Hinterhof-Flohmarkt

Alter Trödel für neue Kiezkultur

Alter Trödel für neue Kiezkultur
Wer alten Trödel loswerden will, sollte im eigenen Garten mal einen Hinterhof-Flohmarkt veranstalten. Das tut auch der Nachbarschaft gut! 
Frohnau - Neues von Polly & Pob: Die Nachbarschafts-Plattform bringt Leben in Berliner Kieze, sogar in abgelegene in Reinickendorf. Wer sich von altem Trödel trennen, oder einfach einen schönen Nachmittag mit seinen Nachbarn verbringen und viele neue Leute aus dem Viertel kennenlernen möchte, sollte sich die Berliner Hinterhof-Flohmärkte nicht entgehen lassen.

Drei Jahre lebe ich nun schon in Frohnau. Bis heute habe ich es nicht bereut. Was sicher auch an meinen Nachbarn liegt. Denn so herzlichen nachbarschaftlichen Kontakt hatte ich noch nie zuvor. Was ich allerdings vermisse, ist das kulturelle Angebot im Kiez. In dieser Hinsicht kurzgehalten zu werden, ist eben der Preis, den man zahlt, wenn man „Szenebezirken“ wie Friedrichshain oder Mitte den Rücken kehrt.

Deshalb freut mich jede noch so kleine Aktion, die ein bisschen Leben und neuen Drive in die Gegend bringt. Als ich vor ein paar Tagen eine Postkarte im Briefkasten fand, die mir mitteilte, die „Berliner Hinterhof-Flohmärkte“ würden nun auch in meinem Kiez stattfinden, freute ich mich wie ein kleines Kind. Endlich ist durchgedrungen, dass hier oben junge Menschen (es werden übrigens immer mehr) mit einem Interesse an zeitgemäßer Kiezkultur leben!

Das ganze Viertel im Trödelfieber

Organisiert werden die Hinterhof-Flohmärkte von der Online-Plattform Polly & Bob, die in der Vergangenheit bereits mit den Singenden Balkonen oder dem Running Dinner für Aufmerksamkeit und für mehr Vernetzung unter Nachbarn sorgte. Ziel der Flohmärkte ist nicht nur, alten Kram aus dem Keller loszuwerden, sondern die Hausgemeinschaft zu pflegen und gemeinsam einen schönen Nachmittag zu verbringen. Je mehr Nachbarn mitmachen, desto facettenreicher und fröhlicher wird das Ganze.

Die Anmeldung erfolgt über die Hofflohmärkte-Seite für Berlin (die Veranstaltung gibt es auch in München und Hamburg). Jeder Nachbar bzw. jedes teilnehmende Haus zahlt eine Gebühr von 15 Euro, egal wie viele Stände am Ende im Hof stehen. Dafür übernehmen die Veranstalter das Marketing, stellen Flyer und Plakate zur Verfügung, damit das Event entsprechend beworben werden kann. Ein paar Spielregeln gibt es außerdem zu beachten: Der Hauseigentümer muss zustimmen, dass die Aktion stattfinden darf. Außerdem dürfen die Stände nur im Garten und nicht auf öffentlichen Flächen aufgebaut werden. Und ganz klar: Am Ende des Tages sollte alles wieder wie vorher aussehen. 

Im September finden in Berlin in gleich vier Bezirken (im Süden am 6.9, im Norden am 13.9, im Osten am 20.9 und im Westen am 27.9) die Hinterhof-Flohmärkte statt. Genug Zeit also, um alles vorzubereiten und die Nachbarn davon zu überzeugen, dass das ein tolles Happening werden könnte. 

Alter Trödel für neue Kiezkultur, Ludolfingerplatz, 13465 Berlin
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