Sternenhimmel

Das einzig wahre Berlin-Horoskop: Die Sternzeichen

Das einzig wahre Berlin-Horoskop: Die Sternzeichen
Für Berlin stehen die Sterne nicht immer günstig, aber zum Glück hat jeder Bezirk sein eigenes Horoskop!
Nicht jeder Astrologe wird unseren Berechnungen folgen können, dabei ist die Zuordnung ganz klar: Jeder Berliner Bezirk hat sein eigenes Sternzeichen, das beweisen die typischen Eigenschaften. Das Who is Who der kosmischen Konstellationen...

Tempelhof-Schöneberg – Wassermann

Ein Hoch auf uns und auf die Freiheit! Diesen Trinkspruch hört man in Schöneberg Tag für Tag und Nacht für Nacht. Bunt wie der Regenbogen ist der Wassermann-Bezirk und das nicht allein durch die homosexuelle Szene rund um die Motzstraße. Hier leben Familien, Singles, Mingles und kinderlose Paare, Rentner, Studenten und Arbeitslose, Leute mit Geld und fast Mittellose. Was alle im Zeichen des Wassermann eint ist der idealistische Blick in die Zukunft. Wird schon werden, heißt es. Während man sich in Schöneberg unkonventionell und dickköpfig zeigt, versucht Tempelhof etwas Ruhe ins kreative Chaos zu bringen. Nicht alles ist schließlich langweilig, nur weil es alt ist. Grundsätzlich zeigt sich der gesamte Bezirk im Luftelement jedoch eher offen für Neues und ausgesprochen tolerant – selbst gegenüber Menschen, die sich an konservative Vorstellungen klammern. Reformen liegen hier im Dauer-Trend. Der unbedingte Wille, sich keinen Konventionen zu unterwerfen, lässt den Wassermann-Bezirk auch schon mal anecken, aber am Ende bewundert man ihn doch, weil er sich erfinderisch aus jeder Affäre zu winden weiß.

Marzahn-Hellersdorf – Fische

Dieser Bezirk wird oft falsch eingeschätzt, aber was soll der Normalberliner oder Tourist tun, wenn die Klischees sich hartnäckig halten..? Nun, wir räumen mit allem auf: Marzahn und Hellersdorf sind geheimnisvoll, sensibel und sehr friedlich. Ganz neptungesteuerte Fische eben. Tiefe Tierliebe zeigt sich hier übrigens nicht nur bei Goldfischen und Kampfhunden, sondern auch bei Wellensittichen und Vipern in geschätzt jedem dritten Haushalt. Nach dem IGA-Ansturm hat sich Marzahn-Hellersdorf eine Zeitlang als Überflieger gefühlt, typisch für das Sternzeichen Fische, aber die anderen Bezirke haben die beiden Ossis ganz schnell wieder auf den Boden der Gärten der Welt geholt. Zurück ins alte Grau will man hier aber nicht: Schillernd wie die Schuppen eines Regenbogenfischs präsentieren sich längst die Plattenbauten, deren Farbenfreude ansteckend ist. Wer das sensible Herz des Bezirks erobern will, sollte Angerdorf Alt-Marzahn besuchen. Dieses heimliche Zentrum ist so standhaft wie ein gallisches Dorf und verständnisvoll gegenüber allen Marotten der Städter. Die große Zuneigung für die Schwachen und Hilfsbedürftigen der Fische-Geborenen findet man übrigens in Marzahn-Hellersdorf allerorten, Augen auf und hin!

Neukölln – Widder

Neukölln hat schon an sich geglaubt, als es noch weit davon entfernt war, als hip zu gelten. Als Vorkämpfer in Sachen in eigener Sache, spanischem Nightlife und internationalem Miteinander weiß der Neukölln-Widder sich schlichtweg zu behaupten. Der Bezirk, der so lange im Kreuzberger Schatten ruhte, kann diese Konkurrenz endlich für sich nutzen. Fröhlich und spontan werden hier Konzepte probiert – ohne Rücksicht auf den Verlust des Coolness-Faktors. Ja, fast keck boxt sich Neukölln im großen Berlin-Angebot durch und setzt als Frühlings-Sternzeichen auf junge Knospen und frische Triebe. Das Element des Feuers führt ihn allerdings auch jenseits der Friedelstraße manchmal in hitzige Situationen, aus denen Neukölln sich aber immer unversehrt befreit. Manchmal erscheint der Bezirk hochmütig, aber der raubeinige Charme von Reuterkiez und Co rückt ihn uns trotzdem mitten ins Herz. Genau dort, in den unzähligen Lokalitäten, spürt man, dass sich ein Blick hinter die Kulissen lohnt, wo Neukölln sich – wie die meisten Widder – als sehr fürsorglich und liebenswürdig erweist. 

 

Ein Beitrag geteilt von Greta (@gretadieu) am Feb 21, 2018 um 12:43 PST

Reinickendorf – Stier

Nichts und niemand kann den Stier aus der Ruhe bringen. So kämpft das (s)tierisch starke Reinickendorf zwar standhaft gegen den Tegeler Fluglärm, aber nicht so aufgebracht hysterisch, wie es in anderen Bezirken durchaus möglich wäre. Seine Ausdauer und das praktische Denken lenken sein Handeln. Ja, und während der Rest Berlins sich an seiner Sturheit die Zähne ausbeißt, genießt Reinickendorf auch gern die anderen Seiten seines Bezirks. Den Tegeler Forst, die Idylle von Lübars, die maritime Promenade, die schicken Villen… ja, auch in Sachen Luxus zeigt sich der Stier eben beständig. Das schnelle Geld liegt hier nicht auf der Straße, man gibt sich solide und manchmal auch knauserig. Aber wenn es darum geht, Gastgeber zu sein, lässt man sich nicht lumpen. Man ist eben stolz auf sich und zeigt das auch. Dass das nie unsympathisch wirkt, liegt sicher an den anderen stierischen Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Großmut und Sinnlichkeit. Reinickendorf gehört daher zu den beliebtesten innerstädtischen Ausflugszielen.

Mitte – Zwilling

Neugierig seien im Sternzeichen Zwilling Geborene, lebhaft und vielseitig. Der Bezirk Mitte-Tiergarten steht da seinen Tierkreis-Artgenossen in nichts nach. Was die einen als rastlos empfinden, verkauft er gern als Leben am Puls der Zeit. Ein stilles Kämmerlein sucht man vergebens. Wer schreit, der hat Recht oder charmanter ausgedrückt: Extrovertiert setzt man ständig neue Trends statt welchen zu folgen und wenn man sich irrt, war es gewiss nicht die eigene Schuld, sondern die des Weddings. (Kein Wunder, dass die Dichte an Fashionvictims hier enorm ist, aber selbst das ist cool, den Hipstern sei Dank) Bei zu viel Stress verliert allerdings sogar der Zwilling mal das Gesicht, aber Mitte rappelt sich gut gelaunt schnell wieder auf und zieht Tiergarten und Wedding immer gleich mit zurück an die Spitze. Das funktioniert so gut, dass die gute, alte Potse den Mitte-Hot-Spots den Rang abläuft und der Wedding seit Jahren im Kommen ist. Nein, im Ernst, wer gute Laune braucht, findet hier ganz gewiss den richtigen Ort, denn ob gute alte Kiezkneipe, gehypte Bar oder Top-Restaurant, es ist alles da und für jeden das Richtige. Bei dem Tempo, das hier grundsätzlich an den Tag gelegt wird, schlagen die drei Herzen des Bezirks nicht immer im Einklang, aber Probleme redet man gekonnt weg, bis sie wirklich verschwunden sind.

Treptow-Köpenick – Krebs

Als Krebs-Bezirk besticht Treptow-Köpenick durch Gemütlichkeit und ganz viel Liebe. Mütterlich umschließt er alle Gegenden, ob am idyllischen Wasser, in der verträumten Altstadt oder im industriellen Schöneweide. Im Treptower Teil beweist man auch gern, dass man nicht nur häuslich ist, sondern es auch versteht, die Szene bei Laune zu halten. Natürlich macht man darauf nicht lautstark aufmerksam wie im angrenzenden Kreuzberg. Konkurrenzgefühle kommen eh nie auf, weil die Krebse grundsätzlich alle Differenzen mit Liebe kitten. Woher die Selbstzweifel stammen, kann man sich als Außenstehender nicht erklären. An schönen Tagen versprüht der grüne Bezirk jede Menge Charme, an schlechten Tagen zerfleischt er sich wegen Nichtigkeiten. Krebse sind zu sensibel für die Welt. Zum Glück wissen die anderen Bezirke das und passen gut auf den nah am Wasser gebauten Bezirk auf.  

Charlottenburg-Wilmersdorf – Löwe

Das Sternzeichen Löwe zeigt sich in dem selbstbewussten Bezirk an allen Ecken und auf unzähligen Plätzen. Anmutig beruft man sich auf eine lange Protz-Tradition, auch wenn hier und da Gold und Putz abblättern. Charlottenburg war noch im auslaufenden 20. Jahrhundert das Ausflugsziel schlechthin für wohlhabende Berliner, ja, wer es sich leisten konnte, suchte sich hier einen repräsentativen Familiensitz. Auch Wilmersdorf weiß seit jeher städtischen Komfort mit großbürgerlicher Idylle zu verbinden. Gemeinsam sind die beiden zielstrebigen Bezirke zu einer prachtvollen Einheit im Westen Berlins verschmolzen – Mittelmaß gibt es hier nicht. Und wie toll das ist, muss man ihnen auch immer wieder sagen, denn Löwen brauchen hin und wieder Komplimente. Wenn wir schon dabei sind, könnten wir noch loben, dass die Berliner ihr Herz hier nicht auf der Zunge sondern am rechten Fleck tragen, man sich zwischen Teufelsberg und Bikini großzügig gibt und selbst am Rüdesheimer Platz schöpferische Geister zu finden sind. Das reicht erstmal an innerstädtischem Honig ums Löwenmaul. Aber Achtung, verwehrt man dem Bezirk Ehrbekundungen, wird er zynisch oder gar biestig. Und selbst wenn er sich durch seine Neigung zum Luxus mit Schloss, Kudamm und City West gern selbst die Krone aufsetzt, lieben wir den Doppel-Bezirk als Vorzeige-Paar für seine Strahlkraft, Flirtlaune und Leidenschaft.

Spandau – Jungfrau

Ok, die Jungfrau gilt nicht als das aufregendste Sternzeichen und Spandau wird gerne als Provinznest belächelt, aber beides geschieht zu Unrecht. Zwar macht Spandau ganz jungfräulich keinen Hehl daraus, dass hier noch Werte zählen wie Zuverlässigkeit, Treue und Ordnung, aber ganz langsam und stetig wandelt sich das Stadtbild auch hier. Studenten ziehen in den bezahlbaren Bezirk, Familien wissen die Ruhe zu schätzen und Alt-Spandauer kriegt man hier eh niemals fort. Das liegt auch am grünen und wasserreichen Umfeld. Im Gegensatz zum Rest der Stadt zeigt man sich sogar manchmal selbstkritisch und fast schüchtern. Dabei könnten alle anderen viel von Spandau lernen: Wie man den Dreck der Stadt in den Griff bekommt zum Beispiel oder wie man fürsorglicher miteinander umgeht statt immer aufeinander einzuhacken. Die Hotspots heißen hier Altstadt und Klein-Venedig, beworben werden sie nicht. Die jungfräuliche Passivität könnte Spandau schon mal ablegen und dem Wunsch nach Perfektion große Taten folgen lassen, dann folgt sicher auch der Preis für den Fleiß.

Pankow – Waage

Was gab es für ein Aufschrei, als der hippe Prenzlauer Berg mit der nördlichen Stiefschwester vereint werden sollte. Und noch heute gibt es Gegenden, in denen schwimmt man im Selbstmitleid, ja, so sind eben die Waagen. Aber auch die positiven Eigenschaften des Sternzeichens sind allseits gut vertreten. Man ist kontaktfreudig und feinsinnig, egal ob in den angesagten Kneipen und Restaurants rund um den Kollwitzplatz oder weit hinter der Endstation der U2. Der Gerechtigkeitssinn ist ausgeprägt und Dummschwätzer haben in dem Intellekt-betonten Kiez kaum eine Chance, den angefangenen Satz zu Ende zu  sprechen. Vor allem wird Pazifismus groß geschrieben, das zeigt man auch gern auf Demos, für die man sogar nach Mitte marschiert. Dass man dort wie in ganz Berlin wahrgenommen wird, liegt sicher auch an dem leicht extrovertierten Charakter der Waagen. Zum Glück weiß die Waage ihre Ansichten diplomatisch zu vertreten, so zeigt sich der Bezirk als friedliche Oase im Osten der Stadt, der genau deshalb auch bei Familien besonders beliebt ist.

Friedrichshain-Kreuzberg – Skorpion

Es ist ein glücklicher Zufall, dass die beiden aufsässigen Bezirke aus Ost und West nun auch amtlich zusammengehören. Als Skorpione wissen die beiden genau, was sie wollen und noch viel besser, was sie nicht wollen. Demos sind hier kämpferischer und leidenschaftlicher als in anderen Bezirken, und man zeigt sich gern solidarisch mit allen, die aus guten Gründen gegen das System sind – nur Rechte sollten Friedrichshain-Kreuzberg großräumig meiden, sonst kommt der giftige Stachel der furchtlosen Rebellen zum Einsatz. Hitzige Debatten sind hier gang und gäbe, Emotionen gelten mehr als Logik und wer cool sein will, sollte seine Energien nicht verschwenden, sondern für etwas Lohnenswertes einsetzen. Was das ist? So ganz festlegen lassen sich die beiden Skorpione nie, offene Bücher sind einfach zu langweilig. Und Langeweile kommt wirklich niemals auf, zu viel Kreativität und Erfindungsreichtum liegen in der Kiez-Luft. Aber Achtung, die Bezirke stehen als Skorpione so gar nicht auf halbe Sachen: Wer sich zu Friedrichshain-Kreuzberg bekennt, sollte das ausschließlich machen. Die Eifersucht bei Skorpionen kann tödlich enden.

Steglitz-Zehlendorf – Schütze

Neider behaupten, in Steglitz-Zehlendorf wohnen nur die Angeber, doch dem Schützen-Bezirk tut man mit diesem Vorurteil weh. Wer sich hinwagt, wird mit offenen Armen empfangen und gleich mitgerissen von so viel Lebensfreude. Hier im kleinen Paradies zwischen Villen und Seen, schönen Orten und herrlicher Landschaft lebt man idealistisch in jeden neuen Tag hinein. Beginnend mit dem Frühsport, den fröhlichen Fahrten ins Stadtzentrum, um in den Agenturen, Praxen und Kanzleien das nötige Kleingeld für die gehobene Lebensweise zu verdienen, und enden die lohnenswerten Tage mit den schönen Aussichten in alle Richtungen. Das Schloss ist hier auch kein Prunkbau, sondern ein lebendiges Einkaufszentrum. Überhaupt stehen die Steglitzer in ihrer Vorfreude auf jeden neuen Tag trotz immerwährendem Stau auf der Schlossstraße in nichts nach. Die schönen und auch mal nicht so schönen Stunden teilt man vor allem in Dahlem am liebsten mit Freunden, die man seit den Uni-Jahren hat. Und das ist auch das Hauptproblem: Es gibt nicht viel Zuzug.Den Schützen stört das nicht, er geht seiner Wege und blickt ganz visionär immer weiter nach vorn, viel weiter als die anderen Bezirke.

Lichtenberg – Steinbock

Zu Unrecht wird das Sternzeichen Steinbock als unsexy beschrieben… genau wie Lichtenberg. Dabei ist Berlin hier noch Berlin. In diesem langsam aufstrebenden Bezirk weiß man, was Arbeit heißt. Bis heute wird im Zeichen des Steinbocks geschuftet und nicht flaniert, bewahrt statt totsaniert und Sicherheit im Alltag dem freakigen Nachtleben vorgezogen. Dabei kann es die Rummelsburger Bucht locker mit dem Wannsee aufnehmen und die hiesigen Industriebauten werden in Kreuzberg von kreativen Trendsettern händeringend gesucht. In Lichtenberg steht das wahre Leben eben an erster Stelle und das macht es so sachlich deutlich, dass Zille schon um die Wende zum 20. Jahrhundert auf Lichtenberger Straßen die besten Motive für seine Milieu-Studien fand. Nichts wird unter den Teppich gekehrt, alles gleichermaßen gepflegt: das dörfliche Falkenberg neben dem Rokokoschloss Friedrichsfelde, dem ehemaligen Stasi-Komplex und der Architektur der Moderne. Aufmerksamkeit wird gerecht verteilt, Humor auch – der wird oft als solcher leider gar nicht erkannt, wodurch der Lichtenberger mürrischer wirkt, als er in Wahrheit ist. Keine Sorge, Vorurteile steckt der Bezirk locker weg und beißt sich zäh wie ein Steinbock durch bis zum Ziel und weit darüber hinaus. Das zahlt sich aus: Künstler, Familien und Berliner Originale wohnen Seite an Seite im einzigen Bezirk, der wie ein Fels in der Brandung dem ewigen Wandel der Hauptstadt standhält.

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