Grunewald, Wilmersdorf, Zehlendorf
Auslaufgebiet Grunewald

Hundepaddeln erlaubt

Hundepaddeln erlaubt
Hundebadestellen gibt es am Grunewaldsee zu Hauf, aber auch am Schlachtenseee und der Krummen Lanke dürfen Vierbeiner an ausgewiesenen Ufern abtauchen.
Viele Bäume zum Schnüffeln, weite Wege und ausreichend Wasserstellen findet der Hund von Welt im Grunewlad östlich der Avus. Besonders am Wochenende durchstöbern viele Berliner Kaltschnauzen den beliebten Kiefernforst.

Dieses geschichtsträchtige Auslaufgebiet für den besten Freund des Menschen lässt Vierbeiner schon seit den Dreißigerjahren viel Platz zum Schnüffeln. Die 8,1 zur Verfügung stehenden Quadratkilometer machen die Fläche zum größten Hundespielplatz Berlins. Das gesamte Waldgebiet östlich der Avus steht Hund und Halter offen. Vom südlichen Schlachtensee über die Krumme Lanke bis hin zum Grunewaldsee im Norden tummeln sich die Tiere in großer Zahl. Besonders letzterer wird von Hundefreunden gerne besucht, da dort alle Ufer für planschende Hunde freigegeben sind. Auch in der einschlägigen Literatur ist immer wieder die Rede von der „Hunde-Autobahn“ im Grunewald oder der „ungewöhnlichen Hundefreiheit“. Am Wochenende ist Hochsaison auf diesem hoch geschätzten Auslaufplatz, wenn einige hundert Tiere durch das Unterholz stromern. Manche Hunde werden ein weniger belebtes Pflaster vorziehen.

Der Grunewald ist groß, weshalb es auch viele Möglichkeiten gibt, ihn zu erkunden. Kommt man mit dem Auto, ist zum Beispiel das Chalet Suisse mit seinem recht günstigen Parkplatz ein guter Startpunkt, aber auch am nördlich gelegenen Hundekehlsee kann der Hundechauffeur sein Gefährt abstellen. Der nördliche Zugang, und somit auch der nächste zum Grunewaldsee, ist für S-Bahnfahrer am besten über den S-Bahnhof Grunewald zu erreichen. Für andere Strecken eignet sich die Station Schlachtensee an der S1. Mit der U-Bahn fährt man bis zum Oskar-Helene-Heim an der U3.

Viele Hunde zum Spielen, viele Pfade zum Entdecken

Viele werden sich schon ihre Lieblingsstellen ausgesucht haben, aber für Uneingeweihte empfiehlt sich besonders die Ostseite des Grunewaldsees für das Hundebad. Während die Schnüffelbrigade durch das Wasser tobt, erfreuen sich die Besitzer bei einem Schwatz unter Gleichgesinnten am Anblick des Jagdschlosses Grunewald und des Forsthauses Paulsborn. Rund um die Seen erstreckt sich ein Kiefernwald, der aber auch freie Heidekrautflächen für ausgedehnte Sprints bereithält. Zwischen Hüttenweg und Bruno-Taut-Siedlung am Sprungschanzenweg findet sich zum Beispiel solch ein Areal. Die Wege sind gut ausgebaut. So ist es auch bei Regen noch möglich, durch den Wald zu kommen. Zahlreiche kleinere Pfade laden zum Entdecken ein.

Manche Besitzer sorgen sich vielleicht, dass die große Zahl der Hunde zu Spannungen führt. Streit zwischen den Tieren gibt es aber trotz der hohen Schnauzendichte kaum. Auch die Herrchen und Frauchen kommen meist gut miteinander aus und erfreuen sich eines regen Austauschs an Hundefachwissen.

Leider bleibt die ordentliche Müllentsorgung hier auf der Strecke. Abfalleimer für die eingetüteten Häufchen der Vierbeiner sind rar gesät.

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