• Freitag, 15. Februar 2013
  • von Nikolaus Triantafillou

Bürgerdialog in Marzahn

Konzept der IGA 2017 vorgestellt

  • IGA Wuhletal
    Das Wuhletal passt als stadtnahe Grünfläche perfekt in das Konzept der IGA 2017. Foto: externe Quelle - ©Malte Lorenzen

Bei einem gut besuchten Informationsabend im Freizeitforum Marzahn informierten die Veranstalter der Internationalen Gartenausstellung 2017 (IGA) über den Stand ihrer Planungen und nahmen Anregungen der Bürger auf. Die Ausstellung wird in den "Gärten der Welt", auf dem Kienberg und im angrenzenden Wuhletal stattfinden.

Rund 300 Bürger folgten am 13. Februar einer Einladung der IGA Berlin 2017 GmbH ins Freizeitforum Marzahn zur Präsentation des Konzepts der Gartenausstellung. Dabei wurden die Anwesenden unter anderem über den Flächenplan, geplante Baumaßnahmen sowie bereits erfolgte Gespräche zum Thema Umweltschutz informiert. Die IGA 2017 war im letzten Jahr nach heftigen Diskussionen vom Tempelhofer Feld nach Marzahn-Hellersdorf verlegt worden.

Das zahlreiche Erscheinen der Bürger beim Infoabend ging einher mit einer offenen Grundhaltung und fundierten Kenntnissen, über die sich die Geschäftsführerin der Veranstalter-Gesellschaft Katharina Langsch erfreut zeigte: "Die Bürger waren sehr gut vorbereitet und haben sehr gezielt nach Kernthemen wie dem beabsichtigten Umgang mit dem Wuhletal gefragt und uns viele Anregungen mitgegeben." Die IGA wird nicht nur in den Gärten der Welt stattfinden, sondern auch den Kienberg und das Wuhletal miteinbeziehen. Im Zuge der Ausstellung sollen dort weitere Renaturierungsmaßnahmen in Angriff genommen werden. Für die Detailplanung wird ein internationaler Landschaftsarchitektur-Wettbewerb ausgelobt – über die Sieger soll eine Fachjury bis Oktober dieses Jahres entscheiden.

Pro und kontra Seilbahn

Zu den Anregungen der Bürger, die die Veranstalter aufnehmen wollen, gehören weitere Infoabende in kleinerem Rahmen, bei denen über einzelne Themen gesprochen werden soll. Konstruktiv wurde bereits über die Möglichkeit diskutiert, eine Seilbahn zur Erschließung des Geländes zu bauen. Der Vorschlag befindet sich noch in der Prüfungsphase – so müssen etwa die geologischen Gegebenheiten des Kienbergs – eines Trümmerbergs – berücksichtigt werden. Unter den Anwesenden fanden sich sowohl Befürworter der Idee, die die dadurch mögliche Barrierefreiheit des Geländes lobten, als auch Kritiker, die Umweltschutz-Bedenken haben.

Ein Hauptthema der IGA 2017 wird die Zukunft des urbanen Grüns sein. Durch zeitgemäße Schwerpunkte wie urbane Landwirtschaft, Urban Gardening und Umweltbildung soll auch ein jüngeres Publikum angesprochen werden. Über die Stadtrandlage des Geländes in Marzahn-Hellersdorf, zwischen Plattenbauten und grünem Umland, ist man bei den Veranstaltern nicht unglücklich: "Wir sehen das als sehr gute Entscheidung", sagt Geschäftsführerin Langsch. Man könne dort sehr gut zeigen, wie man mit Landschaftsräumen umgeht. Auch für den Bezirk sieht sie positive Effekte: "Die Gartenausstellung mit ihrem internationalen Format will dazu beitragen, das Image Marzahn-Hellersdorfs innerhalb der Metropole Berlin zu verbessern."

Aufwertung für Gärten der Welt

Für die bereits touristisch etablierten Gärten der Welt erwartet Langsch eine weitere Aufwertung. Dort war bereits vor der IGA-Verlegung eine Erweiterung geplant – durch die international beachtete Veranstaltung soll nun mehr Zug in den Prozess kommen. Ab 2014 steht der Bau des Englischen Gartens an; bis zur IGA werden außerdem ein Besucherzentrum, eine Bühne und neue Pflanzenhallen entstehen.

Die Kosten der von April bis Oktober 2017 geplanten Ausstellung dürfen allerdings 40 Millionen Euro nicht überschreiten – nur dann übernimmt das Land Berlin bis zu 9,8 Millionen davon. Für den ursprünglich geplanten Standort auf dem Flughafengelände Tempelhof waren noch 50 Millionen vorgesehen. Die nun verbleibende Summe von gut 30 Millionen Euro muss die IGA Berlin 2017 GmbH durch Eintrittsgelder, Sponsoring und Verpachtung von Gastronomie-Standorten aufbringen. Den Veranstaltern ist davor nicht bange: Ihre Kalkulation basiert auf konservativ geschätzten 2,4 Millionen Besuchern. Geschäftsführerin Langsch zeigt sich zuversichtlich: "Gartenschauen haben ein sehr verlässliches Publikum."

Freizeitforum Marzahn

Marzahner Promenade 51 -55
12679 Berlin

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Quelle: QIEZ
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