Restaurant Chutnify

Eine Dosa Glück

Eine Dosa Glück
Die szenig-authentische Deko rundet das Konzept stimmig ab. Zur Foto-Galerie
Kollwitzkiez - Wir sind verwundert: Ausgerechnet im ungefähr spießigsten Kiez von ganz Prenzlauer Berg hat eine echte Szene-Perle eröffnet. Natürlich mussten wir dem Restaurant Chutnify, dem schon jetzt der Ruf als bester Inder Berlins vorauseilt, einen Besuch abstatten.

Das Chutnify heißt das Auge schnell mit satten Knallfarben, Szene-Schrabbel-Atmosphäre und vielen liebevollen Bollywood-Gadgets hier und da willkommen. Klein ist es, gemütlich, aber auch ganz schön rummelig an einem Donnerstagabend – und ohne Reservierung läuft fast nix (geht mittlerweile aber auch ganz einfach online). Im Grunde fühlt man sich schnell an einen Hipster-Ort versetzt, der so normalerweise gerade eher in Neukölln eröffnet denn im Kollwitzkiez. Auch das Konzept, südindisches Street Food zu servieren, ist fast zu cool, um Prenzl‘ Berg zu sein. 

Die zweisprachige Karte (Englisch/Deutsch) steckt zwischen zwei Pappkartons, das Besteck kommt in einer ausgedienten Mango-Blechdose daher. Und die Auswahl der Speisen setzt in Sachen Originalität noch einen drauf. Aber was eigentlich ist Dosa, eine der Spezialitäten des Hauses? Dahinter verbergen sich gefüllte Crêpes auf Südindisch, serviert zu Kartoffel-Masala-Curry, Sambar (traditionelle Sauce auf Linsenbasis) und Chutneys zum Dippen. Unsere Auberginen-Dosa (8,50 Euro, die günstigste Dosa gibt’s ab 6,50 Euro) mit drei Dips, Linsen und einem kleinen Tomaten-Gurken-Salat war denn auch ein wahres Aromenfeuerwerk im Mund, scharf, würzig, süß, sauer, alles auf einmal. Wir hatten spontan Lust, uns einmal komplett durch die sehr kreative Auswahl zu probieren.

Nachtisch: Kulfi. (QIEZ)
Als Nachtisch passte dann immerhin noch ein „Kulfi“ (4,70 Euro) rein, indisches Eis am Stiel. Das gibt es in verschiedenen Sorten. Pistazie können wir empfehlen – auch hier werden die Geschmacksknospen mit ordentlich Gewürzen angefeuert.

Gut zu wissen: Viele Speisen im Chutnify sind glutenfrei und auch Vegetarier wie Veganer finden hier Abwechslung auf der Karte. Und der typischen Prenzlauer Berg-Klientel – also Menschen mit Kind – würde ich eher empfehlen, die Gerichte zum Mitnehmen zu holen oder dem Chutnify tagsüber einen Besuch abzustatten.

 

„Bei mir herrscht große Freude über die Entdeckung dieses Restaurants. Einen richtig guten Inder in Berlin kannte ich nämlich besser tatsächlich nicht – und dann macht der noch gleich bei mir um die Ecke auf. Hervorragend!“

Foto Galerie

Chutnify, Sredzkistraße 43, 10435 Berlin

Telefon 030 44010795

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Dienstag bis Sonntag von 12:00 bis 23:00 Uhr

Chutnify

Die szenig-authentische Deko rundet das Konzept stimmig ab.

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