• Donnerstag, 27. Februar 2014
  • von Nikolaus Triantafillou

Vertragsunterzeichnung

Südtiroler Unternehmen soll IGA-Seilbahn bauen

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  • IGA Berlin 2017 Seilbahn Vertragsunterzeichnung
    Vertragsunterzeichnung in den IGA-Büros im ehemaligen Flughafen Tempelhof: IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt und Martin Leitner schütteln sich die Hände; links Staatssekretär Christian Gaebler, rechts Katharina Langsch, IGA-Geschäftsführerin und Baustadtrat Christian Gräff (CDU) aus Marzahn-Hellersdorf. Foto: QIEZ - ©QIEZ
  • IGA Berlin 2017 Berlin Seilbahn
    Mit der Seilbahn auf den Kienberg: So könnte das 2017 aussehen. Foto: externe Quelle - ©LEITNER ropeways

Kienberg - Die Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 hat einen Investoren und Betreiber für die geplante Seilbahn auf den Kienberg und weiter in die Gärten der Welt gefunden. Heute erfolgte die Vertragsunterzeichnung mit der Leitner AG aus Sterzing. Klappt alles mit der Genehmigung, sollen die Bauarbeiten 2016 beginnen und rechtzeitig vor Beginn der IGA abgeschlossen sein.

Leitner ropeways, die Seilbahn-Sparte des Südtiroler Unternehmens, wird nach den heute vorgestellten Plänen als Investor und Betreiber der Bahn fungieren. Diese soll während der IGA Besucher vom Haupteingang beim U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße auf den 102 Meter hohen Kienberg befördern, wo auch die futuristische Aussichtsplattform "Wolkenhain" entsteht. Von dort geht es weiter durch die Gärten der Welt, die den Hauptbereich der IGA ausmachen, zum Blumberger Damm. Insgesamt ist die geplante Strecke 1,5 Kilometer lang. Der Investor Leitner baut neben Seilbahnen für den Wintersport nach eigenen Angaben zunehmend Modelle für den Transport zu touristischen Sehenswürdigkeiten und im urbanen Raum.

Die Notwendigkeit eines Verkehrsmittels zur barrierefreien Erschließung des Geländes betonte IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt. Neben der Option Seilbahn wurden nach seinen Angaben auch eine schienengebundene Bahn, Busse und ein Schrägaufzug in Erwägung gezogen. "Wir haben uns für die Seilbahn entschieden, weil diese die vielfältig gegebenen Anforderungen am besten erfüllt", so Schmidt. Dazu gehören neben einer Verkürzung der Wege für ältere Gäste, Familien und Menschen mit Handicap auch Naturverträglichkeit, Energieeffizienz und die Anbindung an den Nahverkehr. Nicht verhehlen wollte Christian Gaebler, Staatssekretär für Stadtentwicklung und IGA-Aufsichtsrat, dass auch ein "Aha-Effekt" beabsichtigt sei.

Keine Baumaßnahmen im Wuhletal nötig

Schmidt wie auch Leitner-Vorstandsmitglied Martin Leitner betonten die Umweltfreundlichkeit der geplanten Seilbahn. Sie soll mit insgesamt sieben Stützen auskommen, für die keine großen Gräben oder Rodungen notwendig sind. Im besonders wertvollen Naturraum Wuhletal sind gar keine Stützen vorgesehen. Der Antrieb der Bahn erfolgt laut Leitner über einen neu entwickelten Elektromotor, der besonders energieeffizient sein soll. In insgesamt 65 Kabinen für jeweils zehn Personen ist der Transport von bis zu 3000 Personen je Stunde und Richtung möglich.

Extra bezahlen muss man für die Nutzung der Seilbahn nicht: Der Fahrpreis wird im IGA-Ticket inbegriffen sein; damit sind an einem Tag beliebig viele Fahrten möglich. Genaueres zur Preisstruktur der Gartenausstellung ist noch nicht bekannt. Kalkuliert wird mit einem 'Seilbahn-Anteil' von 2,30 Euro. Dieser Fahrpreis könnte fällig werden, wenn die Bahn nach Ende der IGA weiterbetrieben wird. Nach Aussage von Martin Leitner ist vorerst eine Betriebsdauer von drei Jahren geplant – danach soll vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Überlegungen entschieden werden, ob die Seilbahn an selber Stelle verbleibt, oder abgebaut wird und eventuell anderenorts zum Einsatz kommt.

Staatssekretär Gaebler zeigte sich zuversichtlich, dass das Planfeststellungsverfahren, das einer Baugenehmigung für das Projekt voraus geht, zügig bearbeitet werden kann. Bei positivem Bescheid würde die Bauzeit nach Angaben von Investor Leitner rund neun Monate betragen. Öffentliche Mittel werden für die Bahn nicht aufgewendet. Alle bei der heutigen Pressekonferenz anwesenden Verantwortlichen versicherten noch einmal nachdrücklich, dass nach den Bauarbeiten und der IGA alle abgesperrten Bereiche außerhalb des Geländes der Gärten der Welt wieder frei zugänglich sein werden. Der Wuhletal-Wanderweg würde zudem zu keinem Zeitpunkt gesperrt.

Gärten der Welt

Eisenacher Str. 99
12685 Berlin

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Quelle: QIEZ
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