Film-Kritiken

Horror und Romantik: Die Serien und Filme für Oktober

Horror und Romantik: Die Serien und Filme für Oktober
Der Oktober ist der perfekte Monat, um sich auf eine neue Gruselserie einzulassen! Wir empfehlen dir Spuk in Hill House.
Bisschen Grusel fürs Halloween-Feeling, Musik und Liebe: Diese Filme und Serien wollen wir dir für Oktober ans Herz legen. Egal, ob allein mit Decke, Keksen und Tee oder mit Freunden und eimerweise Popcorn!

A Star is born (seit 4. Oktober im Kino)

Wenn eine Geschichte mittlerweile vier Mal verfilmt wurde, dann schießen einem zwei Gedanken durch den Kopf: Fällt Hollywood wirklich nichts Besseres ein und das muss aber eine verdammt gute Story sein! Hauptfiguren sind der alternde Country-Star Jackson Maine (in der neuen Version: Bradley Cooper) und die talentierte, aber erfolglose Sängerin Ally (Lady Gaga). Beide treffen an einem Abend aufeinander, als Jackson in eine Drag Bar stolpert, weil er auf der Suche nach mehr Alkohol ist. Jackson erkennt sofort Allys großes Potenzial und will ihr zu einer Musikkarriere verhelfen, dabei verlieben die beiden sich ineinander. Ihre Beziehung bekommt allerdings deutliche Risse, als Ally in die Star-Maschinerie gerät und Jackson mehr und mehr in den Alkoholismus abdriftet. A Star is born ist das Regie-Debüt vom Hangover-Star Bradley Cooper und hat wirklich alles für einen glorreichen Kinoabend, denn es gibt einige Überraschungen: So lässt Lady Gaga ihre übergroße Musikpersona überhaupt nicht durchblitzen, was für die Figur Ally ein großes Plus ist und ihr Authentizität verleiht. Fast schon unheimlich ist die Stimmgewalt von Bradley Cooper und sein Portrait eines kämpfenden Mannes, der alles verliert, berührt. Ganz besonders sind die Musikmomente. Zwischen Ally und Jackson funkt es und zwar insbesondere, wenn das Mikrofon vor ihnen steht. Der Film fängt diese Elektrizität zwischen den beiden packend ein und kann sich, was das angeht, mit großen Musikfilmen wie Walk the Line und Almost Famous durchaus messen.

Wolfsnächte (streambar auf Netflix)

Der Natur- und Wolfsexperte Russel Core (Jeffrey Wright) bekommt einen mysteriösen Brief von einer Frau aus einem Dorf in Alaska. Medora Sloane (Riley Keough) berichtet darin von ihrem toten Sohn, der von Wölfen angefallen wurde, und bittet Core um Hilfe. Dieser reist tatsächlich in die verlassene Landschaft, auch weil er dort die Chance ergreifen will, sich seiner entfremdeten Tochter wieder anzunähern. Doch Core merkt bald, dass die Dinge ganz anders abgelaufen sein müssen, als geschildert. Medora Sloane gerät selbst in Verdacht, ihren Sohn getötet zu haben. Als ihr Mann Vernon (Alexander Skarsgard) aus dem Irak-Krieg zurückkehrt, beginnt eine beunruhigende Jagd durch den Schnee. Der Film basiert auf dem Roman von William Giraldi aus dem Jahr 2016 und hat das Zeug dazu, einen wirklich zu fesseln mit dem großartigen Look, den mysteriösen Protagonisten und der sehr verwinkelten Story, die immer wieder die Nähe zwischen Mensch und Tier aufzeigt. Aber Achtung: Man fragt sich doch recht oft, was hier eigentlich los ist… Und man bekommt leider keine Antwort. Wer das abkann, der sollte sich eine Tasse warmen Tee bereitstellen und sich diesen Thriller nicht entgehen lassen.

Spuk in Hill House (ab 12. Oktober auf Netflix)

Wer jetzt denkt, ach das ist nur eine weitere Geister-Geschichte, dem können wir freudig sagen: Nein, Spuk in Hill House hat mehr zu bieten. Was du da zu sehen bekommst, ist Horror, Mystery und Familien-Drama in einem, wobei sich sehr viel Zeit genommen wird, um die komplexe Familiengeschichte darzulegen. Denn die fünf Geschwister sind in der wohl berühmtesten Geistervilla in Amerika aufgewachsen. Noch im Erwachsenenalter haben sie viel damit zu kämpfen, um zu verarbeiten, was sie da erlebt haben. Als die jüngste Schwester Selbstmord begeht, müssen sich die anderen vier ihrer Vergangenheit und den Geistern stellen. Spuk in Hill House überfällt einen nicht mit Grusel, die Angst kommt schleichend, was uns gut gefällt. Ein Minuspunkt ist, dass zu oft Horrorfilm-Klischees erfüllt werden und wir uns leider nicht wirklich fürchten, wenn tote Körper plötzlich wieder zum Leben erweckt werden, von wegen unvorhersehbar… Aber das mag an uns liegen. Richtig gut, ist die geheimnisvolle Beziehung der Geschwister zu ihren Eltern. Immer wieder wird durch Rückblenden die Kindheit in dem Gruselhaus beschrieben. Übrigens: Die Serie basiert auf dem Roman-Klassiker von Shirley Jackson.

Bohemian Rhapsody (ab 31. Oktober im Kino)

I want to break free, We will rock you, Under Pressure, Another one bites the dust – die Band Queen hat Hits für die Ewigkeit erschaffen und ist bis heute noch für ihre phänomenalen Bühnenshows auf der ganzen Welt bekannt. Da verwundert es einen eher, dass nicht schon früher ein Kinofilm über Freddy Mercury (Gesang), Brian May (Gitarre), Roger Taylor (Drums) und John Deacon (Bass) realisiert wurde. Das Projekt Bohemian Rhapsody wurde 2010 gestartet, durchlief aber viele Veränderungen. So sollte zunächst Sacha Baron Cohen die Rolle von Freddy Mercury übernehmen, die nun letztendlich an Rami Malek (Mr. Robot) ging. Auch gab es beim Dreh Unstimmigkeiten mit Regisseur Bryan Singer, sodass dieser kurzerhand von Dexter Fletcher ersetzt wurde. Also viel Trubel, was bei einem solch großen, achtjährigen Projekt wohl oft nicht ausbleibt. Der Film erzählt von den Anfängen der Band, zeigt, wie Freddie Mercury bereits vom ersten Tag an der extravagante Performer ist, der weder sich noch die Band in Schubladen sehen will, und endet im legendären Auftritt von Live Aid. Brian May zum Film: „Ich bin begeistert, wie unser Freddie-Film sich entwickelt. Er ist viel mehr als die Dokumentation eines Lebens, er ist ein wahrhaftes Kunstwerk, aus massivem Stein gemeißelt.“ Unser Fazit zum Film folgt noch…

 

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