800 Mililiter am Tag, aber nicht bei allen Mahlzeiten dürfen alle zugucken. Ein bisschen Ruhe muss schließlich auch sein. Die meiste Zeit verbringt Alisha noch mit Schlafen, ein bisschen aktiver wird sie aber auch schon. Zum Beispiel, wenn sie kleine Fleischstückchen vor die Nase gehalten bekommt. Da werden die kleinen Tigerbabyaugen ganz groß. Außerdem beansprucht sie viel Liebe: „Alisha ist ein kleiner Schreihals und fordert, genauso wie Menschenkinder, mit Schreien und Rufen unsere Aufmerksamkeit ein. Die bekommt sie natürlich. Es kann sein, dass wir gerade keine Zeit haben, weil wir uns auch um die anderen Bewohner des Alfred-Brehm-Hauses kümmern müssen. Da protestiert Alisha gern“, berichtet Tierpflegerin Angelika Berkling.

Handaufzucht wird immer häufiger

Das ist auch kein Wunder, denn das Amurtigermädchen bekam von ihrer Mutter, Tigerdame Aurora, nach ihrer Geburt am 10. Dezember 2014 nicht genug Milch. Ihre zwei Geschwister verstarben schon nach 11 Tagen und auch Alisha hatte bis dahin stark abgenommen. Deshalb entschied sich ihr Tierpflegerteam, das Junge mit der Hand aufzuziehen.

Der Tierschutzverein für Berlin warnt indessen, dass die Handaufzucht von Tierbabys in zoologischen Einrichtungen überproportional häufig vorkomme. So werde beispielsweise gerade auch im Berliner Zoo das Orang-Utan-Baby Rieke mit der Flasche gefüttert. Handaufzuchten seien zwar in manchen Fällen notwendig, aber die Zoos würden oft unkontrolliert züchten und darüber hinaus Platzmangel sowie die veränderte Sozialisierung von Tieren in Gefangenschaft nicht beachten. „Der Zoo hat die Verantwortung für seine Tiere. Wir fordern, dass der Zoo vor einer Zucht Konzepte entwickeln muss, wie mit welchen Tieren gezüchtet wird und was mit den Tieren geschieht, die nicht angenommen werden“, kritisiert Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins für Berlin.

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