Ratgeber

Hanfprodukte werden in Berlin immer populärer

CBD-Fachgeschäfte lassen sich nieder, die Verkaufszahlen steigen, der Markt für Hanfprodukte boomt – willkommen in Berlin.
CBD-Fachgeschäfte lassen sich nieder, die Verkaufszahlen steigen, der Markt für Hanfprodukte boomt – willkommen in Berlin.
Legale Hanfprodukte dürfen einen Maximalgehalt von 0,2 % des berauschenden THCs aufweisen. Sie befinden sich im freien Handel und können aufgrund des enthaltenen CBDs eventuell bei bestimmten gesundheitlichen Problemen helfen. Die Produktvielfalt und Absatzzahlen der CBD-Hanfprodukte nehmen stetig zu.

Es heißt, CBD-Produkte könnten Schmerzen lindern und psychische Zustände verbessern. Ein zugelassenes Wirkungsversprechen ist dies rechtlich gesehen nicht. Dennoch steigt die Nachfrage nach CBD-Produkten. Ganz gemäß dem Credo „Probieren kann ja nicht schaden“ kaufen immer mehr Berliner die verschiedensten Hanfprodukte und testen diese aus. Der Verkauf erfolgt zwar in einer rechtlichen Grauzone, aber für Konsumenten ist der Kauf an sich unbedenklich.

Boomender Markt zeichnet sich in Berlin seit Jahren ab

Eindeutige Zahlen zum Absatz von Hanfprodukten in Berlin gibt es nicht. Zu neu und umstritten ist dieses Produktfeld teilweise noch. Allerdings ist es bereits seit Jahren in aller Munde. Wir berichteten schon 2015 von Anträgen des Bezirksamts für „Cannabis-Fachgeschäfte“. Dass daraus letzten Endes nichts wurde, tat der steigenden Popularität der Hanfprodukte, die im Gegensatz zum Cannabis fast komplett ohne das berauschende THC als Inhaltsstoff auskommen, keinen Abbruch.

Die Hanfprodukte mit CBD als nicht-psychoaktivem Inhaltsstoff haben sich etabliert und sind auf dem Vormarsch. Kaugummis, Cremes, Öle – was gibt es mittlerweile nicht als Hanfprodukt? Aus den Cannabis-Fachgeschäften wurde nichts, aber dafür gibt es mehrere CBD-Fachgeschäfte in Berlin, deren Betreiber über eine rege und breit diversifizierte Kundschaft verfügen. Was sind die Gründe dafür, dass die Hanfprodukte mit CBD in zahlreichen Bevölkerungsschichten eine steigende Beliebtheit erfahren?

Gründe für die steigende Nachfrage

Der Grund für die steigende Nachfrage und zunehmende Bekanntheit von Hanfprodukten besteht nicht in der berauschenden Wirkung – diese gibt es nämlich bei Hanfprodukten nicht. Beim Anbau von Hanfpflanzen sind für den Gehalt an THC, dem berauschenden psychoaktiven Wirkstoff Tetrahydrocannabinol, in Europa und somit für die Verwendung in Hanfprodukten gesetzliche Vorschriften auferlegt: Maximal 0,2 % THC-Anteil in Hanfpflanzen sind erlaubt.

Zum einen erhoffen sich Anwender eine medizinische Wirkung vom in Hanfprodukten enthaltenen CBD. Zum anderen lockt die Vielfalt an verschiedenen Hanfprodukten neue Kunden an.

Weil THC in sehr geringer Menge vorhanden ist, erhoffen sich Nutzer von Hanfprodukten stattdessen durch den anderen Inhaltsstoff, das CBD (Cannabidiol), einen bestimmten medizinischen oder psychischen Nutzen. Die Hoffnung auf diese mögliche Wirkung sowie das vielfältige Angebot an Hanfprodukten sind die maßgeblichen Gründe, weswegen die Nachfrage nach Hanfprodukten steigt.

Möglicher medizinischer Nutzen

Der mögliche medizinische Nutzen ist der Kernfaktor für die Beliebtheit der Hanfprodukte; hierbei liegt die Betonung auf „möglich“. Weil einerseits von wissenschaftlicher Seite aus Belege für den medizinischen Nutzen fehlen und andererseits keine Health-Claims für Hanfprodukte zugelassen sind, darf lediglich damit geworben werden, inwiefern Hanfprodukte helfen „können“.

Hierunter fallen Behauptungen, CBD könne Krämpfe lösen, beruhigen und Angst- sowie Hungergefühle nehmen. Inwiefern diese Wirkungen tatsächlich eintreten und dann auf die Einnahme des CBDs zurückzuführen sind, ist eine Frage des Individualfalls. Bekannt wurden die potenziell medizinischen Auswirkungen des CBDs aufgrund der vermeintlichen Überlieferungen aus fremden Kulturen sowie die einzelnen Berichte von Konsumenten hierzulande und auch speziell in Berlin.

Breites Anwendungsspektrum begünstigt die Popularität

Der Verkauf von Hanf in Form von Blüten ist nicht gestattet. Daher verarbeiten die Produzenten das Hanf in verschiedenen Produkten:

  • Öle
  • Kapseln
  • Kosmetik
  • Tee
  • Nahrungsergänzungsmittel

Auch Tierfutter mit CBD-Gehalt ist erhältlich. Die verschiedenen Produkte haben insgesamt eine Vielfalt an Anwendungszwecken, was ein fördernder Faktor für die steigende Popularität der Hanfprodukte ist. Personen, die von den möglichen Wirkungen als Anti-Stress- und Beruhigungsmittel profitieren möchten, entscheiden sich des Öfteren für Kapseln und Tee. Wieder andere Personen, die ihrer Haut oder den Haaren etwas Gutes tun möchten, ziehen meist die Öle und Kosmetikprodukte mit CBD den anderen Produktvarianten vor. Nahrungsergänzungsmittel wiederum eignen sich, wenn ein Mangel an Mikronährstoffen kompensiert und zugleich die eventuell therapeutische Wirkung der Hanfprodukte genutzt werden sollen.

Die Hanfprodukte weisen also ein breites Anwendungsspektrum auf. Dies kommt Personen in verschiedenen Altersklassen und in verschiedenen Lebenssituationen zugute. Jene, die unter Zeitdruck stehen, können die Kapseln oder Nahrungsergänzungsmittel auf die Schnelle einnehmen. Andere Personen, die Hanfprodukte in Verbindung mit Wellness und Entspannung betrachten, haben Öle, Kosmetikmittel und Tee zur Wahl.

Vorschriften für Hanfprodukte

Unabhängig davon, welches Hanfprodukt vorliegt, müssen für den legalen Verkauf Vorschriften eingehalten werden. Hierzu gehört ein THC-Wert von maximal 2,5 Milligramm pro Tagesdosis bzw. 0,2 % THC-Anteil. Um diese THC-Werte zu erreichen, wird das Hanf speziell herangezüchtet. Ein Problem besteht bei den Hanfprodukten dennoch: Weil es sich gut vermarkten lässt, vertreiben die Hersteller häufig Hanfprodukte mit einem höheren CBD-Gehalt, was damit einhergeht, dass auch der THC-Gehalt ansteigt und die 2,5 Milligramm pro Tagesdosis übertrifft. Dennoch gelangen diese Produkte in den Verkauf, weil keine Behörde, sondern innerhalb der EU lediglich die Hersteller selbst für die Lebensmittelsicherheit verantwortlich sind.

Jedes Hanfprodukt ohne Sondergenehmigung wird in einer rechtlichen Grauzone verkauft. Die Verbraucher bzw. Käufer müssen sich deswegen allerdings keine Sorgen machen.

Abgesehen vom THC-Wert ist die Form, in der Hanfprodukte verkauft werden, entscheidend. In Blütenform ist der Verkauf nicht gestattet – sogar, wenn der THC-Wert von 2,5 Milligramm pro Tagesdosis gesetzeskonform nicht überschritten wird. Laut Argumentation von Gerichtshöfen und Polizisten würden sich die Blüten nicht von Cannabis mit einem höheren THC-Wert unterscheiden. Es sei möglich, dass Händler die Blüten kaufen und illegal fälschlicherweise als Rauschmittel verkaufen würden.

Somit lässt sich für den Verkauf ableiten, dass Hanfprodukte einerseits einen THC-Wert von höchstens 2,5 Milligramm pro Tagesdosis haben und andererseits nicht in Blütenform sein dürfen. Diesen Vorschriften werden Hersteller gerecht, indem sie das CBD in Ölen, Cremes und anderen Produkten weiterverarbeiten und einen moderaten CBD-Gehalt einhalten.

So entstehen die käuflichen Hanfprodukte, mit denen der Handel nach wie vor nicht erlaubt ist, aber in einer Grauzone toleriert wird. Verbraucher müssen sich deswegen keine Sorgen machen. Der Kauf von CBD-Produkten wird nicht belangt. Stattdessen besteht eine Aussicht, vielleicht gesundheitlich und psychisch davon zu profitieren.

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