Hashi Izakaya in Mitte

Japanische Tapas

Kleine Leckerbissen im Hashi Izakaya.
Kleine Leckerbissen im Hashi Izakaya.
Ein neues japanisches Restaurant in der Rosenthaler Straße macht mit Leckerbissen jenseits von Sushi und Co. von sich reden.

Schon aus der Ferne entpuppt sich das Hashi Izakaya als einer der angesagten Szene-Treffs, die in Mitte wie Pilze aus dem Boden wachsen. Es liegt sehr zentral zwischen Rosenthaler Platz und Hackeschem Markt und auf den gut gefüllten Außensitzplätzen tummeln sich betuchte Kreative im flackernden Kerzenlicht.

Die Einrichtung ist, wie bei angesagten Asiaten üblich, spärlich und zurückhaltend. Dafür ziehen die hinter der offenen Küche herumwirbelnden Köche die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Hier entsteht, was zunächst ungewohnt klingt und wofür sich das Hashiko rühmt: japanische Tapas.

Zunächst kommt jedoch eine Vorspeise auf den Tisch. Das landestypische Wurzelgemüse kostet 2,90 Euro und kommt leider etwas langweilig daher. Eine leicht saure Note ist alles, was den Gaumen kitzelt. Der Shrimp Avocado Salat weiß dagegen zu überzeugen. Kräftiges Ingwerdressing überzieht die frischen Shrimps auf knackigem Salat. Allenfalls von den Avocado-Stücken hätte es etwas mehr sein dürfen. Als Entschädigung gibt es für 4,90 Euro auch noch japanische Chips dazu.

Die japanische Alternative?

Nun zu den Tapas. Kann das Makrelenfilet in Zitronen-Sojasauce (6,90 Euro) die Testerin noch nicht vom Hocker reißen, so ist das „Spicy Tuna“, gehackter Thunfisch mit Mayo und Schalotten auf fritiertem Reis für 5,90 Euro, schon deutlich verlockender. Die servierten Rindfleischspieße (3,90 Euro) hätten zwar, ebenso wie der gegrillte Tintenfisch in Ingwer-Sojasauce für 6,90 Euro, etwas zarter sein können, doch die Oktopus-Bällchen (4,90 Euro), innen weich, außen gebacken, entschädigen für das kleine Manko.

Zum Abschluss wird ein Sesameis mit sparsamer Fruchtbeilage (zwei Erdbeerhälften, drei Kiwischeiben) und gewöhnungsbedürftiger Färbung serviert. Für 3,90 Euro gibt es zumindest etwas Sahne dazu.

Die Bedienung im Hashi ist zwar freundlich, weiß jedoch nicht mit Fachwissen und Schnelligkeit zu überzeugen. Manche Frage scheitert an einer Sprachbarriere. Und auch die Möglichkeiten des effizienten Kellnerns müssen noch ans Personal weitergereicht werden. Es könnte sich als vorteilhaft erweisen, das benutzte Geschirr erst abzuräumen, bevor die neuen Gerichte auf den Tisch kommen.

Ansprechende Getränkekarte

Die Auswahl an Getränken entpuppt sich hingegen als zufriedenstellend. Die wenigen offenen Weine, Prosecco, sowie japanisches und chinesisches Bier löschen den Durst auf annehmbare Art und Weise. Auf Wunsch gibt es zum Bier sogar die entsprechenden Gläser dazu.

Eventuell wächst das Hashi Izakaya in den kommenden Monaten ja noch über sich hinaus – wenn die nach eigenen Angaben provisorische Karte ihren endgültigen Schliff bekommen und auch das Personal noch einmal eine Schulung erhalten hat. Bis dahin lohnt sich die Tapas-Küche vor allem für Menschen, die nicht über jeden Euro nachdenken müssen. Dann es ist wie beim spanischen Vorbild: die kleinen Appetithäppchen summieren sich.


Quelle: Der Tagesspiegel

Hashi Izakaya, Rosenthaler Straße 63, 10119 Berlin

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