DFB-Pokal

Was du zu Herthas Einzug ins Halbfinale wissen musst

Was du zu Herthas Einzug ins Halbfinale wissen musst
Ein Blick auf Herthas Fans aus der Ostkurve im Olympiastadion in Berlin.
Eine alte Dame darf im April vor tausenden von Zuschauern im Olympiastadion kicken und alle rasten aus. Nach dem 3:2-Erfolg gegen Heidenheim treten die Berliner nun im Halbfinale des DFB-Pokals im eigenen Wohnzimmer gegen Borussia Dortmund an. QIEZ verrät dir, was du zum Halbfinaleinzug wissen musst.

Der nächste Gegner? Egal, Hauptsache zuhause. In diesem Punkt waren sich alle Spieler nach dem Abpfiff einig. Ein bescheidener Wunsch für jemanden, der gerade Geschichte geschrieben hat. Nach 35 Jahren erreichten die Hauptstadtkicker zum ersten Mal wieder die Runde der letzten Vier im deutschen Pokal. Ob sich nicht der eine oder andere insgeheim doch die Bremer wünschte, wird wahrscheinlich nie jemand erfahren. Die ersehnte Partie vor der Ostkurve erfüllte die Auslosung der Halbfinalpartien in jedem Fall. Diese werden am 19. und 20. April stattfinden. Klarer Wunsch ist jetzt das Finale im eigenen Olympiastadion.

Der Weg ins Halbfinale

Einen wirklichen Härtetest auf dem Weg dorthin stellte auch der FC Heidenheim auf dem Papier nicht da. In den diesjährigen Pokalbegegnugen hatte Hertha bis jetzt noch keinen Club aus der Bundesliga als Gegner. Zunächst setzten sich die Berliner gegen Arminia Bielefeld (0:2), den FSV Frankfurt (1:2 n.V.) und Nürnberg (0:2) durch. Nun wartete der nächste Zweitligaverein.

Die Heidenheimer spielten insgesamt mutig mit und erwischten den deutlich besseren Start. Nach einer Ecke traf Feick in der 10. Minute zum 1:0. Dennoch zeigten sich die Berliner relativ unbeeindruckt und schlugen in Person von Vedad Ibisevic eiskalt zurück (14., 21.). Fortan spielte die alte Dame souverän auf und sorgte in der 58. Minute in Person von Genki Haraguchi für die Entscheidung. Trotz vier Minuten Nachspielzeit und einem Anschlusstreffer per Foulelfmeter durch Schnatterer (81.) brannte schließlich nichts mehr an.

5 Fakten mit denen du mitreden kannst

Was wäre der Fußball ohne seine Emotionen? Nichts. Zahlen und Statistiken gehören allerdings genauso zum Spiel dazu. Wir präsentieren fünf Fakten, die Hoffnungen aufs Finale machen und mit denen du im Gespräch punkten kannst.

1. Das Profiteam der Hertha stand noch nie in einem Heim-Finale im Olympiastadion. Ausgetragen wird das Endspiel in Berlin erst seit der Saison 1984/85. Lediglich die Amateure erreichten in der Saison 1992/93 das Endspiel.

2. Stellt euch auf einen langen Abend ein. Das Team aus der Hauptstadt stand bis jetzt drei Mal im Finale, in zwei Fällen folgte eine Verlängerung.

 

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Ein von #Hertha BSC Offiziell (@herthabsc) gepostetes Foto am

 

3. Die alte Dame besitzt eine positive Heimbilanz gegen die Borussia aus Dortmund. Von 30 Spielen gewann die Hertha insgesamt 13. Lediglich in neun Fällen setzte es eine Niederlage.

4. Entscheidung per Münzwurf? Die statistische Siegwahrscheinlichekeit der Hertha in einem DFB-Pokal-Halbfinale liegt bei 50 Prozent. Nach drei von sechs Spielen im Halbfinale ging es weiter ins ersehnte Endspiel.

5. Wir haben den besten Trainer der Welt. In Pál Dárdais Adern fließt nicht nur blaues Blut, der Ungar gab auch bereits zu Beginn der Saison als Wunschziel aus, wovon andere nur still und heimlich träumten – den Finaleinzug. Außerdem hat das Hertha-Urgestein als Trainer eine mehr als ordentliche Erfolgsquote von 47,8 Prozent.

Der Austragungsort

Der Ort des erbitterten Kampfes um das Heim-Finale ist das Olympiastadion in Charlottenburg. Der Komplex wurde ursprünglich für die Olympischen Sommerspiele 1936 erbaut und fasst 74.649 Zuschauer. Außerdem verfügt das Stadion über die größte Videoleinwand Europas. Wichtiger als weitere architektonische Fakten dürften aber die existenziellen Fragen eines Fans sein. Wie sieht es mit Tickets, Essen und Trinken aus?

Tickets

Wer den in letzter Zeit leider nicht immer erfreulichen Zuschauerschnitt des Vereins heben möchte, muss sich aktuell noch gedulden. Der Vorverkauf der Tickets startet am 19. Februar 2016 um 10 Uhr, ist allerdings zunächst den Mitgliedern und Dauerkartenbesitzern vorbehalten. Der freie Verkauf startet am 1. März 2016 ebenfalls um 10 Uhr. Karten bekommst du dann online oder in den Verkaufsstellen wie dem Hertha Fanshop in Mitte. Obwohl der Spieltermin erst nächste Woche bekanntgegeben wird, solltest du dich schon mal auf Mittwoch den 20. April einstellen, da der BVB aufgrund der möglichen Belastung durch die Europa League mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht am Dienstag spielen wird.

Essen & Trinken

Für eine Wurst zahlst du im Stadion übrigens rund 3,20 Euro, ein halber Liter Bier kostet dich um die 4 Euro. Als Sorte fließt Warsteiner aus dem Zapfhahn. Wer es etwas asketischer mag, bekommt ein Wasser (0,5 Liter) für 3 Euro.

Olympiastadion, Olympischer Platz 3, 14053 Berlin

Olympiastadion

Nächtlicher Glanz: Olympiastadion Berlin

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