Hertha-Spieler

Lasogga – EINE Meinung

Herthas Leih-Stürmer Pierre-Michel Lasogga bei einer Pressekonferenz in Hamburg.
Herthas Leih-Stürmer Pierre-Michel Lasogga bei einer Pressekonferenz in Hamburg.

Michael Preetz hat am Dienstag auf der Veranstaltung 'Hertha im Dialog' verkündet, dass man Pierre-Michel Lasogga, welcher zur Zeit an den HSV verliehen ist und dort eine Bude nach der anderen schießt, nach der Saison zurück nach Berlin holen wird.

Diese Aussage an sich ist insofern schon bemerkenswert und falsch, als dass man den jungen Stürmer gar nicht zurückholen müsste. Denn so lange kein Verein eine jetzt nicht weiter definierte Summe X auf den Tisch legt, müsste er zum Trainingsstart der kommenden Saison sowieso auf den Schenkendorfplatz zurückkehren. Eine Rückholaktion wäre also gar nicht nötig.

Gut. Jetzt kann man sagen, dass sich Preetz einfach ungeschickt ausgedrückt hat. Was er sicherlich sagen wollte war, dass man nicht plant Lasogga zu verkaufen und ihn in der kommenden Saison wieder im Kader der Hertha sehen wird. Doch auch das – und darauf kann man mich gern festnageln – ist so nur die halbe Wahrheit. Auch wenn ich selber nie ein großer Fan vom Langen in der Funktion des Managers war, er ist nun doch lange genug im Geschäft und hat genug durchgemacht, als dass er nicht genau wüsste, wie es in dem Business läuft. Jede andere Aussage zu dem Thema gestern hätte die Position der Hertha in den kommenden Monaten geschwächt und zwar in alle Richtungen.

Nicht über Verkauf reden

Plant man wirklich in der Zukunft mit Pierre-Michel, dann muss man ihm bereits jetzt den sprichwörtlichen Poppes pudern. Man muss ihm glaubhaft klar machen, dass man mit ihm bei der alten Dame in der kommenden Saison plant und er realistische Chancen auf eine Änderung der Situation hat, die er noch aus der Zeit vor seiner Leihe nach Hamburg her kennt.

Und wenn man hinter vorgehaltener Hand plant, ihn an den Meistbietenden zu verkaufen (immerhin läuft sein Vertrag 2015 aus und wenn man noch einmal Bares sehen möchte, muss man im Sommer handeln), dann darf man dies jetzt noch nicht bekannt geben. Das würde die Verhandlungsposition in den kommenden Monaten, ob nun mit dem HSV, dem BVB oder Verein X, massiv schwächen. Wenn bekannt ist, dass man Lasogga versilbern möchte, dann drückt das den Preis.

Chancen für Rückkehr gering

Ich bleibe bei meiner Meinung, die ich seit Wochen vertrete: Pierre-Michel Lasogga wird in der nahen Zukunft keinen Auftritt mehr im blau-weißen Trikot unserer großen Liebe absolvieren. Sollte Adrian Ramos‘ Vertrag (läuft ebenfalls 2015 aus) vorzeitig verlängert werden, gibt es wenig Aussichten auf mehr Einsatzzeiten in Berlin. Zu sehr hält Coach Luhukay an dem Kolumbianer fest, welcher nach seiner Meinung viel besser in sein System passt. Und eins scheint sicher, nachdem er in Hamburg jetzt wieder Blut geleckt hat, wird Lasogga nicht bereit sein, sich noch einmal eine Saison auf die Bank zu setzen.

Nimmt er in Hamburg weiterhin die Entwicklung, die er nun eingeschlagen hat, dann werden diverse Vereine aus dem In- und Ausland Schlange stehen. Ein 21-jähriger Vollblutstürmer mit einer Quote von 10 Toren oder mehr in einer Saison weckt Begehrlichkeiten. Ein Verkauf kann sich dann zu einer Win-Win-Situation entwickeln.

Aber nur, wenn Preetz sich als harter und geschickter Verhandlungpartner zeigt.

In diesem Sinne, René ‚Mueggi‘ Jünemann

2. Vorsitzender OFC Berliner Jungs


Quelle: QIEZ / externe Quelle

Lasogga – EINE Meinung, Olympische Straße, 14052 Berlin

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