• Donnerstag, 09. Juli 2015
  • von Nikolaus Triantafillou

Baumaßnahmen zur IGA 2017

Der Kienberg bekommt Terrassen und einen neuen Weg

  • Kienbergterrassen
    2017 soll es am Kienberg aussehen wie auf dieser Simulation. Foto: externe Quelle - ©geskes.hack Landschaftsarchitekten, VIC Brücken und Ingenieurbau, Kolb Ripke Architekten

Marzahn – Eine der landschaftlich markantesten Veränderungen auf dem Gelände der Internationalen Gartenausstellung (IGA) nimmt ab sofort Gestalt an: Am Kienberg entstehen Hangterrassen und ein Panoramaweg, der künftig den U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße mit dem südlichen Eingang der Gärten der Welt verbindet.

Der im Wuheltal gelegene, 102 Meter hohe künstliche Hügel ist bisher für Naturfreunde wie Erholungssuchende nur semi-attraktiv. Nicht einheimische Pflanzen – sogenannte Neophyten – machen den Großteil des Bewuchses aus und beeinträchtigen die Vielfalt, indem sie andere Arten verdrängen. Betroffen sind nicht nur andere Pflanzen, sondern auch Tiere, die Licht und Wärme schätzen. Der Wald zieht sich bis auf den ‚Gipfel‘ des Kienbergs, so dass Spaziergänger selbst vom höchsten Punkt keinen richtigen Ausblick haben.

Das Entwicklungskonzept der IGA-Macher, das im Sommer 2014 vorgestellt wurde, konnte in diesem Punkt durchaus überzeugen. Der Kienberg soll seinen Wald-Charakter behalten, aber durch gezielte  Schaffung und Pflege von Lichtungsbereichen nicht nur attraktiver, sondern auch wieder artenreicher werden.

Mehr Licht, mehr Vielfalt

Mit einer der Hauptmaßnahmen auf dem Weg dorthin wurde nun begonnen: Am sonnenreichen Südhang des Hügels entstehen die Kienbergterrassen. Dazu wird zunächst der Boden modelliert, Treppen zwischen den verschiedenen Niveaus angelegt. In den nächsten Wochen werden außerdem Natursteinmauern errichtet, die künftig unter anderem als Lebensraum für Eidechsen dienen könnten. Zwei parallele Wege sollen in unterschiedlicher Höhenlage durch Streuobstwiesen und offene Wiesenbereiche führen, kleine Plätze zwischendurch zum Haltmachen einladen. Die Terrassierung erfolgt bis zu einer Höhe von 30 Metern; oberhalb geht der Hang in Wald über. Im nächsten Jahr werden die meisten Obstbäume gepflanzt, bevor im Frühjahr 2017 die Terrassengärten erblühen sollen.

Der Ausbau der Kienbergterrassen wird mit Bundes- und Landesmitteln durch die Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie Stadtentwicklung und Umwelt finanziert. Die verbesserten Wegeverbindungen, die im Zuge des Anschlusses an die Berliner Innenstadt langfristig den Gärten der Welt zugutekommen, übernimmt deren Betreiber, die landeseigene Grün Berlin GmbH. Bis der neue Panoramaweg begangen werden kann, vergeht allerdings noch etwas Zeit: Er soll bis zur IGA fertiggestellt sein, die im April 2017 eröffnet. Für die Dauer der Ausstellung ist die Nutzung eintrittspflichtig, danach sollen die Kienbergterrassen frei zugänglich sein.

Weitere Informationen zur IGA 2017 findet ihr auf deren Homepage.

Gärten der Welt

Eisenacher Str. 99
12685 Berlin

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Quelle: QIEZ
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