Hertha BSC, Heimsieg!

Wiedergutmachung gelungen

Hertha gewinnt die Partie gegen Duisburg mit 4:2
Hertha gewinnt die Partie gegen Duisburg mit 4:2
Die Hertha hat durch ein überzeugendes 4:2 gegen den MSV Duisburg die Spitzenposition in der 2. Bundesliga gefestigt und wird auch nach dem Spitzenspiel am Montag auf dem Platz an der Sonne verweilen. Ein wieder einmal gut aufgelegter Ronny glänzt mit einem Tor und zwei Vorlagen und auch Rückkehrer Allagui weiß zu überzeugen.

Nach dem enttäuschenden Auftritt bei der 0:1-Niederlage in Dresden erwarteten viele Fans vom Team von Jos Luhukay Wiedergutmachung. Und der ruhige Holländer, der unter der Woche vor allem in Richtung Änis Ben Hatira klare Worte sprach, änderte das System zurück vom ungewohnten Spiel mit zwei Spitzen zur normalen Aufstellung mit nur einem Stürmer. Ramos rückte wieder in die vorderste Front und den verwaisten Platz auf der rechten Seite nahm Sami Allagui ein, der nach drei Spielen ohne Einsatzzeit wieder in der Startaufstellung stand. Außerdem meldete sich Spielmacher Ronny nach überstandenen muskulären Problemen im offensiven Zentrum zurück. Kurz vor der Partie musste Thomas Kraft jedoch grippebedingt seinen Platz im Tor für Sascha Burchert räumen.

Eine gute erste Halbzeit ist die halbe Miete

Die Hertha startete bei -2 Grad und durchgehend leichtem Schneefall wie die Feuerwehr, bereits nach wenigen Sekunden konnte man den ersten Eckball herausspielen. Und genau so sollte es auch weiter gehen. Hertha zeigte alles, was sie in der Vorwoche vermissen ließen. Kampfgeist und Einsatz waren von der ersten Minute zu spüren. Doch trotz Feldüberlegenheit der Hertha spielten die Gäste in der Anfangsphase mit und so entwickelte sich eine muntere Partie.

In der 12. Minute trat Ronny seine bereits vierte Ecke – von der rechten Seite brachte er den Ball gefühlvoll in die Mitte, wo sein kongenialer Partner Adrian Ramos, umringt von mehreren Duisburgern, den Ball per Kopf platziert ins lange Eck befördern konnte. Diese Führung brachte die Gäste aus dem Tritt und Hertha konnte in der Folge die Dominanz ausbauen.

Die logische Konsequenz war das 2:0 in der 24. Minute. Nach dem besten Angriff des gesamten Spiels war es am Ende Peer Kluge, der den Ball zum aufrückenden Ronny quer legte und dieser, nach ein, zwei Schritten, das Leder mit seinem starken linken Fuß im Netz versenken konnte. Bis zur Halbzeit verwaltete Hertha die Führung geschickt und hätte in weiteren Situationen den Sack bereits zumachen können.

Früher Anschluss bringt keine Wende

Die zweite Halbzeit begann ähnlich spektakulär wie die erste. Zunächst scheiterte Sami Allagui frei vor Keeper Wiedwald und fast im Gegenzug erzielte der Duisburger Brandy den doch etwas überraschenden Anschlusstreffer (49. Minute). Wer nun jedoch dachte, dass das Spiel noch einmal an Spannung gewinnen würde, der sollte sich getäuscht sehen. Anders als sonst so häufig war Hertha in der Lage, sofort wieder das Heft in die Hand zu nehmen und in der 57. Minute erzielte Sami Allagui endlich seinen hart erarbeiteten Treffer, bei dem er nach einer mustergültigen Freistoßflanke von Ronny nur noch den Fuß hinhalten musste.

Sami Allagui war es auch, der maßgeblich am 4:1 in der 64. Minute beteiligt war. Über Umwege gelangte der Ball zum Tunesier und seinen abgefälschten Schuss versenkte der Duisburger Brandy in die eigenen Maschen. Insgesamt hätte Allagui an diesem Tag jedoch vier bis fünf Tore machen müssen; es war ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch noch keine komplette Befreiung.

In der 72. Minute traf Bomheuer noch zum 4:2, was gleichzeitig auch der Endstand in diesem am Ende doch sehr einseitigen und trotzdem kurzweiligen Spiel war. Die Hertha festigt mit dem Spiel die Spitzenposition und macht einen weiteren großen Schritt in Richtung Aufstieg und Zweitliga-Meisterschaft.

Immer wieder Ronny

Gewinner des Spiels war sicherlich zum wiederholten Mal Ronny, der mit drei Torbeteiligungen einmal mehr seine Ausnahmeklasse in dieser Saison unter Beweis gestellt hat. Auch Allagui darf sich trotz mehrerer vergebener Großchancen diesmal zu den Gewinnern zählen, zeigte er doch auch dank zweier Torbeteiligungen seine bisher beste Leistung auf der von ihm weniger geliebten rechten Außenbahn. Auch Adrian Ramos wusste bei gerade für ihn ungünstigen Wetterbedingungen zu glänzen.

Der Defensivverbund war in der ersten Halbzeit gewohnt stabil, in der zweiten Halbzeit mit Maik Franz als Innenverteidiger gab es die eine oder andere Unsicherheit, die sich in den zwei Gegentoren widerspiegelte. Zu erwähnen ist noch, dass sowohl Peer Kluge als auch Adrian Ramos angeschlagen das Feld verlassen mussten; ob und wie lange sie ausfallen, ist bisher nicht bekannt. Wir wünschen beiden auf jeden Fall gute Besserung und dass es keine schwereren Verletzungen sind.

Am kommenden Samstag trifft die Hertha dann in der bayrischen Landeshauptstadt auf die dort ansässigen Löwen von 1860 München.

In diesem Sinne, allen einen guten Start in die Woche!
René ‚Mueggi‘ Jünemann
2. Vorsitzender Berliner Jungs OFC

Wiedergutmachung gelungen, Olympiastadion, 14053 Berlin

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