• Mittwoch, 07. November 2012
  • von Patrick Paul

Modellprojekt in Hellersdorf

Aktuelle Studie zu Frauensporthalle

  • Frauensporthalle im Bezirk Hellersdorf-Marzahn
    2014 soll im Bezirk Hellersdorf-Marzahn eine Frauensporthalle eröffnet werden. Foto: dapd - ©Thomas Wieck

Am 7. November wurden im Rathaus Hellersdorf die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die Aufschluss über die Bedürfnisse von Frauen beim Sport gibt. Auf Grundlage der Studie soll im Bezirk Marzahn-Hellersdorf eine Frauensporthalle entstehen.

Bei dem Modellprojekt Frauensporthalle handelt es sich berlinweit um ein einmaliges Vorhaben, bei dem durch die Bereitstellung öffentlicher Infrastruktur, die Teilnahme von Frauen im Sport gefördert werden soll. Nach Angaben von Bezirksbürgermeister Stefan Komoß seien von allen Sport- und Vereinsmitgliedern nur 34 Prozent weiblich.

"Nach einer Zählung der Mitglieder in Sport- und Fitnessvereinen, entstand die Idee, eine Frauensporthalle zu konzipieren. Wir wollen Frauen eine sportliche Alternative zu Fitnessclubs bieten, bei der sie prozentual die Mehrzahl und nicht mehr nur ein Drittel der Mitglieder ausmachen", so Komoß über die Idee einer Frauensporthalle.

Wenige Frauen im Vereinssport aktiv

Für das Projekt war es wichtig, eine breite Öffentlichkeit zu schaffen. Diesbezüglich beauftragte das Sport- und Schulamt die Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf, eine Studie zu den sportlichen Aktivitäten von Frauen und zu den Erwartungen an eine Frauensporthalle durchzuführen. Zwischen Januar und Juni 2012 wurden 442 Fragebögen ausgefüllt.

Studienleiterin Dr. Eva Maria Beck zeigt sich zufrieden mit der Erhebung: "Wir haben einen repräsentativen Querschnitt durch alle Bevölkerungsschichten erreicht. Frauen im Alter zwischen 12 und 92 Jahren beantworteten die Fragen, wobei das Durchschnittsalter bei 48 Alter lag und 60 Prozent der Befragten aktiv Sport treiben." Darüber hinaus habe sich gezeigt, dass die Hälfte der befragten Frauen privat Sport treibe, 20 Prozent Mitglied eines Fitnessstudios seien und nur 16 Prozent regelmäßig am Vereinssport teilnehmen würden.

Sauberkeit und Standort wichtig

Im Trend liegen laut der Studie Sportarten, die in kleinen Gruppen ausgeübt werden können, zum Beispiel Gesundheitssport (Yoga, Pilates etc.) oder Tanzsport. Zu den weniger favorisierten Sportarten gehören Leichtathletik und Turnen. Zu den Motiven der Sportlerinnen erläutert Beck: "Stressabbau und die Förderung der Gesundheit stehen im Vordergrund. Viele Befragte gaben auch den Wunsch nach Geselligkeit an."

Welche Erwartungen bezüglich der neuen Frauensporthalle wurden genannt? Wichtiger Punkt ist der Standort. In der Befragung gaben 74,7 Prozent der Frauen an, dass die Sporthalle maximal in 30 Minuten erreichbar sein müsse. Der Mitgliedsbeitrag solle nicht mehr als 20 Euro betragen. Weiterhin wurde ein unterschiedlich breites Sportangebot gewünscht, das einer flexiblen Zeitstruktur unterliegt. Die Turnhalle solle darüber hinaus sauber und gut klimatisiert sein, wobei eine freundliche Atmosphäre mit viel Licht den meisten Befragten am Herzen liegt.

Finanzieller Spielraum vorhanden

Auf die Frage, ob schon eine geeignete Halle gefunden sei, antwortet Komoß: "Das Freizeitforum in Marzahn ist ein idealer Standort. Die Sporthalle wurde erst vor wenigen Jahren saniert, es gibt Nebenräume und ein Gastronomie-Angebot. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich eine Schwimmhalle mit integrierter Sauna, der Jugendclub FAIR und eine Bibliothek. In fünf Minuten ist der S-Bahnhof Marzahn erreichbar."

Wie bei jedem größeren Bau- bzw. Umbauprojekt steht zum Schluss noch die Frage der finanziellen Mittel im Raum. Da das Schul- und Sportamt im Jahr 2012 800.000 Euro plus gemacht habe, seien Gelder vorhanden, betont Komoß. Auch mit Einnahmen aus dem Gastronomie-Betrieb sowie Mitgliedsbeiträgen könne gerechnet werden. "Wir erhoffen uns, 2014 die ersten Sportmöglichkeiten in der neuen Frauensporthalle anbieten zu können und 500 weibliche Mitglieder in den ersten sechs Monaten begrüßen zu dürfen", so Komoß zum Abschluss der Vorstellung der Studie.

 

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12627 Berlin

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Quelle: QIEZ
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